Die Altkleider-Lüge

Dieses Thema im Forum "Non-Food" wurde erstellt von Sputnik, 11.05.12.

  1. 11.05.12
    Sputnik
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    #1
  2. 11.05.12
    Knollie
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    Knollie

    Hallo Sputnik,

    das ist der Grund, warum ich bei uns Kleiderspenden in unserer Kleiderkammer abgebe. Dort werden die Sachen bedürftigen Personen kostenfrei zur Verfügung gestellt. Ich weiß, was damit passiert und unterstütze hier in meinem Kreis.
     
    #2
  3. 11.05.12
    Sputnik
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    Hallo Knolli :p

    Dann bleibt nur zu hoffen, dass die "Überhänge" die es sicher auch dort geben wird nicht den gleichen Weg gehen. Ausgehen muss man aber leider davon.
     
    #3
  4. 11.05.12
    Amy65
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    Amy65

    Hallo Sputnik, hallo Knollie,

    ich gebe unsere Kleider an die Werkstätten für Behinderte. Die Kleidungsstücke können von den Behinderten für einen symbolischen Betrag gekauft werden, die Reste werden bestimmt auch verkauft, jedoch ist das Geld dann an der richtigen Stelle gelandet.
     
    #4
  5. 11.05.12
    Sputnik
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    Hallo @ all

    Natürlich landet bei diesen Sammelaktionen auch Geld bei den karitativen Verbänden. Das ist ja auch Sinn und Zweck der Sammlung. Zumindest aus unserer Sicht. Aber das ist ja leider nur die eine Seite der Medaille. Wenn dadurch aber ganze Industriezweige in den Ländern der dritten Welt vernichtet und somit ein grosser Anteil der Bevölkerung in die bitterste Armut getrieben wird, bekommt das für mich sehr viel mehr als nur einen bitteren Beigeschmack.
     
    #5
  6. 11.05.12
    casiotanzen
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    casiotanzen

    Hallo,
    ja dieses Thema gehört immer wieder mal diskutiert. Ich gebe meine Kleidung an Freunde oder Bekannte. Wenn Jeans zu oft getragen wurden, dann nehm ich die meist her um die Arbeits-Jeans von Göga zu richten. (Jeansfleckerl unterlegen ode rden Reißverschluss einnähen) Kaputte Kleidung geb ich eh nicht mehr her. Und Oberteile, die ich nicht mehr so tragen möchte, trag ich dann zu Hause auf.
    Bei usn liegen auch immer wieder Wurfzettel in den BK dass man Kleidung in Tüten rauslegen soll. Die Nachbarn haben das schon gemacht, und die Tüte lag 6 Wochen am Straßenrand, weil niemand kam.
     
    #6
  7. 11.05.12
    tiamisu
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    tiamisu perfekt in unperfektion

    Hallo Sputnik,

    ja, leider ist Gutes tun manchmal wirklich nicht einfach...

    Ich gebe von den Kindern die Sachen in der Familie weiter
    und nicht so "schöne" Sachen werden zu hause aufgetragen.
     
    #7
  8. 11.05.12
    marenchen
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    marenchen

    Hallo zusammen,

    ich gebe einen großen Teil der Kinderklamotten an Freunde mit Kindern weiter. Was noch gut ist ( und abgelegte Kleidung von uns) gebe ich in unsere Kleiderkammer hier im Ort. Die nehmen auch Bettwäsche, Handtücher, Geschirr ect. Da kommt es bedüftigen zugute.
    Was nicht mehr so ist, das ich es selber tragen oder den Kindern anziehen würde kommt es in die Tonne.
     
