Barfen/Rohfleischernährung für Katzen

Dieses Thema im Forum "Fellkinder" wurde erstellt von shopgirlps, 08.03.12.

  1. 08.03.12
    shopgirlps
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    shopgirlps

    Hallo,

    aufgrund akuter Probleme mit einem unserer Kater bin ich gerade dabei, mich übers Thema "Barfen" zu informieren. Ich habe mich gestern auf der HP "Dubarfst" angemeldet und mir gleich die Infobroschüren nebst Kalkulator im Lizenzbereich heruntergeladen. Eine erste Lektüre gestern Abend war recht informativ und einleuchtend.

    Aber kurz zur Erklärung, warum ich unsere Katzen gerne auf Rohfleischnahrung umstellen würde:

    Zu unserem Haushalt gehören 3 Stubentiger:

    Mausi ( knapp 11 Jahre alt, TH-Katze, kastriert, schwarz-weiß)
    Berti (knapp 11 Jahre alt, TH-Kater, kastriert, rot getigert)
    Balu (ca. 5 Jahre alt, TH-Kater, grau-beige getigert)

    Berti und Mausi sind Geschwister und sie wohnen seit nunmehr 10 Jahren bei uns. Balu ist unser Neuzugang aus dem TH seit 11/2011.

    Alle 3 Katzen sind reine Wohnungskatzen.Berti und Mausi haben keinerlei gesundheitlichen Probleme, allerdings Balu.

    Über Balu bin ich zum Thema Barfen gekommen. Er hat starke Magen-Darm-Probleme. Wir haben ihn erst seit 11/2011 und haben schon enorme Mengen an Geld für TA ausgegeben. Er hat immer mal wieder Episoden des Erbrechens mit starken Schmerzen im Magen-Darm-Bereich. Ein Rundumcheck beim TA mit großem Blutbild, Ultraschall, Röntgen, Urinuntersuchung hat keinerlei Anhaltspunkte ergeben.

    Es gibt dann wieder Phasen von ca. 2-3 Wochen, wo alles normal ist und er kein Erbrechen zeigt. Dann wiederum kommt alles plötzlich wieder hoch, im wahrsten Sinne des Wortes. Gerade momentan ist er wieder total "down" und wir waren diese Woche bereits wieder 2 x beim TA. Er hat AB, Schmerzmittel etc. bekommen - das volle Programm - und frißt jetzt wenigstens seit gestern wieder. Außerdem habe ich im Internet flüssiges Propolis zur Unterstützung des Immunsystems bestellt und gebe es seit gestern. Davor hatten wir Anfang Februar das gleiche Problem und es hielt gerade mal 2,5 Wochen an, daß es ihm gutging. Von den Tierarztrechnungen wollen wir mal gar nicht erst reden (im Februar knapp 250.-- € und diese Woche bereits wieder 150.-- €):rolleyes:.

    Nun wollte ich wissen, ob hier auch jemand speziell für Katzen barft und wie Eure Erfahrungen damit sind.

    Kann ich auch unsere "alten" Katzen noch dazu bringen, Rohfleisch zu fressen? Die habe es ja nie gelernt, Frischfleisch zu futtern, denn sie waren von jeher reine Wohungskatzen. Meint Ihr, das klappt?

    Wie sollte ich am besten anfangen?

    Ich habe gelesen, daß man bei einer Gabe von 20 % Rohfleisch in der Woche keine Zugaben/Suppies machen muß. Sollte ich das anfangs mal zur Eingewöhnung probieren? Oder gleich das "volle Programm", damit die Katzen den Geschmack der Suppies "erlernen"? Was ist besser?

    Bin leider noch ziemlich ratlos und wäre für Eure Tipps für einen "blutigen" Anfänger dankbar?

    Woher bezieht Ihr Euer Fleisch? Vom Metzger um die Ecke oder aus dem Internet? Wir wohnen hier leider auf dem platten Land, wo es keine Firmen o.ä. gibt, die frisches Fleisch günstig verkaufen? Bei einem reinen Metzgereinkauf wird es wohl ziemlich teuer, oder?

    Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn sich jemand mit mir zu diesem Thema austauschen würde!!!!!!!!!!!!!! =D
     
    #1
  2. 08.03.12
    Hessen-Hexe
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    Hessen-Hexe Chaosbäckerin

    Hallo Martina,

    wir haben auch reine Wohnungskatzen und diese mit etwa einem Jahr glaub ich an Rohfleisch gewöhnt. Eine der beiden war etwas irritiert, da sie ja nur Fertigfutter kannte. Aber in Minus-L-Milch getunkt traute sie sich an das Fleisch dann doch heran =D

    Mittlerweile ist es so, dass sie schreiend in der Küchentüre stehen, wenn mein Mann sein Fleisch zubereitet und allein der Anblick eines Schneidbrettchens hat schon den gleichen Effekt :laughing8:

    Versuch es doch erstmal, ihnen anfangs einfach etwas Rohfleisch anzubieten. Für die Eingewöhnungsphase mußt Du dann noch nicht supplementieren. Sie sollen sich einfach rantasten dürfen, das ist ja doch was völlig anderes als der Dosenbrei, ob hochwertig oder nicht. Zu groß sollten die ersten Stücke nicht sein, später ist das kein Problem.

    Laß Dich nicht entmutigen, wenn es anfangs nicht so gut ankommt, das Rohfleisch. Hol' für den Anfang am besten von diesem oder jenem Fleisch mal kleine Portionen und präsentiere sie ihnen mundgerecht. Ich kenne Deine Tiere nicht, aber ein wenig Zeit sollte man ihnen schon geben, wenn sich das angebotene Futter nun grundlegend ändert.

    Was ich Dir als Erfahrungswerte auf jeden Fall mitgeben kann: Unsere Ladies mochten nicht jedes Fleisch, also mit Hühnermägen können wir keinen Blumentopf gewinnen, -herzen hingegen sind okay, aber nicht sonderlich beliebt. Die eine frißt am liebsten all das, was sehnig und fettig ist, läßt dafür jedes noch so lecker aussehende Fleischsstück stehen. Und ob Rind oder Geflügel heißbegehrt ist, das ist natürlich auch Geschmackssache.

    Da es hier bei Magenproblemen schon immer gekochtes Geflügel gab, war ihnen die Konsistenz des gegarten Fleisches schon bekannt. Ich weiß, dass manche Katzenbesitzer über diesen Umweg gehen, wenn die Katze das Rohe so gar nicht mag (und das Fleisch dann immer weniger kochen).

    Ich drücke Dir die Daumen, dass es klappt!
     
    #2
  3. 08.03.12
    Margit010970
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    Margit010970

    Hallo, darf ich Euch mal was blödes fragen?

    Kommen bei Katzen keine ganzen Futtertiere in Betracht? Ich hab Frettchen und die bekommen Mäuse, Küken, Babyratten etc. da ist alles drin, was sie brauchen und ich kann auf Supplemente verzichten.

    LG Margit
     
    #3
  4. 08.03.12
    Hessen-Hexe
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    Hessen-Hexe Chaosbäckerin

    Hallo Margit,

    ich finde die Frage nicht blöd, sondern total logisch ;)

    Für mich als Vegetarierin ist es schon echte Überwindung, den Tieren Rohfleisch zu geben, ganze Futtertiere würde ich nicht hinbekommen. Und die Vorstellung, dass sie dann z. B. ganze Mäuse auf Fußboden, Sofa oder sonstwo vertilgen und Eingeweide oder sonstwas munter in der Wohnung verteilen, die geht bei aller Liebe mal gar nicht :eek:

    Es wäre definitiv die gesündeste Variante, idealerweise noch die frisch gejagte Maus, der Vogel etc. Wir tun für unsere Katzen sonst wirklich alles, haben die Wohnung katzengerecht gestaltet, damit die zwei sich austoben und klettern können und berücksichtigen auch sonst ihre Bedürfnisse. Den Schritt, ihnen solche Nahrung oder gar lebende Futtertiere vorzusetzen, gehen wir allerdings nicht - da bin ich ehrlich gesagt egoistisch in diesem Punkt :sad1:
     
    #4
  5. 08.03.12
    shopgirlps
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    shopgirlps

    @ Margit: Bezüglich ganzer Futtertiere muß ich mich leider der Meinung von Hessen-Hexe anschließen. Ich würde es auch nicht übers Herz bringen, Eintagsküken etc. an meine Katzen zu verfüttern. Auch würde ich die Vorstellung, das alles dann irgendwie in der Wohnung verteilt vorzufinden, nicht gut finden. Wir füttern zwar immer an derselben Stelle in einem ruhigen Bereich im hinteren Flur, aber bereits wenn es mal Dosenfutter in Form von Pate/Gelee gibt, machen zumindest zwei unserer Katzen damit eine Riesenschweinerei und verteilen das Futter auf dem Fußboden, weshalb hinterher immer Wischen angesagt ist.

