ferbern - jedes Kind kann schlafen lernen - Dr. Richard Ferber

Dieses Thema im Forum "Fragen und Tipps zu Nahrungsmitteln und sonstigen Themen" wurde erstellt von philothea, 07.12.07.

  1. 07.12.07
    philothea
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    philothea Perle

    Hallo liebe Mütter und Väter,

    bin zur Zeit bei einem Elterngruppenabend der Frühförderung.
    Letztens hatten wir das Thema "Einschlafen".

    Die Leiterin des Kurses empfahl uneingeschränkt das Buch von Dr. Ferb*r.
    Zwei Mütter hatten es "erfolgreich" angewendet, eine Mutter brach mal das Ferbern ab und sah es als persönliches Versagen ihrerseits an.

    Soviel ich weiss, hat Dr. Ferb*r selbst mal nachträglich darauf hingewiesen, daß seine Methode nur als absolute Notlösung dienen sollte und auch erst frühestens ab einem Baby-Alter von 12 Monaten.

    Und vor allem aus den früheren Hebammentreffen erinnerte ich mich dunkel, daß sich Dr. Ferber sogar bei den Eltern und vor allem den Kindern öffentlich entschuldigt haben soll (finde aber hierzu nichts im Internet).

    Weiss jemand genaueres?
     
    #1
  2. 07.12.07
    Susasan
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    Susasan *

    AW: ferbern - jedes Kind kann schlafen lernen - Dr. Richard Ferber

    Hallo Christine,
    ich bin durch die Schwester einer Freundin erstmals mit diesem Buch in Kontakt gekommen und kann es leider bis heute nicht verstehen, wie man sich und seinem Kind so etwas antun kann. Mehrmals habe ich dabeigestanden, als versucht wurde das Kind krampfhaft daran zu hindern einzuschlafen, da die Zeit fürs Hinlegen noch nicht soweit war, auf der anderen Seite wurde es aus dem Schlaf gerissen, wenn der Zeiger die Notwendigkeit des Aufstehens anzeigte. Meine leise angebrachte Kritik und Nachfrage wurde sehr barsch abgewiesen. Nach einigen Wochen dieser Praxis schlief das Kind dann durch. Als das Thema Sauberwerden anstand, wurde auch dieses Buch gekauft und in die Praxis umgesetzt. Meines Wissens war das Kind erst mit knapp 3 tagsüber sauber.
    Mein Kinderarzt hat nur den Kopf geschüttelt, als ich ihn mal auf diese Elternliteratur angesprochen habe, er meinte zum Schnullerproblem nur:
    "Lieber einen etwas verbogenen Kinderzahn richten, als eine verbogene Kinderseele!" - und was das Schlafen im elterlichen Zimmer angeht, meinte er ganz trocken: "das hört sowieso mal auf, er kenne keine 12 oder 14 jährigen Kinder, die noch ins elterliche Bett kommen." Wenn die Eltern mit dem kleinen Nachtgast klarkommen ist das ok, kritisch wird es erst, wenn eine Partei darunter leidet und sich daran stört. Es ist hier wie bei so vielem, es kommt auf den Blickwinkel an. Ich werde auf jeden Fall mal einen guten Bekannten kontaktieren, er hat eine Kinderarztpraxis, vielleicht weiss er Genaueres - melde mich dann nochmals bei dir.
     
    #2
  3. 07.12.07
    Meli
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    Meli Küchenchaot

    AW: ferbern - jedes Kind kann schlafen lernen - Dr. Richard Ferber

    Hallo Christine, ich hab das Buch gelesen und halte nur begrenzt was davon.Mein Sohn hatte bis vor kurzem keine Einschlafprobleme, erst seit dem Kindergarten.Zuviele Eindrücke, die Festplatte überfrachtet,...Er kommt öfter mal zu uns ins Bett, weil in seinem Zimmer böse Leute wären.Wenn er aber nur keine Lust zu schlafen hat und spielen will oder fernsehen lasse ich mich nicht erweichen, und das klappt auch.Er weiß daß wir da sind und vom Wohnzimmer aus( neben seinem Zimmer) auf ihn aufpassen.Ich gehe davon aus, daß das jetzt eine Phase ist die vorbeigeht, und noch kann ich es halbwegs ertragen.
    Ich bemühe mich, den Tagesplan nicht zu voll zu packen und geregelte Zeiten einzuhalten.
    Aber das muß jeder so machen wie er denkt-ich gehe mal davon aus, daß Eltern ihr Kind gut genug kennen um zu wissen, was man ihm zumuten kann.
    Bei Erziehungsbüchern von Männern geschrieben bin ich recht skeptisch-denn welcher Vater kriegt denn schon die "volle Dröhnung" ab?Ratschläge anderer Mütter , die wissen wovon sie reden sind mir sympathischer.Und meist praktikabler...
    Gruß Meli
     