    #8
  9. 11.05.12
    Manrena
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    Manrena

    Hallo, dann oute ich mich mal als grundsätzliche Secondhand Käuferin.....Bei uns gibt es 4 Läden mit Markenklamotten und einen der mehr Massenware annimmt. Mir persönlich macht es richtig Spaß für wenig Geld hochwertige Kleidung zu erstehen;Vorteil,es gibt nur Unikate und nicht Unmengen ähnlicher Sachen in den Regalen. Nachteil, man braucht Zeit das richtige zu entdecken.
    Bei jedem neuen Teil, wandert eins aus dem Schrank in den Secondhand Shop,der alles annimmt was sauber und heil ist (und meistens auch verkauft).
    Sollte das mal nicht so sein,gebe ich die Sachen im Kaufhaus Allerhand ab,wo sie an Bedürftige für ganz wenig Geld verkauft werden.Der Erlöß wird dann für Arbeitslosen Projekte genommen.
    Für mich ist das eine gute Lösung.
    LGRena
     
    #9
  10. 11.05.12
    Marmeladenköchin
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    Marmeladenköchin Marmeladen Hexe

    Hallole,
    bei uns betreibt der Ortsverein Awo eine Kleiderstube und da bringe
    ich meine Sachen hin die noch gut sind.. wenn es kaputte Sachen sind
    dann geb ich es bei der Afrikahilfe ab die verkaufen das als verwertbares und kriegen Geld für..
    Ich bin auch ein Fan von Second Hand Markenklamotten und kauf lieber das als bei Tic Tac Takko..

    gruss Uschi
     
    #10
  11. 11.05.12
    Susasan
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    Susasan *

    Hallo,
    ich gebe wirklich nur noch zerschnittene und kaputte Sachen mit einem deutlichen Vermerk in den Rotkreuzcontainer, eben wegen dem Problem mit den Drittländern und der Zerstörung von ganzen Nähereien usw. Die Sachen werden dann hier in D weiterverkauft - als Füllmaterial oder zerschreddert als Putzwolle und der Erlös kommt direkt dem Roten Kreuz zugute....so jedenfalls die Aussage der zuständigen Dame.
    Alles was noch tragbar ist, geht entweder zum Diasporahaus - die betreuen genügend sozial schwache Familien oder direkt in die Kleiderkammer oder Freunde und Bekannte holen sich, was sie für die Kinder noch möchten. Sonstige Dinge, die ich für mich aussortiere, gehen ins Sozialkaufhaus.
     
    #11
  12. 11.05.12
    cococreativ
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    cococreativ

    Hallo,

    der Bericht scheint interessant zu sein, den schau ich mir in Ruhe nachher mal an.

    in der letzten Zeit wird bei mir vieles wieder verwertet. Ich nähe gerne und Stoff kostet auch Geld. So wurden aus Jeans Taschen, aus alten Hemden ein Quilt. Mittlerweile prüfe ich jedes aussortierte Kleidungsstück auf "Nähtauglichkeit". Zu klein gewordene T-Shirts liegen aussortiert im Nähzimmer um mit anderen aussortierten Shirts oder auch zugekauften Stoffen wieder zu tragbaren Shirts verarbeitet zu werden. Manche Kleidungsstücke werden für Applikationen zerschnitten. Kleine Löcher oder Flecken bearbeite ich mit Stickereien. Was ich meine noch verarbeiten zu können, wird zerlegt und wandert in den Nähschrank. Da bleibt nicht mehr viel für den Container. Richtig gut erhaltene Kleidung bringe ich zur Tafel im Ort, wenn ich es nicht im Freundes- oder Bekanntenkreis verschenken kann.
    Aber ich muss mich auch immer wieder mal ermahnen, nicht so viel neu zu kaufen. Letztlich ist der Schrank doch voll und ich mach eh nicht jeden modischen Schnick-Schnack mit.
     
    #12
  13. 16.05.12
    OOONicoleOOO76
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    OOONicoleOOO76

    Hallo Ihr Lieben,

    ich liebe es in Secondhand, oder auf Trödelmärkten meine Anziesachen zu kaufen.
    Ca. zwei mal im Jahr gibt es einen Secondhand Laden für eine Woche, der von Ehrenamtlichen geführt wird, dort wird das geld wirklich für einen guten Zweck eingesetzt.
    Wo diesmal das geld hier in der Nähe eingesetzt wird, ich glaube, diesmal werden, wenn ich es richtig mitbekommen habe, die Kindergärten die Unterstützung.

    Habe mir für 76 Euro 26 Teile gekauft.
    Ich bin der Meinung, das man auch helfen kann, wenn man selbst nicht viel hat.
    Deshalb unterstütze ich soetwas gerne.
     