    @ Hessen-Hexe: Danke für Deine Erfahrungswerte!! Ich finde es total witzig, daß Deine Katzen so "wild" beim Anblick von Fleisch werden.

    Ich weiß halt nicht, ob unsere "Senioren" mit knapp 11 Jahren noch so für was absolut neues/anderes zu begeistern sind, aber ich werde es mal ausprobieren. Heute nach der Arbeit möchte ich auf jeden Fall noch ein bißchen Geflügelfleisch kaufen und in kleineren Stücken dem Futter mit zugeben.

    Balu kennt auf jeden Fall schon gekochtes Fleisch, denn das gebe ich ihm momentan ja bei seiner Krankheit. Gestern erst habe ich ihm Hühnerbrust mit Kartoffeln und Karotten gemacht, alles ganz klein geschnipselt. Er sucht sich allerdings meist nur die Fleischstücke raus. Ich denke, die Ballaststoffe in Form von Gemüse landen nicht gerade zu einem großen Anteil in seinem Magen. ;) Vielleicht sollte ich diese mal als "Sauce" pürieren und es klappt dann besser.

    Schneidest Du das Fleisch in Stücke oder "wolfst" Du es für Deine Stubentiger? Das Wolfen könnte doch wohl auch der TM übernehmen. Es ist dann eben nicht durchgedreht wie beim Fleischwolf, sondern eher zerheckselt, aber das macht ja nichts, oder?

    Wo bestellst Du Deine Supplemente?

    Ich habe jetzt auch den Tipp gelesen, man sollte die Fleischstücke für den Anfang mit gemahlendem Trockenfutter quasi "panieren", damit sie besser ankommen. Fand ich auf jeden Fall auch eine gute Idee, falls die Fleischstücke so nicht angenommen werden.
     
    #5
  6. 08.03.12
    Margit010970
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    Margit010970

    @ Hessen-Hexe,

    lebende Futtertiere kommen auch gar nicht in Frage, zudem ist es auch verboten.

    Meine beiden Teppich-Monster bekommen ihr Futter auch nur im Käfig, d. h. die Schweinerei hält sich örtlich begrenzt. Wobei Reste von Kükis aufwischen ist zugegebenermaßen nicht wirklich prickelnd.

    Ohne jetzt jemandem auf die Füße treten zu wollen - wieso haben Menschen mit ganzen Futtertieren ein Problem und mit Fleisch in Würfeln/Scheiben oder sonstwie nicht? Sind Kühe/Schweine/Puten/Hühner nicht genauso liebenswert wie Mäuse/Kaninchen etc.? Kann ich grad nicht so wirklich nachvollziehen...

    LG Margit
     
    #6
  7. 08.03.12
    Hessen-Hexe
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    Hessen-Hexe Chaosbäckerin

    Hallo nochmal,

    also wild werden unsere zwei bei Rohfleisch wirklich. Nicht nur das lautstarke Einfordern der Leckereien, beim Fressen selbst drehen die zwei dann auch nochmal richtig auf. Da flitzt auch schon mal ein sonst so gemächlicher Stubentiger knurrend in eine ruhige Ecke, um seine Beute ungestört zu verzehren - die wilden Wurzeln kommen dann voll durch :laughing8:

    Ob ältere Katzen sich noch umgewöhnen, weiß ich nicht. Aber die Idee, ihnen mal welches anzubieten, ist doch ein guter Weg, um mal herauszufinden, was sie davon halten. Und eine gewisse Eingewöhnungszeit ist sicherlich auch normal.

    Schonkost gibt es bei uns in zwei Varianten. Entweder gekochtes Geflügel samt Brühe, diese vermengt mit etwas Karottenbrei aus dem Gläschen oder einfach die gekochten Geflügelstücke im Kochwasser serviert. Schlauerweise natürlich darin versenkt, so dass die Flüssigkeit erstmal weggetrunken werden muß. Normalerweise trinken sie genug, allerdings kann es im Krankheitsfall ja schließlich nicht genug sein.

    Supplemente haben wir bisher nicht gegeben, da wir die 20% bisher nicht überschritten haben. Das mit dem Panieren klingt für mich aber sinnvoll.
    Unsere Katzen sind leider extrem empfindlich, was Fütterung angeht. Sie waren mal schwer krank und daher konnten wir dieses Vorhaben bisher noch nicht umsetzen, mußten sogar für lange Zeit gänzlich auf die Fleischfütterung verzichten. Zwar halte ich Barfen für die beste Ernährungsweise von Wohnungskatzen, aber wenn unsere zwei angeschlagen sind, muß ich den Weg gehen, den sie vertragen.

