Bärlauch und Fuchsbandwurm?????

Dieses Thema im Forum "Fragen und Tipps zu Nahrungsmitteln und sonstigen Themen" wurde erstellt von Nachtengel, 06.04.15.

  1. 06.04.15
    Nachtengel
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    Nachtengel

    Einen wundervollen guten Abend,

    gestern bekam ich vom Osterhasen eine Weck-Zeitschrift geschenkt.
    Unteranderem war Bärlauch DAS Thema..

    Und so beim Blättern.. ja ich würde es auch mal gerne probieren; dieses Gewächs scheint ja in lichten Mischwältern ( oder so zwischen den Birken; aber ich gebe zu.. ich bin da wahrlich kein Profi).

    Doch wie handhabt Ihr das in Sachen Fuchsbandwurm??

    Kann man diese Pflanze irgendwie "abkochen"? Ich meine, schliesslich kann ich auch auf dem Markt nicht unbddingt davon ausgehen, dass es riesige Felder hat? Oder doch??



    Es ist ja so: Einmal Fuchsbandwurm>>> immer diesen Parasit in sich.:eek: Mit all den mit Maden gefüllten Zysten.. ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄH:X3::X3::X3::X3::X3::X3::censored::censored::censored::censored::censored::censored::censored:



    Wie da Eure Haltung ?
    Also so gerne ich es mal probieren würde, aber so lange nicht gekocht.. verzichte ich doch lieber auf den Genuß.

    Vielleicht weiss jemand einen guten Rat, wie man trotzdem diese Zutat schmackhaft und auch GESUND zubereiten kann :whistle:?

    Ich freue mich auf Euch, herzlichst Tatjana
     
    #1
  2. 06.04.15
    tanue
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    tanue

    Hallo!

    Also ich wohne in Süddeutschland und damit in einem Gebiet wo der Fuchsbandwurm "vermehrt" vorkommt.
    Als ich in den 80er/90ern Kind war, war das noch überhaupt kein Thema und wir haben alles gegessen, was es essbares im Wald zu finden gab. Dann war das Thema ganz groß in der Presse, also haben wir uns auch verrückt machen lassen und keine Waldfrüchte mehr gegessen. Vor ungefähr 10 Jahren hat mir ein Jäger gesagt, dass dieses Thema total aufgebauscht wird und die Wahrscheinlichkeit sich mit Fuchsbandwurm anzustecken absolut minimal ist. Wenn man danach googelt wird das auch bestätigt.
    Seither esse ich wieder Waldfrüchte und erlaube es auch meinen Kindern.
    Wenn tatsächlich ein wurmbefallener Fuchs an einem Spazierweg sein Geschäft verrichtet hat, muss man nicht einmal Früchte essen um sich anzustecken. Allein das Einatmen von eventuell aufgewirbeltem infiziertem Staub kann schon reichen. So hat es mir der Jäger (der auch noch HNO Arzt ist) gesagt.
    Wie das speziell mit Bärlauch ist, weiß ich nicht. Aber da Füchse überall hinkommen, ist auch Bärlauch vom Feld nicht "sicher"
    Ein Leben ohne jedes Risiko gibt es nicht. Und das Risiko sich mit Fuchsbandwurm zu infizieren ist so klein, dass ich es getrost eingehen kann.
     
    #2
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  3. 06.04.15
    Nachtengel
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    Nachtengel

    Einen wundervollen guten Abend,

    hmm.. man liest auch, dass man die Dunkelziffer mehr als dreimal so viel beträgt..
    Das Einatmen bezieht sich ( so habe ich das verstanden) eher auf die Jäger u. Landwirte..
    Zumal es erst seit 2001 meldepflichtig ist.. die Beschwerden allerding auch erst so nach 10- 15 Jahre bemerkbar machen. Sie wachsen offensichtlich nicht so schnell..

    Von daher überwiegt die Skepsis..

    Hmm..