    #3
  4. 07.12.07
    Melly
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    Melly

    #4
  5. 07.12.07
    philothea
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    philothea Perle

    AW: ferbern - jedes Kind kann schlafen lernen - Dr. Richard Ferber

    Hallo Melly, Hallo an alle,

    super Seite!!! Besonders schön dieses Bild:
    Untitled

    ...da geht einem das Herz auf...

    Jetzt habe ich meine Hebamme nochmals gefragt - sie sagte,
    Dr. Ferber hat sich öffentlich entschuldigt, weil...

    er damit nur auf die Bedürfnisse der Eltern eingeht, nicht aber auf die der Kinder...

    Wo, wann und wie hat er das gesagt?

    Leider ist mein Englisch nicht das beste...wer kann mir helfen?
     
    #5
  6. 07.12.07
    Melly
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    Melly

    AW: ferbern - jedes Kind kann schlafen lernen - Dr. Richard Ferber

    Huhu Christine!

    Ja, ich mag die Seite auch sehr gerne;)
    Schön, dass sie dir auch gefällt!

    Ich würde meine Kids nie ferbern!
     
    #6
  7. 07.12.07
    asterix0203
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    asterix0203 .

    AW: ferbern - jedes Kind kann schlafen lernen - Dr. Richard Ferber

    Hallo,

    ich hab das Buch auch gelesen und halte ehrlich gesagt nicht sehr viel von dieser Methode. Unser Sohnemann hat, solang ich ihn nachts gestillt hab, bei uns im Bett geschlafen, bzw. er ist meistens in seinem Bett eingeschlafen, und nach dem 1. Stillen dann der Bequemlichkeit halber in unserem Bett geblieben. Im Ehebett bzw. in seinem Bett im Elternschlafzimmer hat er geschlafen, bis er gut 1 Jahr alt war. Seit dem schläft er problemlos in seinem eigenen Zimmer, nur manchmal, wenn er nachts aufwacht und nicht mehr einschlafen kann, kommt er zu uns, was mich aber nicht stört.

    Liebe Grüße
     
    #7
  8. 07.12.07
    Rabea
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    Rabea

    AW: ferbern - jedes Kind kann schlafen lernen - Dr. Richard Ferber

    *Schluckganzdoll* -ich wußte gar nicht das es sowas gibt, bzw. das es "Eltern" gibt, die danach agieren?!?!

    Unser Sohnemann ist jetzt 5 Monate alt und ich muß ehrlicherweise gestehen, das ich ihn von Anfang an selber habe "bestimmen" lassen. ER sagt mir wann er Hunger hat, kuscheln will, schlafen will. Natürlich kann es auch mal sein, das ich nicht SOFORT seinen Bedürfnissen nachkommen kann, aber doch schon ziemlich schnell.

    Er hat sich selber eine "ZuBettgehZeit" ausgesucht und an der orientieren wir uns. Natürlich will er nachts noch trinken - manchmal 1x, machmal 2x -manchmal will er auch nur schon "aufstehen" - was ich nicht so dolle finde und ihn dann wieder hinlege. Manchmal will er aber auch einfach mit ins große Bett. Prima - habe ich kein Problem mit.

    Meine Freundin hat zwei Mädels und die haben irgendwann selber gesagt - ne Mama, heute möchte ich in meinem Bett schlafen! Zack -und das war es dann mit geteiltem Bett.

    Ich kann die ganzen Eltern nicht verstehen, die versuchen den kleinen Würmern ihren Willen aufzuzwängen.