    Wir haben weder nen TM noch nen Fleischwolf und haben das Rohfleisch sowieso noch nie richtig zerkleinert. Zu Beginn gab es recht mundgerechte Häppchen, aber nach der Eingewöhnungsphase wurden die Stücke immer größer. Nun ist es überhaupt kein Problem, gulaschgroße Brocken zum Beispiel zu verfüttern. Die Katzen sind begeistert davon, wenn sie richtig schöne große Stücke fressen und kauen dann laut schmatzend darauf herum=D

    Eine unserer Süßen verfiel sogar mal dem Größenwahn und versuchte, mir ein mehrere hundert Gramm großes Stück Rindfleisch vom Schneidbrettchen zu mopsen :eek:

    Ich bin ja wie gesagt Vegetarierin und verzichte seit vielen Jahren konsequent auf den Verzehr jeglicher Lebewesen, ob es nun Fell, Federn oder Schuppen hat. Für mich macht es keinen Unterschied, ob es sich um einen Fisch, ein Huhn oder eine Kuh handelt. Die respektiere ich alle gleichermaßen.

    Unsere Katzen hingegen sind nun mal auf den Verzehr von Fleisch angewiesen, die kann ich natürlich nicht vegetarisch ernähren. Und mir bereitet das Verfüttern jeglicher Tiere Probleme, aber es muß einfach für die Katzen sein - sind ja nun mal Carnivore. Und es würde mir ebensolche Probleme bereiten, wenn sich Eingeweide von Kühen, Schweinen oder sonstigen Großtieren auf unserem Fußboden verteilen :eek:

    Ich kenne allerdings auch Menschen, die wirklich Unterschiede machen, welche Tiere "lebens"- und liebenswert sind und welche nicht. Das kann ich weder verstehen noch nachvollziehen.
     
    #7
  8. 08.03.12
    shopgirlps
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    shopgirlps

    @ Hessen-Hexe: Sorry, ich vergaß, daß Du nur bis max. 20 % barfst.

    Das Hühnchen hatte ich auch mitsamt dem Kochwasser verabreicht, nur leider blieb es auch im Napf zurück samt Karotten+Kartoffeln. Werde es aber mal mit Pürrieren probieren. Die Idee mit dem Babygläschen Karottenbrei ist auch nicht schlecht, wobei dieses i.d.R. wieder Zucker enthält. Aber da diese Art der Fütterung meist zeitlich begrenzt ist (Krankheit) ist das bestimmt auch kein Beinbruch.

    Ich werde auch mal ausprobieren, das Hühnchen von der Brühe bedeckt zu "servieren", dann muß erst mal was davon mitgeschlabbert werden!! Super Idee!!! =D
     
    #8
  9. 08.03.12
    Hessen-Hexe
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    Hessen-Hexe Chaosbäckerin

    Hallo Martina,

    kein Ding, wenn ich solche Romane schreibe, kann Dir schon mal was entfallen :rolleyes:

    Ich gebe meine Erfahrungen gerne weiter, es ist ja schließlich oft nicht leicht, die Samtpfoten zu überlisten, gell :rolleyes:

    Viel Erfolg beim Rohfleischfüttern - siehste, das hab ich glaub ich noch gar net gewünscht. Hoffe, es kommt gut an!
     
    #9
  10. 08.03.12
    Doriline
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    Doriline Geprüfte Anstaltsleiterin Sponsor

    Hallo Martina,

    wollte nur mal kurz nachfragen, ob dein TA auch den Kot untersucht hat? Du hast nämlich alles aufgezählt außer Kotprobe;)
    Und wenn ja, hat er diesen auch auf Giardien und Kokzidien testen lassen (die werden nämlich bei normalen Tests auf Würmer nicht angezeigt)???

    Ich arbeite im Tierheim und fast wöchentlich erreichen uns Anrufe von hilflosen Hunde- und Katzenbesitzer mit armen Tieren, die solche Symptome haben - fast nie machen die Tierärzte eine gescheite Kotuntersuchung und wenn, wird gerade bei Katzen selten auch auf Giardien getestet! Und das haben sehr viele!!! Wir bekommen dann immer ganz viele dankbare Rückmeldungen, weil wirklich das das Problem war und nach der Behandlung die Tiere wieder fit waren...
    Ich gebe zu, dass diese Dinger bei uns im Gebiet echt verbreitet sind, 80 % unserer Fundkatzen haben eines der beiden oder beides zusammen.