    Herzlichst Tatjana
     
    #3
  4. 06.04.15
    Maunic
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    Maunic

    Hallo,

    ich kaufe immer Bärlauch beim Gemüsehändler. Das gibt mir aber nicht die Garantie, dass da nix dran ist. Mittlerweile gibt es aber überall Füchse, nicht nur im Wald, sondern auch in der Ebene und auf den Gemüsefeldern. Somit fallen auch Erdbeeren, Salat und Co. unter dieses "Risikogebiet"....
     
    #4
  5. 06.04.15
    Nachtengel
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    Nachtengel

    Einen wundervollen guten Abend,

    ja.. da gebe ich Dir Recht: Erdbeeren, Salat.. wo hört es auf.. wo beginnt es??



    Herzlichst Tatjana
     
    #5
  6. 06.04.15
    tanue
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    tanue

    Hallo Tatjana!

    Klar sind Jäger und Landwirte eher betroffen, da sie ja tagtäglich im "Risikogebiet" stundenlang arbeiten. Aber Spaziergänger atmen in der Regel doch auch... Sobald man "Fuchsgebiet" betritt, völlig egal was man dort tut, geht man das Risiko ein. Als Laie tritt man vermutlich sogar noch eher in Fuchskacke oder Überreste davon, weil man es überhaupt nicht als solche erkennt.
    Ich lasse meine Kinder nicht ohne Sturzhelm Rad fahren und schnalle sie im Auto IMMER an, aber ob sie sich auf dem Spielplatz eine Zecke holen die evtl. eine Krankheit überträgt oder sich im Wartezimmer beim Arzt etwas schlimmes einfangen oder beim Waldbeeren essen Fuchsbandwurm bekommen, gehört für mich zum Risiko des Lebens. Darauf hat man nicht wirklich Einfluss.
    Wie Maunic sagt, müsste man ja bei allen Freilandgemüsen aufpassen. Muss aber natürlich jeder selbst wissen.
     
    #6
  7. 06.04.15
    Chou-Chou
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    Chou-Chou Chou-Chou

    Hallo Ihr Lieben,
    der Fuchsbandwurm ist auch immer so ein Thema, über das ich hin und wieder nachdenke.
    Allerdings muss man ja nicht unbedingt in die Fuchs- Kacke treten oder befallenen Staub einatmen, es gibt ja auch z.B. Fliegen und sonstige Getiere, die sich darauf setzen und nachher vielleicht über die Früchte oder den Bärlauch krabbeln?!?
    Ich pflücke jedenfalls weiterhin meinen Bärlauch im schönen tiefen Eifelwald, wasche ihn gründlich und denke über die Risiken im Leben genauso wie Tanja. Man kann sich einfach nicht vor allem schützen, aber mit Fahrradhelm fahre ich übrigens auch.
    Ich hoffe, Ihr hattet alle ein geruhsames Osterfest.
    Guten Start in die neue Woche und liebe Grüße
    Chou-Chou
     
    #7
  8. 06.04.15
    Nachtengel
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    Nachtengel

    Ein fröhliches Hallo,

    vielen Dank für Euer Feedback.

    Ist schon so, gegen alle Eventualitäten kann man sich nicht schützen.. doch bei dem Fuchsbandwurm empfinde ich es als eine Art Helm .. Aber das ist natürlich mein persönliches Gefühl.. und ich habe mich ja ganz bewusst an Euch gewand.

    Danke, herzlichst Tatjana
     
    #8
  9. 07.04.15
    simsl
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    simsl

    Hallo Nachtengel,

    ich wohne auch in Süddeutschland. Persönlich kannte ich bisher nur eine Person, die an Fuchsbandwurm verstorben ist. Damals habe ich mir auch mehr Sorgen um die kleinen Parasiten gemacht. Bin wieder entspannt. Ich arbeite in einem Krankenhaus und dort werden nicht viele Patienten auf Fuchsbandwurm behandelt.
    Ich kann mich nur Tanue anschließen, mir hat ein Jäger die Ansteckungsquellen genauso erklärt. Ich pflücke meinen Bärlauch weiterhin im Wald. Erdbeeren etc. esse ich auch aus dem Garten, weil auch dort kommt der Fuchs hin. Wie also, kann ich mich 100% gegen den Fuchsbandwurm schützen?
    Aber es ist wie mit allem im Leben, jeder so, wie er es für richtig hält!
     