    HAbe kürzlich noch einen sehr interessanten Beitrag dazu gesehen: Mütter die stur den 4 Std. Rhythmus einhalten, versus den Müttern die das Kind selber bestimmen lassen.
    DAbei heraus kam (es war eine Langzeitstudie), dass die "Selbstentscheider" auch im weiteren Leben souveräner, selbstbewusster und sicherer waren als die - denen man die Zeiten aufdiktiert hatte.....

    Ne - das ist ja ne Qual - könnte ihn niemals schreien lassen!
     
    #8
  9. 07.12.07
    Huetti
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    Huetti

    AW: ferbern - jedes Kind kann schlafen lernen - Dr. Richard Ferber

    Hallo zusammen,

    ja, dieses Buch wurde mir auch mal empfohlen, weil mein Sohn damals knapp zwei Jahre nachts immer wach wurde und eine Milch trinken wollte. Mir wurde damals gesagt, dass dies ja wohl nicht "normal" sei. Was soll ich sagen. Ich habe mir den Vortrag angehört und es so gemacht, wie ich es für richtig hielt. Denn er trank seine Milch und schlief gleich wieder ein. Dauer: max 15 Minuten. Ich fragte natürlich beim Kinderarzt nach und wir gingen sein Essverhalten mal durch. Das war normal. Der Kinderarzt meinte, dass unser Sohn halt im Moment noch dieses nächtliche Ankuscheln bräuchte und es sicherlich von selbst vergehen wird. Auch er meinte, lieber mal nachts aufstehen als eine verbogene Kinderseele... Nun, etwa drei Wochen nach seinem zweiten Geburtstag hörte es von alleine auf. Seitdem schläft er ohne Gedönse schön durch (er ist jetzt 3 1/2 Jahre alt).
     
    #9
  10. 07.12.07
    WK-Rezeptetopf
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    WK-Rezeptetopf Beiträge ehemaliger Benutzer/innen

    AW: ferbern - jedes Kind kann schlafen lernen - Dr. Richard Ferber

    Hallo,

    ich habe nach dem Buch gehandelt und beide Kinder haben das Durchschlafen gelernt.

    Aber

    Es ist immer wichtig, die eigene Situation wirklich genau unter die Lupe zu nehmen und zu schauen, welche der Tips weiter helfen können. Mir hat schon geholfen mehr über das Thema Schlaf und wach werden zu erfahren. Wenn Kinder Eindrücke zu verarbeiten haben, dann müssen sie das tun können. Unsere Kinder dürfen auch immer noch jeder Zeit in unser Bett. Meistens gehen sie von selber wieder nach ein paar Nächten, manchmal bitten wir sie es auszuprobieren. Das ist alles nicht tragisch.

    Bei unserer älteren Tochter habe ich das "harte" Training einen Abend 45min, den 2. Abend 10min durchgezogen und dann war Ruhe. Nach 12 Monaten durchwachten Nächten, mit einem Kind, das alle 1,5 Stunden wach wurde und kaum Schlaf "brauchte", auch tagsüber nicht. Wie wir aussahen ist nicht zu beschreiben, wie es uns ging auch nicht. Danach hatte sie eine fantastischen Schlafrhythmus von 10 Stunden nachts und 2 Stunden mittags. Wir haben allerdings noch Monate gebraucht, um uns zu erholen.

    Die Kleene hat am ersten Abend 10min gebraucht und das Thema war erledigt, sie war auch nicht so elendig außerhalb der Zeiten, sie brauchte mit 1,5 Jahren eine Grenze und wir haben sie guten Gewissens auf diese Art gesetzt.
     
    #10
  11. 07.12.07
    flori3322
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    flori3322

    AW: ferbern - jedes Kind kann schlafen lernen - Dr. Richard Ferber

    Hallo,

    habe ich auch gelesen. Und gerade bei unserer Kurzen angwendet - nach 3 Tagen schlief sie ohne Probleme ein - und heute nach 3 Jahren immer noch!
    Es war hart - keine Frage, aber ich brauch mein Bett nachts für mich! Morgens kuschel ich gerne mit allen die zu uns kommen.
    Ich habe sie aber während der Übungsphase immer wieder gestreichelt und kürzere Intrevalle genommen.
    Da muss aber auch jeder für sich und das Kind einen Weg finden. Es gibt bestimmt Kinder, wo es nicht so funktioniert. Und wenn irgendetwas anliegt (Krankheit, Aufregung ...) bin ich da!