    LG, Tina
     
    #10
  11. 09.03.12
    shopgirlps
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    shopgirlps

    Hallo Tina,

    danke für den Tipp, aber das haben wir gleich am Anfang testen lassen als wir ihn aus dem TH geholt hatten. Wir hatten ihn nämlich 3 Wochen bei uns in einem separaten Zimmer in "Quarantäne" gehalten bis wir wußten, daß er nichts ansteckendes mitgebracht hat. Von daher hatte ich die Kotuntersuchung nicht oben aufgezählt, da obige Untersuchungen jetzt seit Februar und diesen Monat gemacht wurden.

    Bin echt ratlos. Mir tut der arme Kerl so leid. Es würde mir in der Seele wehtun, ihn zu verlieren (falls es was Schlimmes ist), denn er ist so unendlich verschmust und anhänglich. Unsere Kids lieben ihn über alles und kommen gut mit ihm klar. Er zickt überhaupt nicht und hat sich prima hier integriert.

    Ich habe im Katzenforum den Tipp bekommen, ihm Propolis zur Stärkung des Immunsystems zu geben. Das habe ich mir jetzt in flüssiger Form besorgt, da dies geschmacklich weniger streng schmeckt als das Pulver und ganz gut angenommen wird. Ich mische es jetzt seit zwei Tagen unters Futter. Propolis gilt ja als quasi "natürliches Antibiotikum" und ich hoffe, daß es ihm dann besser geht. Ansonsten habe ich nämlich leider keine Idee mehr und möchte nicht noch mehr Medis in das arme Tierchen reinpumpen, das kann ja auch nicht gesund sein auf die Dauer.

    Es halt doof, daß er beim Erbrechen immer sofort das Fressen einstellt. Von daher muß ich eigentlich immer gleich zum TA und der greift dann zu AB, Schmerzmitteln etc. (das ganze Programm), weil er nichts anderes weiß. Aber das kann doch nicht der Lösung letzter Schluß sein.

    Im Barf-Forum hat mir gestern Abend noch jemand die Morosche Karottensuppe

    Karotten k

    empfohlen. Ich weiß nur nicht so recht, wie ich Balu dazu bringen soll, sowas zu fressen. Ich hatte ihm ja dieser Tage Hühnerbrust mit Karotten und Kartoffeln als Schonkost gekocht und da wurde nur das Fleisch herausgefischt. Ansonsten würde ich das nämlich auch mal noch ausprobieren.

    Hast Du vielleicht sonst noch eine Idee, wie ich ihm helfen könnte?
     
    #11
  12. 09.03.12
    Hessen-Hexe
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    Hessen-Hexe Chaosbäckerin

    Hallo nochmal,

    Giardien sind fies, hatten unsere auch mal und der Magen-Darm-Trakt wurde dadurch, trotz einer raschen Behandlung, langfristig geschädigt. Also wenn er das vielleicht auch mal durchgemacht hat, könnte er wie unsere Spätfolgen davongetragen haben. Meine zwei bekommen auch zwischendurch Spuckattacken und sind extrem futtersensibel (daher gibt es ja so wenig Fleisch).

    Verschiedene Futtersorten und die Möglichkeit von Allergien und Unverträglichkeiten konnten vermutlich bereits ausgeschlossen werden, oder? Unsere zwei vertragen seit der Giardien keinen Reis mehr. Wir haben das erst mit der Zeit herausgefunden, da sie von dem Futter, in dem Reis enthalten war, erst nach ner Weile immer mehr Probleme bekamen, nicht sofort. Ich dachte immer, da gibt es sofort eine Reaktion...

    Kannst Du überhaupt die drei getrennt füttern? Wenn ja, das mit den Karotten ist wirklich eine gute Sache. Deine Idee, alles zu pürieren, damit er was von den Karotten aufnimmt, klingt schon mal gut. Wenn er auf Fleischbrei gar nicht steht, vielleicht Stückchen ganz klein machen und im Karottenbrei verteilen oder große Stücke, die aber nur etwas rausragen? Hast Du schon mal getestet, ob er die Kombi frißt, wenn keine Kartoffeln dabei sind? Die hab ich bisher noch nie dazugegeben, unsere Krankheitsfütterung beinhaltet lediglich gekochtes Geflügelfleisch und Karottenbrei, wegen seiner medizinischen Wirkung. Bei einem sehr kurzen Zeitraum schadet es meiner Meinung auch nicht, dass in den Babygläschen Zucker enthalten ist, wurde hier brav weggeschlabbert.

