Ältere Katzen an Hund gewöhnen

Dieses Thema im Forum "Fellkinder" wurde erstellt von shopgirlps, 26.01.14.

  1. 26.01.14
    shopgirlps
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    shopgirlps

    Hallo allerseits,

    wir alle lieben hier Tiere und haben seit mehreren Jahren insgesamt 3 Katzen aus dem Tierschutz. Zwei davon ist ein Geschwisterpaar (12,5 Jahre), die sich zwar nicht heiß und dringend lieben oder gar miteinander schmusen, aber sie können auch nicht ohne einander (wie das wohl oft bei Geschwistern so ist). Diese beiden haben wir seit ca 11,5 Jahren. Dann kam vor ca. 2 Jahren ein weiterer Kater (ebenfalls aus dem TH und geschätzt 7-8 Jahre alt) dazu. Allesamt sind recht ruhige Vertreter ihrer Art (wahrscheinlich auch altersbedingt), spielen aber auch noch gerne wenn auch nicht unbedingt miteinander.

    Da ich selbst mit Hunden aufgewachsen bin, fehlte mir zum unabhängigen Dasein der Katzen doch immer irgendwie ein Hund, der sich ja doch mit einer Abhängigkeit vom Menschen ganz anders verhält. Die Kinder träumen auch schon lange von einem Hund, da viele unserer Freunde welche haben. Die ganze Zeit - auch als ich früher noch ganztags gearbeitet habe - war ein Hund aus Zeitgründen nicht möglich. Jetzt würde ich es aber gerne probieren und schaue schon seit einigen Monaten ständig Tierheimsendungen bzw. studiere Internetseiten zum Thema. Der Hund sollte auch nicht zu groß sein, da die Kinder erst 6 und 9 Jahre alt sind (unser ältester Sohn hat zudem das Down-Syndrom, was ebenfalls berücksichtigt werden muß). Trotz ihres jungen Alters gehen sie mit unseren vorhandenen Katzen äußerst respektvoll, vorsichtig und liebevoll um. Sie schmusen gerne mit ihnen und wenn die Katzen mal nicht wollen, respektieren sie dies auch. Aber es kommt halt schon mal vor, daß die Kids schmusen wollen und die Katzen nicht und dann sind sie recht traurig und kommen wieder zum Thema "Hund", mit dem man doch bestimmt etwas mehr unternehmen könnte als mit den Katzen.

    Jetzt haben wir gestern auf einer TH-Internetseite in unserer Nähe einen kleinen kniehohen Mischlingshund entdeckt, der für unsere Verhältnisse in Frage kommen könnte. Er ist ursprünglich ein Straßenhund und ca. 7-8 Jahre alt. Er wurde von einer Familie mit 6 Kinder (ebenfalls ein behindertes Kind dabei) aus Zeitgründen abgegeben. Gestern Nachmittag waren wir dann im TH und durften mit der Hündin (Maya) spazieren gehen. Die Kinder waren Feuer und Flamme und wir Erwachsenen auch.

    Der Hund war total lieb und verschmust. Er ging freudig mit uns Gasse, ließ sich gut an der Leine führen ohne zu ziehen und war auch ansonsten recht folgsam (obwohl er allem Anschein nach keine Kommandos wie "Sitz" o.ä. beherrscht). Zu den Kids war er auch recht lieb. Als ich mit unserem Ältesten nebst Hund vorneweg ein bißchen gerannt bin, hat er nach dem Stehenbleiben erst mal nach hinten geschaut, wo der "Rest des Rudels" denn wohl bliebe. ;)

    Im TH haben sie schon mal probiert, wie er auf Katzen reagiert. Die haben ihn - zumindest im TH - nicht wirklich interessiert. In der vorherigen Familie waren allerdings keine Katzen vorhanden.

    Der Hund kann wohl auch einige Stunden alleine bleiben. Das ist mir auch wichtig, da ich ja an drei halben Tagen in der Woche noch arbeite (1 x 3 Stunden und 2 x 5 Stunden, wobei bei den 5 Stunden Arbeit vorher nach ca. 3 Stunden bereits unsere Kinderbetreuung mit den Kinder kommt und der Hund dann auch nicht mehr alleine wäre).

