ADAC-Rettungskarte: Helfer darf nicht unter Spannung stehen

Dieses Thema im Forum "Non-Food" wurde erstellt von Avensis, 13.12.10.

  1. 13.12.10
    Avensis
    Offline

    Avensis Drachenbändiger

    Weil gefährliche Hochspannungskabel in verunfallten Elektro- und
    Hybridautos die Rettung von Personen erschweren können, ist die
    Rettungskarte bei diesen Antriebsarten ganz besonders wichtig.
    Sie zeigt den Rettungskräften im Ernstfall, wo genau das Fahrzeug
    fachgerecht aufzuschneiden ist, ohne dass stromführende Leitungen
    durchgeschnitten werden. Sowohl für die Unfallopfer als auch für
    die Rettungskräfte kann das Datenblatt somit lebensrettend sein:
    Immerhin fließen bei Hybrid- und Elektroautos bis zu 600 Volt
    durch die Leitungen. Zum Vergleich: Aus einer normalen Steckdose
    kommen 230 Volt. Die Rettungskarte für Hybridfahrzeuge wird immer
    wichtiger, weil die Zulassungszahlen dieser Autos, die mit Benzin
    und Strom fahren, steigen. Außerdem kommen in Kürze auch die
    ersten Autos mit reinem Elektromotor auf den Markt. Für diese
    Hochspannungsfahrzeuge ist die Karte ebenfalls unentbehrlich.
    Aber es geht nicht nur um das Thema Hochspannung: Auch beim
    Aufschneiden von gasbetriebenen Autos müssen die Rettungskräfte
    besondere Vorsicht walten lassen. Gasleitungen oder der Tank dürfen
    nicht getroffen werden. Die Rettungskarte bietet auch für Autos mit
    dieser Antriebsform lebensrettende Informationen. Wichtig ist bei
    Gasanlagen ebenso die Position der Sicherheitsventile. Denn: Durch
    diese wird das Gas, im Falle eines Brandes, kontrolliert abgelassen.
    Der beste Platz für die Rettungskarte ist hinter der Fahrersonnenblende,
    weil sie dort von den Einsatzkräften schnell erreicht wird. Die Rettungs-
    karte soll sich - gemäß ADAC - direkt im Auto befinden, weil die
    meisten Feuerwehren heute noch nicht die Möglichkeit haben, am
    Unfallort die lebensrettenden Informationen schnell via Internet
    abzufragen. Außerdem ist eine exakte Identifikation des Fahrzeugs
    am Unfallort häufig fehlerhaft. Bis die automatisierte Übermittlung
    der Rettungsdaten an die Einsatzkräfte problemlos und flächendeckend
    funktioniert, ist die Rettungskarte im Auto die beste Lösung. Inzwischen
    bieten alle Hersteller das DIN-A4-Blatt an. Schon bei der Fahrzeug-
    übergabe beim Händler gehört die Rettungskarte in jeden Neu- und
    Gebrauchtwagen. Für alle Autobesitzer liefert der ADAC kostenfrei
    alle wichtigen Infos unter: www.rettungskarte.de . Über Links zu den
    Herstellern kann sich dort jeder die Rettungskarte für seinen Pkw auch
    selbst ausdrucken. Einen kostenlosen Hinweisaufkleber für die
    Windschutzscheibe "Rettungskarte im Fahrzeug" gibt es bei allen
    Rettungskarte
     
    #1
  2. 13.12.10
    Raz-faz-Topf
    Offline

    Raz-faz-Topf

    Grüß Dich Herbert,

    jetzt bin ich fast 35 Jahre ADAC-Mitglied, lese anscheinend das Magazin nicht gründlich genug, weil ich von der Rettungskarte noch nie was gehört habe.
    Ich fahr´zwar (noch?) einen Benziner, aber Gedanken über die Art des Antrieb´s des nächsten Fahrzeuges mach ich mir schon.
    Danke für Deine Sensibilisierung.
     
    #2

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