Babybrei - Neuling am TM 3300

Dieses Thema im Forum "TM 3300: Fragen und Hilfe" wurde erstellt von Jannis08, 01.02.09.

  1. 01.02.09
    Jannis08
    Offline

    Jannis08 Inaktiv

    Hallo zusammen,

    wie bereits irgendwo in diesem Forum erwähnt (ich blicke nicht durch :rolleyes:), ich habe meiner Schwiegermutter den TM 3300 "entwendet" und möchte nun für meinen Sohn Jannis Babybrei kochen. Er mag absolut keine Stückchen, sodass ich den Brei noch pürieren muss.
    Nun hat meine Schwiegermutter nochmal gesucht und zwei Einsätze gefunden. Einen aus braunen Plastik und einen aus Edelstahl? (Der ist silberfarbend).

    Ich finde nicht wirklich ein Grundrezept für Gemüsebrei (Gemüse-Fleisch-Brei), komme auch mit diesen Umrechungstabellen nicht klar, konnte noch kein Buch "Thermomix Baby-Nahrung" im Internet ergattern und meine Frustration steigt. Ich will kochen, habe gestern frisches Gemüse gekauft und kann es nicht. :-(

    Ich habe einige Fragen, die ich nun einfach mal loswerde:
    - Wie viel Gramm Gemüse kann ich in welchen Behälter machen? I den braunen oder in den silberfarenden?
    - Wieviel Wasser gebe ich dazu?
    - Kann ich da auch schon Rapsöl und Apfelsaft dazugeben, oder besser erst, wenn der Brei fertig ist?
    - Welche Temperatur?
    - Welche Stufe?
    - Wie lange?
    - kann ich das Fleisch roh zu dem Gemüse geben?

    Hilfe :confused:

    Danke, liebe Grüße
    Jannis Mama
     
    #1
  2. 01.02.09
    Fledermaus
    Offline

    Fledermaus

    Hi Jannis Mama,

    würd Dir ja gerne helfen, kenne aber den TM 3300 leider überhaupt nicht,
    und meine Kids waren totale Babybrei-Verweigerer...
    Sicher findet sich hier aber noch eine nette Hexe, die Dir weiterhelfen kann!
     
    #2
  3. 01.02.09
    bianca
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    bianca

    Hallo,
    ich habe damals, als ich noch keinen TM 31 hatte, den 3300 von meiner Schwägerin bekommen, extra für die Breie zu kochen.
    Ich habe einfache Babybreie im Netz gesucht und die darin gekocht. Da kannte ich den WK noch nicht.
    Ich habe Gemüse, Kartoffeln und Fleisch alles zusammen gekocht. Auch schon Rapsöl und Apfelsaft hinein und eingefroren. Da gibt es aber viele unterschieldiche Meinungen.
    Manche geben Saft und/oder Öl erst später hinein.
    Versuche es einfach aus. Falsch kann man da eigentlich nichts machen.
    Gruß Bianca
    (vielleicht findest Du bei Chefkoch passende Gerichte, ich meine ich hätte die dort her, die kann man auch auf gewünschte Menge ausdrucken):binky:
     
    #3
  4. 01.02.09
    tihv
    Offline

    tihv

    #4
  5. 10.02.09
    eumel
    Offline

    eumel

    Hallo Jannis-Mama,

    es wäre leichter, Dir einen Rat zu geben, wenn ich wüßte, wie alt Jannis ist... Aber es wird auch so klappen
    Nur Mut! Man kann gar nicht wirklich viel falsch machen.

    In der ersten Phase des Brei-Fütterns kommt kein Fleisch dazu. Ausschließlich Kartoffeln und Gemüse. Gerade in dieser Zeit brauchen die Kleinen keine Geschmacks-Vielfalt. Im Gegenteil!! Darum kann man auch einige Zeit bei einer Gemüsesorte zb. Möhren bleiben. Am sinnigsten ist es natürlich saisonales Gemüse zu kaufen. Schon alleine wegen der Vitamin- und Nährstoffgehalte. Ich habe mit der Möhre angefangen, weil die schön süßlich schmeckt und schon alleine deshalb von den Kleinen leicht akzeptiert wird. Kohlrabi war mir zu Kohl-(mit allen Nebenwirkungen)- lastig und Pastinake ist nicht immer zu bekommen. Als zweites Gemüse aber prima.