    Nun habe ich aber ein bißchen Angst, ob sich unsere doch schon älteren Katzen noch irgendwie mit dem Hund verstehen werden. Leider kann ich das im Vorfeld nicht so richtig testen, da das TH nicht auf Probe vermittelt (kann ich aber auch verstehen, da das auch nur Streß und evtl. Kummer sowohl für Tier als auch Mensch bedeutet). Es gäbe höchstens die Möglichkeit, den Hund mal morgens für den ganzen Tag abzuholen und abends wieder ins TH zu bringen. Aber an einem Tag kann ich ja auch noch keine verbindliche Aussage treffen. Ich kann nur soviel sagen, daß unsere Katze z.B. immer stets in die oberen Etagen unseres Wohnzimmerschranks flüchten, wenn z.B. meine Freundin mit Hund zu Besuch kommt, obwohl der Hund die Katzen in keinster Weise beachtet oder sie gar jagt.

    Meint Ihr, das ganze könnte evtl. trotzdem klappen? Wie sind so Eure Erfahrungen mit Hund und Katze?

    Ich habe mich bereits durch die verschiedenen Threads zum Thema gelesen, wäre aber trotzdem für Tipps bezüglich der genauen Zusammenführung dankbar!! Außerdem würde mich interessieren, wie es bei Euch so mit den Hunden klappt - vor allem auch zeitlich - wenn Ihr noch (teilweise) berufstätig seid. Meint Ihr, der Hund wäre dann bei meiner oben beschriebenen Arbeitszeiten zulange alleine?

    Wir werden heute Nachmittag nochmals ins TH gehen und ich wollte dann z.B. schon mal ein Handtuch mitnehmen, was man dann beim Hund ins Körbchen wegen Geruchsaufnahme legen könnte. Dann müßte ich diese Woche nochmal hin, um es wieder mitzunehmen und zu schauen, wie unsere Katzen auf den Geruch reagieren. Wäre das eine gute Idee?

    Bitte helft mir mit Euren Tipps und Meinungen!!!!! =D
     
    #1
  2. 26.01.14
    shopgirlps
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    shopgirlps

    Hier mal noch ein Link zur TH-Homepage, wo Ihr ein paar Fotos von Maya sehen könnt. Leider gibts noch keinen richtigen Info-Text dazu, da die Maus erst seit ein paar Tagen im TH ist.

    Beschreibung Hund Maya
     
    #2
  3. 26.01.14
    Mäxlesbella
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    Mäxlesbella

    Hallo Martina,

    ich kann nur aus meiner Sicht berichten: Ich habe 2 Katzen, die sich vor Hunden fürchten, bei Deinen scheint das ja auch so zu sein:

    Für mich wäre das undenkbar, dann einen Hund aus dem TH zu holen.

    Ich kenne Familien, in denen das gut ging genauso wie Familen, in denen die Katz davonlief.

    Es ist wohl eine Entscheidung, die Du ganz alleine treffen musst und eben auch die Konsequenzen tragen. So oder So.
     
    #3
  4. 26.01.14
    LottaXY
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    LottaXY kocht & backt glutenfrei

    Hallo Martina,
    ich finde es schön, dass ihr Maya ein Zuhause geben möchtet :finga:, aber euch im Vorfeld alles gut überlegt.

    Auf den Fotos sieht sie echt süß aus und nach allem was du beschreibst, scheint sie ja ein lieber und sogar sehr artiger Hund zu sein.
    Die Zeit, die sie bei euch alleine bleiben müsste, sollte kein Problem für sie sein. Sie ist ja auch schon etwas älter, das alleine bleiben hat sie gelernt... Allerdings sollten ihr vielleicht zu ihrem Einzug ein bis zwei Wochen Urlaub nehmen und sie schrittweise ans Alleine sein gewöhnen (auch wenn sie es eigentlich kann), da sie sicher durch die Abgabe ins Tierheim Verlustängste hat.
    Unser Hund war es gewohnt unter der Woche 5 Stunden alleine zu bleiben. Und selbst wenn mal einer zu Hause war, ist sie in "ihr" Zimmer gegangen und hat geschlafen. Sie war es gewohnt Vormittags ihre Ruhe zu haben.

    Die Idee mit dem Handtuch o.ä. was nach euch riecht, finde ich eine gute Idee, das hatte unsere auch als Welpe. Ob es den Katzen hilft, weiß ich leider nicht, da wir keine Katzen haben.