    Was mich bei unseren nervt!!! Ist das frühe Aufstehen - Regelmäßig sind sie gegen 6 Uhr auf! Abens schlafen sie ohne Probleme ein, aber morgens. UNd da sie in einem Zimmer schlafen sind gelich beide munter. Das beste Argument des Großen war "die Uhr war so lahm". Da haben die Tipps aus dem Buch alle nicht geholfen.
    In den letzten Tagen war es endlich mal kurz vor 7 - mal sehen wie das Wochenende wird.
     
    #11
  12. 08.12.07
    Lesebine
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    Lesebine

    AW: ferbern - jedes Kind kann schlafen lernen - Dr. Richard Ferber

    Hallo,

    auch mir wurde dieses Buch empfohlen.

    Unsere erste Tochter schlief nach 6 Wochen durch von 20,00 bis 8,00 Uhr. Auch der 'Mittagsschlaf war vollkommen problemlos. Ohne dieses Buch und ohne dass ich sie jemals schreien lassen musste.

    Unsere zweite Tochter war dann der "Hammer". Eine halbe Stunde am Stück, länger schlief sie nicht, egal ob Tag oder Nacht. Wir sind wirklich auf dem zahnfleisch gekrochen.
    Nach zwei Jahren habe ich es für eine Nacht versucht, besser gesagt für 1 Stunde. In dieser Stunde musste ich viermal das Bett neu beziehen. Da sie sich ständig übergeben hat.

    Da wurde mir klar, dass mein Schlaf nicht so wichtig sein kann, wie ein glückliches Kind.

    Mit 3,5 Jahren hat sie dann endlich durchgeschlafen. Von ganz alleine.
     
    #12
  13. 10.12.07
    Jerry
    Offline

    Jerry

    AW: ferbern - jedes Kind kann schlafen lernen - Dr. Richard Ferber

    Huhu,
    es ist supersupertraurig, daß dieses Buch immer noch so "beliebt" ist :-( Mir ist nicht klar, wie man seinem Kind so etwas antun kann. Die von Melly empfohlene Seite ist super; empfehle ich jedem zur Lektüre, der sich damit beschäftigen mag.
    Unsere Tochter wird gestillt und schläft in unserem Bett (Babybalkon als Rausfallschutz daneben). Wir haben keinerlei Probleme mit Schlecht-Schlafen.

    Ich sag immer, ich mag ja auch mit meinem Mann zusammen im Bettchen schlafen, warum erwartet man dann von Kindern, daß sie unbedingt allein schlafen sollen?
    Es gibt überzeugte Allein-Schläfer, auch auf Kinderseite, aber die machen das dann schon von ganz allein.

    Unter einem Jahr angewendet, kann die Ferbermethode massivste psychische Auswirkungen haben.
    Ich kenne leider auch Leute, die das beim ersten Kind angewendet haben - ein paar Jahre später beklagen sie, daß das Kind unter heftigster Verlustangst leidet und Mama nicht ovm Rockzipfel weicht :-( Da geht echt das Urvertrauen kaputt :-(
     
    #13
  14. 10.12.07
    bimali
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    bimali

    AW: ferbern - jedes Kind kann schlafen lernen - Dr. Richard Ferber

    Hallo!

    Ich habe mich nur oberflächlich mit dieser Methode beschäftigt und dann für mich beschlossen, dass ich meine Kinder nicht so lange schreien lassen kann und will. Ich dachte, es wird schon einen Grund haben, wenn sie nicht schlafen. Bei unserem Großen haben wir uns zum Einschlafen lange Zeit dazugelegt und ihn, wenn er eingeschlafen war, in sein Bett getragen. Das hat gut funktioniert. Irgendwann habe ich darauf einmal keine Lust gehabt - da war er 11 Monate alt- und habe ihn einfach so in sein Bettchen gelegt. Das funktionierte ohne Probleme. Er hat sich auf seine Lieblingsseite gedreht und ist sofort ohne weinen eingeschlafen. Wir brauchten uns ab dem Tag nie mehr dazuzulegen.