    Bei der Lektüre von Babykost wird man eigentlich nur total verrückt gemacht. Jeder schreibt was anderes und überall fehlt die Begründung warum was sein muß und das andere nicht sein darf. Warauf soll da eine frische Mama bloß achten

    Meine Erfahrung: mach einfach, was Dir gerade richtig erscheint. Wie gesagt, es gibt kein falsch.

    Bei der allerersten Babybrei-Herstellung habe ich mich an ETWA 100g Gemüse und 60g Kartoffeln gehalten. Für ca. 1 Woche ist die Mischung genug Veränderung für die Kleinen.
    In der zweiten Woche habe ich einen kleinen Schluck (etwa 5g) Rapsöl dazugetan. Bei dem Öl habe ich darauf geachtet, dass es raffiniert ist und NICHT kalt gepresst. Bein Raffinieren werden nämlich evtl. vorhandene Rückstände von Pflanzenschutzmitteln oder Schwermetallen gleich mit entfernt.

    Nach einem Monat habe ich etwa 20-30 g mageres Fleisch (Pute oder Huhn) dabei getan. Gleichzeitig einen Schluck (10g) Vitamin-C-reichen Saft. Dadurch wird die Eisen-Aufnahme aus dem Fleisch begünstigt.

    Das ganze mache ich auch heute noch in etwa so. (Unsere kleine Kröte ist jetzt ein Jahr alt). Aber halt nicht mehr sooo nach Tabelle. Von Mal zu Mal bin ich immer lockerer mit den einzelnen Mengenverhältnissen geworden. Sind mal nicht so viele Kartoffeln da, ist das Ganze halt was Gemüse-lastiger oder umgekehrt. Und wenn dann doch kein Fleisch mehr in der Truhe war. Dann gab es halt mal zwei Tage keines dabei.

    Wir Mamas machen uns doch viel zu jeck mit diesen genauen Vorgaben. Wir essen doch auch nicht nach Gramm-Vorgaben, sondern halt so, wie es gerade mit dem Löffel auf dem Teller verteilt wird. Und ob wir nun zwei Gabeln mehr oder weniger essen tut doch nichts.

    Du hast aber auch noch gefragt, wie Du mit dem Mixer das alles zubereiten kannst.
    ? Wieviel Gramm?
    -Du solltest immer nur für zwei, maximal drei Tage den Brei herstellen, weil er so auf jeden Fall noch frisch ist. Dadurch ergibt sich die Zutaten-Menge je nach Alter des Kindes von selbst.
    ? Welchen Topf?
    - ich kenne den TM 3300 nicht, aber einfach so nach Gefühl würde ich den silbernen Topf nehmen. Schließlich haben die Folgemodelle auch nur noch einen Edelstahltopf
    ? Wieviel Wasser?
    - 0,5 Liter Wasser kommt in den Topf.
    Vorher schredderst Du aber alles klein. Beim neuen Modell Stufe 5 für etwa 3-4 Sekunden. Bei Deinem mußt Du es einfach ausprobieren. Die Stücke sind jetzt etwa so groß wie bei einem groben Rohkostsalat. Die "Rohkost" füllst Du in den Siebeinsatz um, dann kommt das Wasser in den Kessel, der Siebeinsatz rein, Deckel drauf und anschalten.
    ? Wann kommt die Flüssigkeit dazu?
    - Saft und/oder Öl erst am Ende dazu geben
    ? Welche Temperatur/ Wie lange?
    - je nach Füllmenge 15 - 20 Minuten auf Varoma alles dünsten lassen.
    Falls Dein Modell noch kein Varoma hat: dies entspricht etwa 100° aber ist eine Art "Schnellkochplatte", heißt, die Temperatur wird schneller erreicht, wenn man auf Varoma schaltet, statt auf die 100°. Also, wenn Du es nicht hast, verlängere die Garzeit eben um ein paar Minuten. Mach einfach einen Biß-test, ob alles gar ist. Das ist schließlich das Ziel.
    ? Welche Stufe?
    - Während dem Dünsten reicht die kleinste Stufe: 1
    ? Wann das Fleisch dazu?
    - klaro, gleich alles rein in den Topf: Fleisch - egal ob frisch oder noch gefroren - , Gemüse und Kartoffeln. Alles zusammen schreddern wie oben beschrieben. Wird ja dann alles gedünstet und ist somit gleichzeitig fertig.
    ? Wie geht es dann weiter?
    - Nach dem Dünsten holst Du den Siebeinsatz raus, fängst die Brühe, die sich im Topf gebildet hat auf und kippst den Inhalt des Siebeinsatzes in den leeren Topf zurück. Öl, Saft und etwas von der Brühe wieder dazugießen und ein paar Sekunden auf höchster Stufe zu einem Brei pürieren. Abkühlen lassen und fertig.