    Deshalb kann ich auch nicht soo viel zu der Gewöhnung Katze-Hund sagen. Aber ich denke eure Chancen stehen gar nicht so schlecht, da keine der beiden Parteien auf Angriff zu gehen scheint. Den Probetag würde ich auf alle Fälle machen.
    Das sich deine eine Katze erstmal zurückzieht und die Situation beobachtet, entspricht vielleicht auch ihrem Charakter? Geht sie auch mit anderen Situationen, in denen sie Angst hat, so um? Vielleicht kannst du ein zwei Räume in der Wohnung einrichten, die der Hund (sowieso) nicht betreten soll. Maya lernt diese Tabuzone von Anfang an und die Katzen erlernen, dass sie einen Rückzugsraum haben.
    Vielleicht können dir die Tierheimmitarbeiter auch helfen? Diese Situation sollte es doch öfter geben?

    Eine Bekannte aus dem Hundeverein hat ebenfalls Katzen und einen Hund aus dem Tierheim. Die haben sich nach einer Weile gut aneinander gewöhnt, mittlerweile schlafen sie zusammen in einem Körbchen. Es kann also klappen!

    Beim Alleine bleiben würde ich aber beide Parteien sicherheitshalber erstmal räumlich trennen.


    Es ist ganz wunderbar mit einem Hund aufzuwachsen, deshalb wünsche ich euch, das dass mit Maya klappt!!

    Liebe Grüße
    Lotta
     
    #4
  5. 26.01.14
    shopgirlps
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    shopgirlps

    @ Lotta: Danke für Deine unterstützenden und Mut machenden Worte. Wir gehen gleich al ins TH und werden nochmal genauere Fragen stellen.
     
    #5
  6. 26.01.14
    Marmeladenköchin
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    Marmeladenköchin Marmeladen Hexe

    Hallole,
    wir hatten auch zuerst die Katze und dann kam ein Hund..
    das hat eigentlich gut geklappt weil die Katze eben dem Hund
    ausgewichen ist.. oder von der Kommode oben runter dem Hund
    eine mit der kralle geben wollt... der Hund wollt aber nur spielen.
    gruss uschi
     
    #6
  7. 26.01.14
    Manrena
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    Manrena

    Hallo,ich hatte 2 Katzenschwestern 7Jahre ,als ein 4 Monate alter Straßenhund (sehr groß) von Lanzarote dazu kam. Der Hund hat schnell gelernt,dass er die Nr.3 in der Rangordnung war. Das heißt die Katzen durften vor ihm fressen u.s.w. Die erste Zeit hatte ich immer ein schlechtes Gewissen,weil ich auch an drei Nachmittagen unterwegs war und nie wusste was meine kleinen Bewohner so anstellen,in einem Haus ohne Zimmertüren.
    Aber letztendlich haben die sich akzeptiert......wenn auch nicht geliebt.
    Rena
     
    #7
  8. 26.01.14
    alexa
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    alexa

    Mein Kater war 8 Jahre alt, als ich ihm den ersten Hund "vorsetzte".

    Im Vorfeld hatte ich mal eine Freundin mit katzenverträglichem Hund eingeladen, um zu sehen, wie meiner reagiert. Da er aus seiner sicheren Position (auf dem Schrank) weder panisch, noch ängstlich reagierte, dachte ich mir, es müßte klappen mit einem eigenen Hund. Unser erster Welpe kam damals aus einem Katzenhaushalt. Für ihn war mein Kater also nichts besonderes, so daß es auf Anhieb gut klappte. Nach einem Jahr kam ein weiterer Welpe dazu, das klappte auch prima. Einige Jahre später ging der Kater dann durch die Feuerprobe: Ein Hund aus dem spanischen Tierschutz kam zu uns und dieser hatte Katzen buchstäblich zum fressen gern. Da der Kater mittlerweile absolut souverän gegenüber Hunden war, konnten wir auch diese beiden aneinander gewöhnen. Hat nur etwas länger gedauert, als mit den beiden Welpen, danach waren die beiden aber ein Herz und eine Seele, bis das Katerchen dann mit knapp 20 Jahren von uns ging.