    #13
  14. 17.05.12
    francas mama
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    francas mama francas mama

    Hallo,
    mein persönliches Problem mit den Sozialkaufhäusen (für mich) ist die Tatsache, das da jeder einkaufen kann. Ich kenne im weiteren Bekanntenkreis mittlerweile einige, die sich gar nicht die Mühe machen, in den Secondhandladen zu gehen, sondern dort einkaufen. Offiziell ist das zwar nicht gerne gesehen, wird aber toleriert, weil Einnahmen sind Einnahmen und letztendlich ist es denen egal, woher das Geld kommt, Hauptsache es kommt. Von den Kleidercontainern halte ich so ziemlich jeden ab, den ich belabern kann. Kinderkleidung geht bei uns wieder in den Verkauf auf Basaren, dort kaufe ich für die Kurze auch recht viel. Was nicht mehr verwendet werden kann, wird kleingerissen und kommt bei meinem Mann als Putzlappen in die Werkstatt. Was er nicht verwenden kann, wandert bewusst kaputt gemacht im Container auf dem Wertstoffhof. Dort werde ich manchmal schräg angeschaut, denn direkt daneben steht halt auch der Kleidercontainer. Als meine Tochter noch im Kindergarten war, habe ich nicht mehr ganz so gute Kleidung zur Allgemeinwechselwäsche gegeben. Das habe ich mir gleich schnell wieder abgewöhnt, denn wenn ich dann anderer Leute Kinder mit "meinen" gespendeten Klamotten in der Stadt beim EInkauf sehe, geht mir die Hutschnur hoch.
    Solange ich nciht wirklich zu 100% nachvollziehen kann, wo meine Sachen wirklich hinkommen, kriegt (leider) keiner mehr was. Ich muß grad an eine Episode denken.
    Flutkatastrophe vor einigen Jahren im Osten der Repubik. Meine Freundin hat die Schränke geöffnet und gegeben, was sie entbehren konnte. Wochen später sitzt sie bei einer gutbetuchten Kundin beim Kaffeeklatsch und sie trifft der Schlag, die Dame gegenüber trägt eine ihrer gespendeten Blusen (gut wiedererkennbar, weil Einzelstück). Sie hat die Dame auf die tolle Bluse angesprochen und die hat ihr dann erklärt, das wiederum ihre beste Freundin eine dieser Sammelaktionen gemacht hat, aber bevor "die da drüben" so tolle Sachen kriegen, haben sie mal vorher sicherheitshalber alles durchgesehen und die Sahnestücke aussortiert, teils behalten, teils im großen Auktionshaus verhökert:mad:. Das ich seitdem extrem vorsichtig bin, wenn solche Aktionen laufen, kann sicher jeder verstehen.
     
    #14
  15. 17.05.12
    Sputnik
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    Hallo Ulrike :p

    Danke für Deinen so ausführlichen Beitrag. Ich kann Dich gut verstehen, denn ähnliche Geschichten habe auch ich schon erlebt. Nur ein Beispiel: Nach meiner Gewichtsreduktion vor einigen Jahren habe ich sehr hochwertige Kleidung aussortieren müssen. Nach vergeblichen Versuchen, sie im Freundes u. Bekanntenkreis weiter zu geben, trug ich sie in einen Second Hand Laden. Unter anderem einen wenig getragenen Wintermantel NP über 600 €uro und etliche sehr hochw. Strick-Ensembles in ähnlicher Preisklasse. Die Inhaberin klärte mich darüber auf, dass sie lediglich max. 10% des NP zahlt, je nach Zustand der Sachen. Ich war schon ein wenig schockiert, habe aber zähneknirschend zugestimmt. Wochen später sehe ich sie von Kopf bis Fuss in meinen Klamotten durch die Fussgängerzone flanieren wie eine first Lady. Da springt mir doch der Draht aus der Mütze. Seit dem wird auch bei mir alles ausgeschlachtet und wieder verwertet, was im nachhinein betrachtet auch die Haushaltskasse zu spüren bekommt. Denn ich schwimme ja nicht im Geld, sondern muss auch hart dafür arbeiten.
     
    #15

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