    Der Kleine wollte immer nur auf dem Bauch schlafen (obwohl die Babys das ja nicht dürfen) und zum Einschlafen noch eine Weile am Po "angeschubst" werden. Die "Schubszeiten" wurden immer kürzer und nach ein paar Wochen konnte man auch ihn einfach so hinlegen. Da habe ich mir auch gedacht, lieber ein Kind, das auf dem Bauch schläft, als eins, das auf dem Rücken schreit...

    Ich denke, es muss jeder die Methode finden, die zu seinem Kind passt. Für einige ist vielleicht das Ferbern richtig, bei uns hätte das ganz sicher nicht funktioniert.

    Außerdem schlafen die Kinder in den Betten, die sie gerade für richtig halten. Der Große sucht gerade oft unsere Nähe und schleicht sich nachts in unser Bett. Der Kleine liebt es, in seinem Zimmer allein zu sein. Nur wenn er starkes Fieber hat, will auch er zu uns.

    Außerdem haben beide als kleine Babys fast ausschließlich bei uns geschlafen. Ich fand das fürs Stillen einfach angenehmer. Irgendwann zeigen die Kinder von allein, dass man sie so langsam mal ins eigene Bett "entlassen" kann.

    Ich bin für unsere Einschlafmethoden oft belächelt worden, würde (und werde :)) es aber immer wieder so machen.

    Viele Grüße,
    Birgit
     
    #14
  15. 10.12.07
    lilo&stitch
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    lilo&stitch ohneTüten

    AW: ferbern - jedes Kind kann schlafen lernen - Dr. Richard Ferber

    Hallöchen!

    Ich hör hier zum ersten mal etwas von dieser Methode und bin leicht erschrocken das man mit Kindern so was machen muss!
    Meine Kinder haben schon von Anfang an in ihrem Bett geschlafen, da ich keine Stillkinder hatte und sowieso Nachts aufstehen musste um die Mahlzeit zuzubereiten. Wir hatten liebevolle Einschlafrituale, feste Mahlzeiten und feste Schlafzeiten. Es wurde auch kein Licht brennen gelassen. Sie wurden auch nicht mit dem Kinderwagen stundenlang in den Schlaf gefahren sondern wir gingen Spazieren wenn sie ausgeschlafen hatten u. ich auch ein bisschen Mittagsruhe hatte. Was nützt einem Kind eine Mutter die vor Müdigkeit umfällt.
    Hausarbeit wurde Tagsüber erledigt und der Abend gehörte mir und meinem Mann (der ist ja auch noch da).
    Sonntags ist der "im Elternbett-Kuschel-Tag" da ist dann ausgiebig Zeit dafür.
    Und wenn eins meiner Kinder so Krank ist das man ständig schauen muss, dann Schlaf ich auch mal im Kinderzimmer.
    Bis auf den normalen Wahnsinn mit Zahn- und Wachstumsschmerzen haben wir Kinder die Nachts und Mittags immer geschlafen haben. (Finn schläft jetzt noch Mittags seine 2 Stunden)

    Ich weiß das jedes Kind seine eigene innere Uhr hat, aber man hat die Möglichkeit mit kleinen Ritualen (Kinder lieben Rituale) die Uhr ein wenig in die gewünschte Richtung zu schubsen.
    Ausserdem sollte sich jede Mutter ihre eigene Ruheinsel schaffen den nur eine ausgeruhte Mutter ist eine brauchbare Mutter.
     
    #15
  16. 10.12.07
    asterix0203
    Offline

    asterix0203 .

    AW: ferbern - jedes Kind kann schlafen lernen - Dr. Richard Ferber

    Hallo Birgit,

    oh ja, das Belächeln, das kenn ich. Und die ewigen Sprüche: "Den kriegst Du nie wieder aus dem Bett raus..." Ich hab mir immer gedacht, da ist dieses Kind 9 Monate so wohlig warm und geborgen in Mamas Bauch und mir so nahe, und dann muss es schon diesen Geburtsschock verkraften und soll dann auch noch allein in einem Bett schlafen? Für mich war das kein Problem die ersten Wochen grundsätzlich mit unserem Süßen in`s Bett zu gehen (außerdem war ich da eh auch schon bettreif;)).