    Kannst Du denn auch vorab testen, wie deine Katzen auf einen Hund in der Wohnung reagieren? Meiner Erfahrung nach kann man da schon eine grundlegende Tendenz sehen, ob ein eigener Hund in der Familie funktioniert, oder nicht. Die Katzen müssen da nicht gleich freundlich auf den Hund zugehen. Wenn sie wie meiner weder panisch noch schreckhaft, sondern eher abwartend, interessiert reagieren, ist das schon ein gutes Zeichen!
     
    #8
  9. 26.01.14
    Cacadu
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    Cacadu

    Hallo,

    ich würde Türgitter an ein/ zwei Zimmern anbringen.
    So können die Katzen flüchten und der Hund kommt nicht hinterher. Zudem fauchen Katzen wenn ihnen ein Hund zu nahe kommt.
    Normalerweise braucht es einige Zeit, bis die Tiere sich aneinander gewöhnt haben bzw verstanden haben, wie der andere Vierbeiner "tickt".
    Wir selbst haben 2 große Hunde und immer mal wieder Pflegekatzen (zu unseren eigenen 4 Katzen)
    Noch nie ist was passiert.
     
    #9
  10. 27.01.14
    shopgirlps
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    shopgirlps

    Hallo,

    danke zunächst für Eure zahlreichen Antworten!!! =D Es beruhigt mich auch schon, daß die Antworten durchweg positiv sind bezüglich der von Euch gemachten Erfahrungen.

    @ Alexa: "Testen" könnte ich insoweit, daß ich den Hund einen Tag mit nach Hause nehmen könnte (also morgens abholen und abends wieder ins TH bringen) und mal einen Tagesablauf testen bzw. die Reaktion der Katzen beobachten könnte. Ich hatte ja oben geschrieben, daß ich eine Freundin mit katzenverträglichem Hund habe (die Katzen sind ihm egal, er hat sie zuerst auch gar nicht bemerkt bzw. nicht erschnüffelt - zumindest nicht merkbar). Meine Katzen haben sich dann gleich in die obere Region unseres Wohnzimmerschranks verzogen und waren auch nicht panisch oder überängstlich. Sie beobachteten das Ganze aus sicherer Entfernung und erst als der Hund schon wieder eine ganze zeitlang weg war, kamen sie wieder vorsichtig runter. Sie sind auch nicht die agressiven Katzen, die gleich mit Krallen zuschlagen, wenn sie was nicht möchte. Da wird mit der Pfote gedroht und auch mal gehauen, aber eben ohne Krallen. Doch allgemein kommt das sowieso eher selten vor. Der Hund meiner Freundin hat die Katzen übrigens erst bemerkt, als mein Mann zum Wohnzimmerschrank ging, um sich die Katzen mal aus der Nähe zu betrachten und zu sehen wie es ihnen geht. Der Hund ging kurz mit, schaute nach oben und legte sich dann wieder neben meine Freundin.

    Maya aus dem TH hat - zumindest nach den Tests im TH - auch kein Interesse an Katzen. Sie haben sie in ein Zimmer mit Katzen verbracht und mußten ihr eine Katze regelrecht vor die Nase halten, bevor sie überhaupt mal danach geschaut hat. Das Katzenfutter war da schon interessanter!! =D Auf dem Gelände des TH laufen auch ein paar wilde Katzen rum bzw. sitzen am Weg, wenn die Besucher mit den Hunden spazieren gehen. Dauch hierauf hat Maya nicht im geringsten reagiert. Auch anderen Hunden gegenüber reagiert sich nicht bzw. nicht agressiv. Die schaut kurz, wenn jemand entgegenkommt mit Hund oder uns überholt, aber dann geht sie ganz gelassen weiter. Kein Bellen, kein Ziehen an der Leine o.ä.

    Das mit den Türgittern ist übrigens auch eine gute Idee!! Zudem haben unsere Katzen einige Rückzugsmöglichkeiten, die ein Hund nicht erreichen kann (deckenhoher Kratzbaum mit anschließendem "Catwalk" über den Wohnzimmerschrank), Kratztonne. Ein Kater liegt auch gerne im Hochbett unseres Sohnes. Außerdem springen die Katzen gerne über Regale auf Kleiderschränke, wo sie auch verschiedene Lieblingsplätzchen haben.
     
    #10
  11. 27.01.14
    Manrena
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    Manrena

    Martina,so wie Du die Situation beschreibst,wird es bestimmt klappen.
    Rena
     
    #11
  12. 27.01.14
    Karin1301
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    Karin1301 Muttifunktionstalent

    Hallo Martina!