    #9
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  10. 07.04.15
    Chefine
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    Chefine

    Hallo,

    ich selbst pflücke meinen Bärlauch in einem Wald in dem nicht nur der Fuchs herum wuselt, sondern auch anderes Getier. Schützen kann man sich eh nicht vor allen eventualitäten. Deswegen schließe ich mich Simsl und Tanue an, es ist sehr unwahrscheinlich, dass man sich mit dem Fuchsbandwurm ansteckt.
    Ich gebe mal ein kurzes Beispiel, dass das Leben eh nicht ohne Risiko ist: Ein Freund von uns lag vor Weihnachten im KH weil er sich beim Auskehren einer Scheune den Hunter-Virus eingefangen hatte. Ihm ging es über 4 Wochen so schlecht, dass man ihn anschließend für 2 Wochen im KH behandelt hat und er nochmals 6 - 8 Wochen zu Hause gebraucht hat, bis er wieder richtig fit war.

    So Tatjana nun zu deiner Frage, ob man Bärlauch auch irgendwie abkochen kann und dann verarbeiten kann. Ja, laut einem alten Buch von meiner Tante, die dieses Buch von ihrer Schwiegeroma bekommen hat (also wirklich schon sehr alt), steht, dass man Bärlauch wie Spinat abkochen kann und dann kleinschreddern kann und ihn dann so auch portionsweise einfrieren kann. Das habe ich auch schon gemacht. Ich gehe her Blanchiere meinen Bärlauch ca 3 - 5 Min in einem Topf mit Natron drin. Dann wird der Bärlauch abgegossen und kleingeschreddert (TM), anschließen gebe ich diese Masse in Eiswürfelbehälter und froste sie ein. Nehme die gefrorenen Teile heraus und gebe sie in Gefrierbeutel. Einzeln zu entnehmen. So gebe ich ab und an auch Bärlauch in Soßen oder in Kräuterbutter. Dieses Jahr werde ich einiges an Kräuterbutter machen und dann ab in die Gefriertruhe :rolleyes:
    Außerdem steht noch Bärlauch-Salz und Bärlauch in allen Variationen auf meinen Plan, ich freue mich auf die Bärlauchsaison, die bei uns in der doch etwas kühleren Rhön noch nicht begonnen hat. Morgen werde ich mit einer Freundin das erste Mal an meinem schönen Fleckchen schauen gehen, ob er schon weit genug ist.

    Achja hier im Kessel schwirrt eine mega leckere Bärlauchsuppe herum, die ich jedes Jahr meinem Sohn als Aliensuppe verkaufe, damit er diese auch isst.

    LG Andrea
     
    #10
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  11. 07.04.15
    Nachtengel
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    Nachtengel

    Einen wundervollen guten Morgen Andrea,

    hab vielen Dank für den Rat aus dem alten Buch!!:))

    Spitze!

    Dir einen tollen Start in die neue Woche, herzlichst Tatjana
     
    #11
  12. 07.04.15
    Chou-Chou
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    Chou-Chou Chou-Chou

    Hallo Andrea,
    den Tipp der Vorfahren finde ich eigentlich auch gut. Mir stellt sich allerdings die Frage:
    zerkocht man da nicht die wichtigsten "Bestandteile" vom Bärlauch? Vielleicht kann
    das hier jemand beantworten. Es ist ja eigentlich so, dass man in "früheren Zeiten"
    weniger über Vitame usw. wusste. Denkt nur mal daran, wie zu Zeiten unserer Omas
    noch den ganzen Vormittag über der Sonntagsbraten samt Gemüse usw. auf dem
    Herd rumgebrutzelt hat.:oops::eek:(n)
    Liebe Grüße
    Chou-Chou
     
    #12
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  13. 07.04.15
    Chefine
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    Chefine

    Hallo Chou-Chou,
    wie das natürlich mit den Vitaminen aussieht, kann ich dir nicht beantworten. Geschmacklich tut es dem Bärlauch keinem Abbruch.
    LG Andrea
     
    #13
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