    Liebe Grüße
     
    #16
  17. 11.12.07
    Renra
    Offline

    Renra

    AW: ferbern - jedes Kind kann schlafen lernen - Dr. Richard Ferber

    Also zu dem Thema kann ich nur sagen: Wenn solche Methoden in Altenheimen propagiert würden, um das Pflegepersonal zu entlasten wären viele entsetzt.
    Aber bei kleinen Kindern ist das ok...
    Wer glaubt ihr, findet diese Methode dann mal für Alte angemessen?
    Die heutigen kleinen Kinder vielleicht, weil Ihnen hats ja auch nicht geschadet?
    Ich finde dazu übrigens das Buch "In Liebe wachsen" (Hrsg. La Leche Liga) sehr schön.
    Da wird erklärt warum es tatsächlich funktioniert:
    Eine Ratte findet heraus, daß sie immer dann Futter (positive Verstärkung) bekommt, wenn sie einen Hebel betätigt.
    Bleibt das Futter (positive Verstärkung) aus, so wird sie den Hebel immer seltener und schließlich nicht mehr betätigen.
    Zum Schlafenlernen muß ein Kind also beigebracht bekommen, daß auf sein Hebelbetätigen (Schreien) keine positive Verstärkung (Mutter) mehr kommt.

    Der Haken laut "In Liebe wachsen":
    Das Futter ist für die Ratte so wichtig wie die Mutter fürs Kind...

    Mein Kleiner schläft ganz problemlos bei uns im Bett, auch die Nacht durch, zumindest weckt er uns nicht nachts (nur manchmal, wenn er mehr Hunger hat als die eine Seite hergibt...) - mal schauen, wann wir ein größeres kaufen...=D
     
    #17
  18. 11.12.07
    elke409
    Offline

    elke409

    AW: ferbern - jedes Kind kann schlafen lernen - Dr. Richard Ferber

    Guten Morgen!

    Unser Sohn hat die ersten 8 Wochen jede 1 1/2 Stunden geschrien - ich wollte auch alles richtig machen - so wie jede Mutter... Da wir bei der Geburt ziemliche Komplikationen hatten, war ich wohl doppelt fürsorglich und durch die dramatschen Szenen bei der Geburt, die Ungewißheit danach, hatte ich keine Milch zum Stillen (psychisch bedingt) und so hielt ich mich genau an die Vorgabe vom Krankenhaus... Und das Kind hat immer in solch kurzen Abständen geschrien und nach dem Fläschchen verlangt - da wirst neben selber kaputt und so habe ich dann beschlossen, wegzugehen von der Pre-Nahrung und siehe da, Sohnemann hat von dort an die ganze Nacht durchgeschlafen, also manchmal sind sie auch nur hungrig :p.

    Er hat als Baby immer selbst bestimmt, wann er was haben möchte, es gab keinen fixen Zeitplan und ich würde es immer wieder so machen... Es gab auch den Fall, daß er sich einfach mal in den Schlaf weinte, da war es besser einfach nichts zu tun, er war einfach schon geschafft und das dauerte dann auch nicht lange bis er eingeschlafen war - aber stundenlang ein Baby schreien zu lassen - das könnte ich nicht...

    Ich denke, daß eine Mutter instinktiv genau weiß, weshalb das Baby weint und kann danach handeln, dazu braucht man keine guten Erziehungsratschläge oder Bücher :p

    lg Elke
     
    #18
  19. 11.12.07
    audrey680
    Offline

    audrey680 Leseratte

    AW: ferbern - jedes Kind kann schlafen lernen - Dr. Richard Ferber

    Hallo zusammen,

    sorry, dann bin ich eine schlechte Mutter ;)
    Ich wusste mir nicht mehr anders zu helfen....................

    Vorweg, ich habe 3 Kinder....mittlerweile 10, 6 und 4 Jahre alt....... meine Tochter, jetzt 10 Jahre hat mich einfach völlig überfordert, sie war als Säugling bis zu 19 Stunden am Stück wach.......................in denen sie schrie wie am Spiess....................
    medizinisch war alles in Ordnung!

    In dieser Situtation greift man nach jedem Strohhalm auch nach "Jedes Kind kann schlafen lernen"................... bei uns hat es genau eine Nacht gedauert.... danach haben wir nie wieder Schwierigkeiten gehabt....allerdings gab es dann wie Tani oben beschrieb, ganz konsequent einen Rhythmus.... sowohl was das Essen als auch das Schlafen betraf....... wir sind damit gut gefahren.