    ...jetzt also doch??? :rolleyes:=D=D

    Ich würd dir so wünschen, dass es gut klappt! Das mit den Türgittern find ich ne gute Idee! Und auf jeden Fall Urlaub nehmen für die erste Zeit!
    Ich kann aus Erfahrung nur sagen - ein TH -Hund kann noch so lieb scheinen, er kann trotzdem irgendeine Verhaltensauffälligkeit haben! Nach einer Woche mit unserer ersten Hündin saß ich heulend in der Küche und wollte sie wieder zurück bringen wegen den ganzen Problemen. Allerdings hat die sich dann vor mich gesetzt, mir in die Augen geschaut und da wars dann um mich geschehen - ab da war sie "Meine" ! Und um keinen Preis hätte ich sie dann wieder abgeben wollen, wir haben zusammen gearbeitet, bis es klappte! Und das wars wert! Allerdings mochte sie keine kleinen Kinder, unser Sohn war damals erst 1 Jahr alt. Das war ne harte Zeit, aber als er dann laufen und sprechen konnte, hat sie auch ihn als Rudelmitglied akzeptiert und die zwei haben geschmust. Sie wurde uns als "Famlilienhund" vermittelt - nur dass sie ihr ganzes Leben lang keine kleinen Kinder mochte - darauf waren wir nicht gefasst!

    Ich wünsch dir ganz viel Glück - trau dich!


    P.S. Ich hab grad auf die Tierheimseite geschaut - da sind soch ganz viele Hunde auf Probe vermittelt????
     
    #12
  13. 27.01.14
    alexa
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    alexa

    Ich denke auch, daß es klappen wird!
    Laß den Katzen Zeit, sich an den Hund zu gewöhnen, schaffe Rückzugsmöglichkeiten für sie und trenne Hund und Katzen räumlich, wenn du grad mal nicht aufpassen kannst, oder nicht da bist. Irgendwann haben dann alle die neue Situation akzeptiert und werden friedlich miteinander auskommen, da bin ich mir sicher!
     
    #13
  14. 27.01.14
    Borderhexe
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    Borderhexe

    Hallo Martina,

    Als unser Hund als Welpen zu uns gekommen ist, war unser Seniorkater schon 17 Jahre alt und unsere zweite Katze ein Jungspund von 2. Es war äußerst lustig, den dreien zuzuschauen. Unser Junior saß drei Tage mehr oder weniger auf dem Kratzbaum und hat das komische vierbeinige Wesen mistrauisch beäugt. Unser Senior war souverän und hat dem Herrn Jungspund erst mal erklärt, dass er hier der Boss ist und dass er es nicht leiden kann, wenn er wie eine verrückte Nudel um ihn rum hüpft. Das setzte dann ganz kurz links und rechts zwei Pfotenhiebe (ohne Krallen) und ein genervtes Fauchen und Brummeln und damit war klar, Benny ist der Boss. Das ging so weit, dass der Kater vor dem Hund alles fressen konnte und er brav gewartet hat und als es mit Benny leider drei Jahre später zu Ende ging, der Hund ihn "in den Tod begleitet" hat. Er war immer in seiner Nähe, hat seinen Kopf zu ihm gelegt und war ausgesprochen liebevoll zu ihm und er hat getrauert, als Benny nicht mehr da war.
    Unser Junior hat sich nach drei oder vier Tagen überlegt, dass es eigentlich doch blöd ist, immer auf dem Kratzbaum zu sitzen, während die anderen beiden da unten Spaß haben. Also ist er auch runter und hat den Hund beschnuppert. Der wusste ja inzwischen, dass Katze mit Vorsicht zu behandeln ist und sie haben sich friedlich beschnuppert. Allerdings hatten die beiden nie so einen guten Draht zueinander. Schon gar nicht mehr, als der Junior anfing den Senior zu beißen und kratzen. Drum musste unser junger Kater dann auch umziehen. Hat allerdings den Jackpot gewonnen, weil da, wo er hingekommen ist, das ganze Leben ausschließlich nach ihm ausgerichtet wird.

