Brief an das Christkind

Dieses Thema im Forum "Winter" wurde erstellt von cmbn, 30.11.11.

  1. 30.11.11
    cmbn
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    cmbn

    Hallo,

    Brief an das Christkind

    In Nürnberg lebte eine alte Frau,
    für sie war das Leben einsam und grau,
    mit Ihrem Einkommen war es schlecht bestellt,
    mit einem Wort - sie hatte kein Geld.

    Sie überlegte angestrengt hin und her,
    woher denn Geld zu kriegen wär'.
    Ihr kam ein Gedanke - oh, wie fein,
    so schrieb sie ein Brief an das Christkindlein.


    LIEBES CHRISTKIND ICH BIN ALT UND ARM,
    DAS GELD IST ZU WENIG, ICH BITTE ERBARM,
    DRUM SCHICKE MIR SCHNELLSTENS 100 EURO,
    SONST MÜSSTE ICH HUNGERN UND WÄR NICHT MEHR FROH.

    EINE ANDERE HILFE WEISS ICH NICHT MEHR,
    DENN OHNE MONETEN IST`S DOCH RECHT SCHWER,
    ABER BITTE BEEILE DICH MIT DEM GELD,
    SONST IST`S NICHT MEHR SCHÖN AUF DIESER WELT.


    Der Brief wird frankiert, in den Kasten gesteckt,
    der Postbote ihn dann morgens entdeckt,
    er liest die Adresse - was soll er nur machen,
    "AN DAS CHRISTKIND" - das ist ja zum Lachen.

    Er denkt sich aber, ein Spaß muss sein,
    der kommt ins Fach vom Finanzamt hinein.
    Am nächsten Tag dort angekommen,
    wird er vom Beamten in Empfang genommen.

    Wenn Sie nun glauben, er schmeißt weg diesen Brief,
    oh, so ist das nicht, da liegen Sie schief,
    er liest die Adresse und denkt gleich daran,
    wie man der alten Frau helfen kann.

    Ja, Glauben Sie mir, das ist kein Scherz,
    es gibt beim Finanzamt mal jemand mit Herz,
    ihm kommt ein Gedanke, und das ist fein,
    das könnt für die Frau eine Hilfe sein.

    Er fängt gleich an durch die Büros zu wandern
    und sammelt recht fleißig von einem zum andern.
    Doch leider war er über den Erlös nicht ganz froh,
    statt 100, bekam er nur 70 Euro.

    Aber diese wurden dann verwandt
    und an die arme Frau gesandt.
    Diese freute sich sehr, man kann's kaum ermessen,
    dass das Christkind hat sie nicht vergessen.

    So schrieb sie rasch einen Dankesbrief,
    in Eile sie zum Postamt lief.
    Sie schrieb ans liebe Christkindlein
    dieses nette Briefelein:


    LIEBES CHRISTKIND DEINE GABE FREUT MICH SO,
    VIELEN DANK FÜR DIE 70 EURO.
    DOCH SOLLTEST DU MAL WIEDER AN MICH DENKEN,
    UND SO GÜTIG MIR WIEDER WAS SCHENKEN,
    DANN MÖCHTE ICH DICH NUR UM EINES BITTEN,
    DAS GELD NICHT ÜBER DAS FINANZAMT SCHICKEN.
    DENN DIE LUMPEN HABEN UNGELOGEN,
    VON DEN 100 EURO 30 EURO ABGEZOGEN
     
    #1
  2. 30.11.11
    flinkeMaus
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    flinkeMaus

    solche Geschichten sind super

    Hallo,
    ich liebe solche Geschichten. Diese ist besonders schön.
     
    #2
  3. 30.11.11
    Gelihexe
    Offline

    Gelihexe

    Hallo

    eine sehr sehr schöne wie aber auch
    traurige Geschichte.=D
    Ich denke es geht leider viele Menschen
    so wie der armen Frau.
     
    #3
  4. 01.12.11
    Knaebbe
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    Knaebbe

    Sehr schöne Geschichte =D
     
    #4
  5. 01.12.11
    Sonnenschein.engel
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    Sonnenschein.engel

    Hallo,

    mußte grad herzhaft lachen. Danke für die nette Geschichte.
     
    #5
  6. 01.12.11
    BeateXYZ
    Offline

    BeateXYZ

    Hallo,

    das ist eine witzige Geschichte, aber auch etwas traurig. Ein schöner Denkanstoß für die Adventszeit.

    LG, Beate
     
    #6
  7. 01.12.11
    meta
    Offline

    meta die möchte gern Hexe

    oh, ist die schön,
    etwas fürs :heart:
    und zum schluß man :laughing6: lg
     
    #7
  8. 01.12.11
    Semmerl
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    Semmerl

    ... mei schee! =D=D=D Danke! ;)
     
    #8

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