    Wie Du merkst, ganz einfach.
    Verschiedene Rezepte lassen sich durch den Austausch von Gemüse, Fleisch oder zb. Verwenden einer Süßkartoffel genauso herstellen. Ein Rezeptbuch ist nicht unbedingt nötig. Und die Mengen wirst Du nachher genau wie bei der normalen Familienküche eben so nehmen, wie es sich ergibt und was gerade so da ist und weg muß.
    Ach ja, was Deinen Wunsch nach einem Rezeptbuch betrifft, ich habe gemerkt, dass ich eigentlich gar keins gebraucht hätte. Außer den Ratschlägen, was die Kleinen gar nicht essen dürfen ( Honig etc.) war da meiner Ansicht nach nichts lebensnotwendiges drin. Wenn Du aber trotzdem das neue TM-Kochen für Knirpse haben möchtest, schreib mir eine PN, dann kann ich das Dir sicher über meine Vorwerk-Vertreterin neu beschaffen. Die gibt`s nämlich nur selten bei ebay und dann oft gebraucht noch teurer als sie neu kosten.

    Viel Spaß beim Mix-Kochen
    Eumel
     
    #5
  6. 10.02.09
    philothea
    Offline

    philothea Perle

    Hallo, der Einsatz aus braunem Plastik ist nur zum kalt Abgiessen, er verträgt keine Hitze.

    Der Einsatz aus Edelstahl ist zum Dampfgaren. Dort kannst Du alle Zutaten zusammen reingeben, und unten muss unbedingt Wasser eingefüllt werden.

    Beispiel siehe hier:
    http://www.wunderkessel.de/forum/so...fischfilet-reis-gemuese-frischkaesesosse.html

    Das geht auch beim TM 3300.

    Den silbernen Behälter kannst Du voll machen, egal mit was. Auch das Fleisch oder Fisch kannst Du roh dazugeben.
    Öl würde ich erst zum Schluss zugeben, um die Inhaltsstoffe zu schonen.

    Es funktioniert einwandfrei mit 100 Grad bei etwa 25-30 Minuten.
    Wassermenge etwa 500 ml. Nach Ende der Garzeit Wasserstand prüfen, und den Inhalt des Einsatzes in den Mixtopf kippen und pürieren.

    Probier einfach aus, mit dieser Methode kann nichts schief gehen!
     
    #6
  7. 17.04.09
    Pheope
    Offline

    Pheope

    ehm sorry, aber da muss ich dir mal ganz kräftig wiedersprechen!

    1. dauerhaft bei karotte zu bleiben ist nicht so toll, denn in karotte ist sehr viel nitrit/nitrat enthalten, was für das baby überhaupt nicht gut ist.
    deswegen auch gerne zucchini oder hokaidokürbis nehmen.