    Nach Bennys Tod sind dann unsere beiden jetzigen Katzen Numa und Nando (wenn er was angestellt hat, dann heißt er Fernando Torres) eingezogen und der Hund musste sich an die beiden Kitten gewohnen. Heute sieht das so aus, dass der Kater von Hundes Gnaden geduldet ist und Madam die Herrin des Hauses ist. Ihr gegenüber benimmt er sich wie damals Benny und verteidigt sie auch.
    Ich seh auch kein Problem, Hund und Katze aneinander zu gewöhnen, vor allem, wenn sich der Hund eh nicht so für Katzen interessiert.
     
    #14
  15. 27.01.14
    LottaXY
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    LottaXY kocht & backt glutenfrei

    Ach Martina,
    die ganzen hier beschrieben Erfahrungen sind doch alle sehr positiv =D. Das freut mich!!

    Wann würde Maya denn bei euch einziehen?

    Liebe Grüße
    Lotta
     
    #15
  16. 27.01.14
    shopgirlps
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    shopgirlps

    @ Karin: Ja, das war ein Spontanentschluß meinerseits zum "Anschauen" des Hundes als ich ihn am Samstag morgen ganz "frisch" auf der HP des Tierheims gesehen habe. Das mit dem Probevermitteln verstehe ich auch nicht, da ich das gleiche auf der HP gelesen habe. Soweit ich weiß, hat aber die Tierheimleitung gewechselt und vielleicht waren die anderen "Probefälle" ja noch unter der alten Leitung. Keine Ahnung!!!

    Mir ist schon klar, daß gerade auch so ein Hund aus dem TH und mit dem Hintergrund als Straßenhund (ist zwar schon 6-7 Jahre her aber trotzdem) noch ein paar Eigenheiten haben kann. Gerade deshalb bin auch etwas vorsichtig und wäge ab, denn sowohl dem Hund wie auch uns und den Kindern möchte ich eine unnötige Trennung ersparen. Bin halt am Überlegen, ob tatsächlich "WIR" ihm gefallen oder ob er mit jedem mitgehen würde, der hinten bei ihm die Leine führt!!! ;) So richtig reagiert er ja nicht, wenn ich ihn rufe, für ihn ist halt das Spazierengehen bzw. Rauskommen aus der TH-Box wichtig. Er schaut uns schon an und reagiert, besonders wenn wir dann die Leckerlis auspacken, aber mehr kann man halt bei einem Sparziergang, wo man den Hund nicht ableinen kann nicht austesten. Ich hoffe, Du verstehst irgendwie wie ich das meine!!

    @ Beate: Das klingt ja auch aufregend und lustig zugleich, was Du da über Eure tierischen Mitbewohner schreibst. So ähnlich stelle ich es mir auch vor, wobei hier wahrscheinlich keiner so cool wäre, gleich dem Hundi die Stirn zu bieten. Mit der Zeit wahrscheinlich schon, wenn sich herausstellt, daß von dem neuen Mitbewohner keine Gefahr ausgeht. So war das bei der Vergesellschaftung unserer dritten Katze hier auch. Aber so richtig warm wurden alle drei nie miteinander. Aber wie gesagt, daß sind sich unsere beiden Ältesten - obwohl Katzengeschwister - auch nicht.

    @ Lotta: Ich habe mich jetzt schon für Freitag, Samstag und Sonntag zum Spazierengehen angemeldet, d.h. für diese Termin ist Maya fest für uns reserviert. Die TH-Leiterin hat dann schon gestern Abend gesagt, wenn der Freitag gut läuft, könnten wir Maya evtl. dann am Samstag morgen abholen und sie dann abends so gegen 17 Uhr wieder hinbringen. Dann hätten wir wenigstens mal einen ganzen Tag hier vor Ort und könnten testen, was die Katzen dazu sagen bzw. wie Maya auf unsere Katzen speziell reagiert. Außerdem könnten wir sie hier im Haus auch mal ableinen und schauen, wie sie so auf uns reagiert.
     
    #16
  17. 27.01.14
    alexa
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    alexa

    Unser dritter Hund kommt ja auch aus dem Tierschutz. Wir konnten ihn nicht mal live anschauen, da er aus Spanien kam und der Kontakt vorab ja nur übers Internet möglich war.
    Tja, der Hund war natürlich ganz anders, als beschrieben, was mir allerdings klar war, da ich die Rasse vorher schon kannte. Aber jeder unbedarfte Windhund-Laie wäre vermutlich an diesem Hund verzweifelt, wenn er nur einen Funken dessen geglaubt hätte, was in der Beschreibung der Tierschutzorga stand...