    Auch kann und konnte ich nicht mit meinen Kindern in einem Bett schlafen - AUSNAHME, sie sind krank...................
    ich mache dann nämlich die ganze Nacht kein Auge zu.............und da geht es mir wie Tani nur einen ausgeschlafenen Mutter, kann ihren "Job" machen!

    Grundsätzlich ist mir die Methode "jedes Kind kann schlafen lernen" auch zu extrem.............. wir hatten Glück, daß es nach einer Nacht funktionierte...vielleicht merkte sie einfach auch unsere Entschlossenheit... aber ich kann euch sagen, diese 13 Wochen waren meine härteste Zeit...ich fühlte mich für alles bestraft, was ich im Leben vielleicht nicht ganz so gutes getan hatte ;)

    Übrigens die beiden kleineren Jungs, schliefen recht gut, schrieen auch nicht pausenlos, dafür standen sie später nachts immer auf :) ................ aber wie war das.........die Zeit mit den Kindern geht so schnell vorbei ;)

    Grüße

    Sabine
     
    #19
  20. 11.12.07
    marcy
    Offline

    marcy M

    AW: ferbern - jedes Kind kann schlafen lernen - Dr. Richard Ferber

    Hallo!

    Also, ich kenne das Buch nur vom Erzählen einer Freundin und habe es bei meinem ersten "bedingt" angewand.
    Solange ich gestillt habe, hat er teilweise bei uns im Bett geschlafen (weil ich immer während dem Stillen einschlief;)). Als er dann 8 Monate war, kam er in sein eigenes Kinderzimmer, da wir umzogen und mehr Platz hatten. Ich habe Ihn zum einschlafen auch mal weinen lassen.
    Ich finde, man muß immer raushören können, warum das Kind weint. Wenn er weinte, weil es schon total übermüdet war, da ich den richtigen Zeitpunkt verpeilt hat, dann bin ich immer wieder zu ihm ins Zimmer gegangen und habe ihn beruhigt, bin dann aber auch wieder raus. Wenn ich nämlich drin geblieben bin und mich rausschleichen wollte als er eingeschlafen war, hat er auch wieder das brüllen angefangen.
    Und in Extremsituationen, wenn er so ausdauern geweint hat, dass ich schon Aggressionen in mir gespürt habe, dann bin ich lieber mal draußen geblieben, als in den Schlagzeilen zu landen... :violent1:
    Wenn er aber schlecht geträumt hat, Zahnschmerzen hatte, waren mein Mann und ich immer sofort zur Stelle und haben Ihn getröstet, aber nicht aus dem Bett genommen, da er teilweise gar nicht richtig wach war und wir Ihn dadurch nur richtig munter gemacht hätten.
    Zu uns ins Bett habe ich Ihn erst in den Morgenstunden genommen, wenn mein Mann schon zur Arbeit gegangen ist (5 Uhr).
    Verlustängste hat er eigentlich nicht, er hängt nicht an meinem Rockzipfel und ist anderen gegenüber aufgeschlossen.

    Bei meiner Süßen jetzt bin ich etwas anders und drücke mal eher ein Auge zu. Aber auch sie reiße ich nicht bei jedem Gewimmer aus ihrem Bett und beruhige sie auf dem Arm, sondern lege ihr sanft die Hand auf Ihre Wange, halte ihre Händchen und lege meine Hand auf ihre Brust (seitdem sie abgestillt ist und sie in Ihrem eigenen Bett schläft, vorher schlief sie auch in so einem Babybalkon).

    Mit Kindern braucht man viel Feingefühl, das manchmal beim ersten Kind noch nicht so ausgereift ist. Die Perfekte Methode gibt es nicht. Außerdem gibt es Kinder, die Problemlos schlafen. Wenn man es ihnen schön gemütlich und kuschelig macht und sie nicht wie auf einer Pritsche und auf dem Prestentierteller schlafen müssen, ist ihnen schon viel damit geholfen.

    Ich bin der Meinung, man kann sich über viele Methoden zum Einschlafen oder auch Erziehen informieren und sucht sich dann nur das für sich persönlich Beste raus. Denn wir sind alle unterschiedlich und haben andere Bedürfnisse.
     
    #20

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