    2. entgegen altverbreiteter lehre ist es wohl nach neueren erkenntnissen so das man seinem kind duraus abwechslung und geschmacksvielfalt bieten sollte.
    das heißt aber nicht das man jeden tag was anderes füttern soll.
    jede neue zutat wird 1 woche lang eingeführt, um sicher zu gehen das es dem kind auch bekommt!

    3. geschmacksvielfalt
    sorgt jetzt schon dafür das das kind später auch vielfältig isst. wenn ein kind jetzt einseitig ernährt wird, wird es später schwer sein es an andere sachen zu gewöhnen.

    4. kinder brauchen sehr wohl fleisch oder eine gute alternative!
    in jedem mittagsbrei sollte fleisch enthalten sein! oder flesich sollte durch hirse oder hafer erstetzt werden, wobei aber in hafer gluten enthalten ist und man deswegen hirse bevorzugen sollte.


    5. lediglich die ersten 2 breiwochen
    werden ohne fleisch gefüttert, denn man führt ja jede woche nur eine zutat ein.

    so wird begonnen brei zu füttern:

    1. woche: entweder karotte, pastinake, zucchini oder hokaidokürbis
    mit 4-5 löffelchen anfangen und täglich steigern!
    dazu auf ca. 200g 1EL Rapsöl oder 8g Butter

    2. woche: zu dem bisherigen gemüse gibts dann kartoffeln dazu
    100g gemüse, 50g kartoffel, öl nicht vergessen!

    3. woche: ab jetzt kommt flesich dazu 20g am besten mit geflügel
    anfangen und dann zum rind übergehen (wichtig für den eisenhaushalt!)
    ab jetzt immer ein bischen hochwertigen apfelsaft hinzu, ca, 2-4 EL
    öl nicht vergessen.
    das ist eine portion, mit wasser bis 190g auffüllen!
     
    #7
  8. 22.04.09
    eumel
    Offline

    eumel

    Hallo nochmal,

    oh je, jetzt widerspricht sich so langsam alles.
    Ich kann Dir nur raten, zu machen, was Deinem Kind gut tut und wobei es sich wohl fühlt!

    Ob Du jetzt monatlich oder wöchentlich die Mahlzeiten erweitern sollst wird wohl auch in jedem Buch anders stehen. Ich glaube, ich hatte nachher 5 oder 6 Bücher und dort stand meistens monatlich drin - und wenn nicht: mein Kind hat es überlebt und strotzt vor Gesundheit und viel zu gutem Appetitt. Doch zurück zu den ganzen Ratschlägen.Fragst Du 10 Leute, werden die mindestens 15 Meinungen haben. Daran merkt man doch, dass Kinder keine Stoppuhr brauchen und diese "Vorschriften" Doch nur Blödsinn sein können.
    Wenn Mütter nichts besseres zu tun haben, als sich irgendwelchen Zwängen von scheinbaren Fachleuten und Autoren zu unterjochen sind sie es wirklich selber schuld. Damit macht man sich bloß verrückt.

    Probier halt einiges aus. Wenn dein Kind irgendetwas nicht mag, wird es Dir das schon deutlich machen. Und sei es in der Art, dass es alles wieder ausspukt oder durch die Küche wirft. Viele Kinder bekommen von Apfelsaft auch ganz heftigen Durchfall. Paß aulso auf und fange mit neuen Sachen nur langsam an. So kannst Du besser unterscheiden, was genau besser oder schlechter vertragen wird. Änderst Du die Zutaten gleich von Beginn an täglich, ist diese Beurteilung fast unmöglich.

    ABer Dein Beitrag ist ja inzwischen auch schon ein paar Monate alt. Du wirst Deine Erfahrungen gemacht haben und Ernährungstechnisch auch schon viel weiter sein als beim ersten Brei. Erzähl doch mal, wie es gelaufen ist.

    Grüße
    Eumel
     
    #8

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