    Ich will damit sagen: Ein Tierschutzhund ist immer eine "Wundertüte" und ich finde, wenn man einen Tierschutzhund zu sich nimmt, muß man auch damit rechnen, daß er gewisse Eigenheiten aus seinem früheren Leben mitbringt, mit denen man dann leben können muß, sofern man sie nicht erzieherisch in den Griff bekommt.

    Du hast ja im Eingangspost geschrieben, daß Du früher immer Hunde hattest. Ich denke, dann wirst du an diesem Probetag bestimmt erkennen können, ob der Hund irgendwelche Eigenheiten hat, die nicht in Eure Familie passen. Die Katzen sind - so glaube ich jedenfalls - kein Problem. Ob der Hund ansonsten mit Euch harmoniert, wird sich zeigen. Ich drück auf jeden Fall die Daumen für alle Beteiligten, daß ihr die richtige Entscheidung trefft! :)
     
    #17
  18. 03.02.14
    Karin1301
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    Karin1301 Muttifunktionstalent

    Hallo Martina!

    Magst du mal von dem gemeinsamen Wochenende berichten? Wie ist es gelaufen? Bin ganz neugierig jetzt!
    :rolleyes:
     
    #18
  19. 03.02.14
    shopgirlps
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    shopgirlps

    Hallo Karin,

    leider ist aus dem gemeinsamen Wochenende nichts geworden. Am Donnerstag Abend als ich von der Arbeit nach Hause kam, rief das TH an und teilte mir mit, daß Maya vermittelt wäre und schon am nächsten Tag abgeholt würde. Die anderen Interessenten wären eben dreimal in dieser Woche da gewesen und es hätte super geklappt. Und da ich ja erst am Freitag wiederkommen wollte ...!! Ich war ziemlich sauer und habe ihr (es war die Leiterin des TH selbst) entgegengehalten, daß es ihr eigener Vorschlag war, daß ich Freitag und evtl. weitere Tage wiederkommen sollte. Sie suchte nach fadenscheinigen Ausflüchten, denen ich aber nicht zustimmen konnte und meinte dann, daß für mich die Sache erledigt sei. Mir kam es so vor, als ob sie das Tier nur schnell vermitteln wollten, alles andere war wohl egal. Sie betonte allerdings noch, daß es nichts mit uns im Speziellen zu tun gehabt habe!!!

    Wir haben uns jetzt im TH in Kaiserslautern nach einer anderen Hündin erkundigt und waren auch am Samstag bei strömendem Regen dort Gassi:

    Tierschutzverein Kaiserslautern: Chayenne

    Sie war auch superlieb und hatte auch keinen charakteristischen Hütetrieb. Aufgrund ihres Alters von 8 Jahren war sie auch eher gemächlicher Natur. Nur leider waren da auch schon am Samstag morgen vor uns Interessenten da, die sie auf jeden Fall haben wollen. Zeitlich gesehen kommen wir also nach denen und die haben schon einen Hund aus dem TH Kaiserslautern und wollen nun noch einen weiteren Hund für die Tochter. Von daher haben sie wohl einen Vorteil uns gegenüber. Wir haben trotzdem ein Interessentenformular mit Selbstauskunft ausgefüllt. Außerdem dürfen wir am Mittwoch die Hündin morgens abholen und abends wieder ins TH verbringen. Hoffentlich überlegen die es sich nicht auch noch anders!!! Ich habe mir halt gesagt, wer nicht kämpft hat gleich verloren und daher haben wir auch unbedingtes Interesse an der Hündin bekundet, auch wenn die anderen wohl die besseren Karten haben. Mal schauen!!!

    Bin mal gespannt, was unsere Katzen am Mittwoch dazu sagen. Wir können also gut noch ein paar Daumendrücker gebrauchen!!!!! =D
     
    #19
  20. 03.02.14
    Manrena
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    Manrena

    Ach Martina,das was Du da schreibst habe ich auch genau so erlebt und fand das sooo ungerecht.....Ich wünsche Dir alles Gute und wenn es nicht dieser Hund wurde,wartet bestimmt ein anderer auf euch.
    LGRena
     
    #20

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