    Ich lese Deine Sorge um den kleinen Schatz heraus. Es muß nicht das Schlimmste sein, auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten und solche Dinge können böse Folgen haben und dem Tier schwer zu schaffen machen. Eine ernsthafte Erkrankung hätte man doch mittlerweile herausgefunden, bei so vielen Untersuchungen, oder?

    Könnte es auch eine psychische Sache sein? Wenn ein Tier da sensibel ist, hast Du unter Umständen eine Katze da sitzen, die sehr schwer erkrankt, ausgelöst durch Stress oder sonstige Faktoren.
    Ich weiß, wie wichtig auch dieser Aspekt ist, da wir zwei solche Tiere beherbergen.
    Denn egal, wieviel Liebe wir unseren Schützlingen geben, manche haben vorher so viel erlebt, dass Spuren davon für immer zurückgeblieben sind. Eines meiner Kaninchen war bspw. sein Leben lang völlig verstört und brauchte Jahre, um sich vorsichtig anfassen und streicheln zu lassen. Unter Strom stand es allerdings bis zum Schluß, trotz Vertrauens und Sympathie zu uns.

    Ich möchte Dir und Deinem Kater so gerne helfen und überlege daher in alle möglichen Richtungen. Außer, dass Du mal wieder viel zu lesen hast, schadet es ja nicht. Meiner Erfahrung nach hilft es aber, sich bei Problemen mit anderen auszutauschen, da man manchmal auf diese Art wirklich weiterkommt.

    Ich drücke euch ganz, ganz fest die Daumen und wünsche dem felligen Schätzchen alles Liebe!
     
    #12
  13. 09.03.12
    shopgirlps
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    shopgirlps

    Hallo Hessen-Hexe,

    danke für Deine lieben Bemühungen und umfangreichen Überlegungen!!!! =D Ich finde es immer wieder toll, hier im Kessel - zu welchem Thema auch immer - liebe Menschen zu treffen, die einem helfen und mit einem fühlen.

    Konkret wurde eine Unverträglichkeit/Allergie leider noch nicht untersucht und somit auch nicht ausgeschlossen. Das wäre das nächste, worauf unser TA tippen würde. Allerdings hat er mir erklärt, daß man bei einer Katze - im Gegensatz zum Hund - mit einer einfachen Endoskopie leider nicht weiterkommt, sondern daß zur Entnahme von Zellen aus Magen/Darm eine OP notwendig wäre. Das und die weitergehende Untersuchung ist wohl auch sehr kostenintensiv, weshalb ich mich momentan - abgesehen von dem Stress fürs Tier - noch dagegen sträube.

    Das mit den Spätfolgen klingt aber plausibel. Vielleicht hatte er wirklich mal sowas (wir wissen ja leider absolut nichts über seine Vorgeschichte) und hat jetzt immer noch Probleme damit. Haben Deine Katzen bei den Spuckattacken dann immer noch seltst gefressen bzw. sind wieder von selbst ans Fressen gekommen? Oder was hast Du dann gemacht?

    Bei einer Allergie/Unverträglichkeit würde ich allerdings auch eher davon ausgehen, daß ein Stoff immer und nicht nur ab und zu bzw. erst nach längerer Zeit nicht vertragen wird.

    Getrennt füttern ist kein Problem. Machen wir momentan ohnehin. Balu frißt nämlich etwas schneller als unsere Senioren (er schlingt aber nicht, daß das Problem davon kommen könnte) und hat diese dann anfangs gleich von ihrem Napf vertrieben und dann dort fröhlich weitergefuttert, nachdem er seine Portion gefressen hatte. Jetzt füttern wir ihn immer in der Küche und die beiden anderen im hinteren Flurbereich wo es in den 2. Stock hochgeht. Dort ist es ruhig und sie haben soviel Zeit wie sie brauchen. Ich schaue dann, ob alles aufgefressen ist bzw. ob sie fertig sind und erst dann lasse ich Balu wieder raus.

    Psychischer Streß könnte es natürlich auch sein. Die Kids sind ja manchmal auch nicht gerade leise und von daher habe ich auch schon daran gedacht. Aber hätte er dann auch diese Symptome wie harter Bauch und müßte er dann die Beschwerden nicht immer haben?

    Ich habe gestern übrigens Pute vom Einkaufen mitgebracht und soeben mal probeweise verfüttert. Balu war super begeistert und hat alles pur gefressen. Bei beiden anderen schauten mich wie von Donner gerührt an und konnten absolut nichts damit anfangen. Pur ging gar nicht, also habe ich ihnen noch ihr gewohntes Nassfutter (Ragout mit Sauce) zugegeben und nur 2-3 Fleischstücke, aber auch das stieß nicht auf Begeistertung. Sie habe gerade mal die Sauce abgeleckt und ein paar wenige Ragoutstückchen gefressen. Der Rest blieb liegen. Eine typische "Neophobie" würde ich sagen. Oder: Was der Bauer nicht kennt, frißt er nicht!!!

    Ich werde weiter testen und mal unsere alte Kaffeemühle zum Mahlen des Trockenfutters herauskramen. Dann werden die Fleischstücke mal paniert. Vielleicht klappt das ja. Ich bleibe auf jeden Fall am Ball!!!
     
    #13
  14. 09.03.12
    Hessen-Hexe
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    Hessen-Hexe Chaosbäckerin

    Hallo Martina,

    immer wieder gerne, ich versuche, zu helfen, wo ich kann=D

    Bei Deiner Beschreibung, wie die Senioren reagiert haben, mußte ich wirklich lachen. Das konnte ich mir bildlich vorstellen - und dann noch Deine Erklärungen dazu :lol:
    Dass Du tricksen mußt, war ja zu vermuten und mit TroFu zu panieren kann doch genauso gut klappen wie meine Minus-L-Milchtunke. Es ist halt völlig ungewohnt in Geruch, Konsistenz und allem. Sie sind ja wirklich Gewohnheitstiere - Neophobiker :rolleyes:

    Letztendlich läßt sich auch das sturste Katzentier meist umstellen, man muß nur einen sehr langen Atem haben und zudem einfallsreich sein, gell?

    Balu ist doch der Hauptgrund für die Umstellung auf Rohfleischfütterung, wenn ich das nicht verwechsle - also dass er sofort begeistert war, ist super!!! Da Du ja ne prima Lösung für's Füttern gefunden hast, ist die getrennte Versorgung ja gut möglich.

    Eine Bekannte von mir hat ihren Kater auch auf Allergien testen lassen müssen, bei ihm waren es jedoch intensiver Hautausschlag sowie noch zusätzliche körperliche Beschwerden und die Suche nach der Ursache mitsamt Untersuchungen, Tests etc. ging weit in den vierstelligen Bereich.

    Und eine Vollnarkose samt Behandlung sollte auch immer wohlüberlegt sein, ich kann verstehen, dass Du da bisher noch zögerst. Es gibt ja noch andere Möglichkeiten, die Du erst ausschließen kannst, bevor Du diesen Schritt ernsthaft in Erwägung ziehst.

    Ihr könnt halt nur vermuten, weil ihr ja sein früheres Leben nicht kennt. Und aus dem Grunde würde ich diese Möglichkeit in Betracht ziehen, gerade, weil ihr ja diesbezüglich im Dunkeln tappt.

    Aber selbst wenn alles bis ins Detail bekannt ist, lassen sich Zusammenhänge mitunter schwer erkennen. Wie sich etwas auf ein Tier auswirkt, ist ja nochmal stark vom Charakter geprägt. Da solche Tiere mit "geschundener Seele" schon häufig den Weg zu mir gefunden haben, spreche ich aus Erfahrung, die ich erneut gerne an Dich weitergebe.

    Ob die Kinder für Balu Streß bedeuten, kann ich natürlich nicht sagen. Aber er muß keinesfalls immer Beschwerden haben, wenn er gestresst ist. Das kann phasenweise sein, je nachdem, in welcher Verfassung er ist und ob verschiedene Auslöser und Faktoren zusammenkommen.
    Auch die körperlichen Reaktionen auf Stress können ganz verschieden sein. Allein bei unseren beiden gibt es von fettigem, streng riechenden Fell über Schreitattacken, In-Sich-Zurückziehen oder bis eben hin zur Dauerspuckerei ganz viele Reaktionen.
    Ich kenne andere Katzen, die dann pinkeln oder koten, die Tapete zerkratzen oder sich an den Möbeln abreagieren bzw. ihre Artgenossen attackieren.

    Also anfangs haben sie noch gefressen, ob sie nun aus psychischen oder krankheitstechnischen Gründen nicht mehr fressen konnten. Wenn es allerdings heftig war, dann trauten sie sich net mehr wirklich ans Futter heran. Mit viel Liebe und Zuspruch ging es meist, einmal jedoch mußte ich tricksen, hab geraspelten Gouda unter's Futter gemischt. Eine der beiden hat allein beim Anblick des Futters schon gewürgt und über diesen Umweg hat sie sich wieder ans Fressen getraut.

    Wenn es für Dich im Bereich des Möglichen ist, dass Balu eventuell aus psychischen Gründen reagieren könnte, dann kannst Du mich auch gern per PN anschreiben. Das ist ein so weites Feld und würde den Rahmen des Threads wirklich sprengen, denke ich. Also wenn Du noch weitere Fragen und Interesse an nem Austausch zu diesem Thema hast, stehe ich Dir selbstverständlich zur Verfügung!

    Viele liebe Grüße!!!
     
    #14
  15. 09.03.12
    shopgirlps
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    shopgirlps

    @ Hessen-Hexe: Danke nochmal für Deinen Zuspruch und Deine Ideen- bzw. Erfahrungsschätze.

    Ich muß ja morgen mit Balu auf jeden Fall nochmal zum TA und werde dann das Thema der evtl. Spätfolgen von Giardien etc. mal ansprechen.

    Bis auf das gelegentliche Spucken mit Futterverweigerung, was bis jetzt aber jedesmal auch körperliche Beschwerden wie Druckempfindlichkeit im Bauchbereich, harter Bauch, bißchen Durchfall hervorgerufen hat, scheint mir Balu jedoch recht ausgeglichen. Er spielt viel und gerne, ist aufgeschlossen, nicht bösartig, sehr verschmust und anschmiegsam (er sitzt immer beim Essen neben meinem Mann auf der Eckbank und schmust sich an sein Bein an). Er versteckt sich nicht oder zieht sich zurück, auch ruht er tagsüber sehr ausgeglichen und schläft recht entspannt an den verschiedensten Plätzen (bevorzugt in meinem kuscheligen Bett). Unter der Woche sind die Kids ja auch tagsüber in Schule und KiGA und dann ist es bis ca. 16.00 Uhr ja auch recht ruhig bei uns. Von daher weiß ich nicht so recht, ob ich tatsächlich an psychischen Streß glauben soll. Absolut keine Ahnung, leider.

    Wenn ich mehr vom TA weiß, werde ich auf jeden Fall berichten!!

    Balu bekommt morgen nochmal seine zweite Antibiotikum-Spritze. Macht mich zwar nicht glücklich, aber wie beim Menschen muß man diese "Kur" jetzt zu Ende machen. Mal schauen, wie es dann weitergeht. Bei ihm werde ich auf jeden Fall am Ball bleiben mit dem Barfen. Die anderen beiden Chaoten werde ich mal versuchen, ein bißchen auszutricksen. Beim nächsten Einkauf wandert dann auch mal eine Minus-L Milch mit in den Korb!! *grins*
     
    #15
  16. 09.03.12
    Hessen-Hexe
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    Hessen-Hexe Chaosbäckerin

    Hallo Martina,

    wär ja eigentlich viel besser für Balu, wenn seine Seele keinen Knacks hat. Denn das prägt wirklich den gesamten Alltag mit solchen Tieren ungemein, kann ich Dir sagen.

    Deiner Beschreibung nach fühlt er sich ja bei euch wirklich superwohl, anders konnte ich mir das ehrlich gesagt bei Deiner Fürsorge allein schon nicht vorstellen. Anscheinend hat er sich schon richtig super eingelebt.

    Wie schon gesagt, ich hab einfach mal alles, was mir an Möglichkeiten einfiel, aufgezählt. Muß nicht zutreffen, aber man sollte im Geiste ja alles mal durchgehen und kann dann nach und nach ausschließen, was nicht in Frage kommt. Aber lieber so, als wenn Dir so der Hinweis auf die Ursache entgeht - deshalb fand ich die Frage nach den Giardien von Doriline auch sehr wichtig.

    Bei der Minus-L-Milch hab ich den Vorteil, dass ich darauf angewiesen bin und wir daher schon welche im Haus hatten :rolleyes: hab mir sagen lassen - was ich ja net mehr beurteilen kann - die würde leicht anders schmecken - den Menschen übrigens ;)
     
    #16

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