Frauen steuerlich abschreiben

Dieses Thema im Forum "Witze" wurde erstellt von Schneckenbimmel, 27.12.06.

  1. 27.12.06
    Schneckenbimmel
    Offline

    Schneckenbimmel

    Unverständlicherweise ist die bilanzielle Behandlung von Ehefrauen in der
    Literatur noch wenig behandelt, obwohl sie zu den Gegenständen des täglichen
    Bedarfs gehören und sehr verbreitet sind.

    Die vorliegende Untersuchung versucht, dem durch einige kurze Hinweise
    abzuhelfen.

    1. Zuordnung zu den Vermögensposten:

    Ehefrauen sind als notwendiges Betriebsvermögen zu aktivieren, wenn sie dem Ehemann dauernd zu dienen bestimmt sind. Die Zuordnung zum
    Anlage- oder Umlaufvermögen ist davon abhängig, ob es sich nach der
    Auffassung des Eigentümers um einen Gebrauchs- oder Verbrauchsgegenstand handelt. An dieser Stelle muß davor gewarnt werden, im ersten Überschwung der Gefühle, Frauen den immateriellen Wirtschaftsgütern zuzurechnen - es stellt sich stets heraus, daß sie äußerst materiell sein können. Eher empfiehlt es sich, je nach dem vorliegenden Exemplar, eine langfristige Verbindlichkeit zu passivieren.

    Umstritten ist die Frage, ob Frauen aufgrund der verschiedensten
    Nutzungszusammenhänge auch in unterschiedliche Wirtschaftsgüter (ähnlich wie bei Gebäuden) aufzuteilen sind. § 13 EStR gibt dazu keine erschöpfende
    Auskunft.

    2. Bewertung:

    Da Frauen heute überwiegend fertig angeschafft werden, weil das sogenannte Inzestverbot die Eigennutzung selbsthergestellter Frauen praktisch ausschließt, kommen für die Bewertung grundsätzlich nur Anschaffungskosten in Frage. Im Gegensatz zu den klaren Verhältnissen bei den meisten Anschaffungsvorgängen wird dieser Betrag jedoch nicht in einer Summe, sondern in kleinen Teilbeträgen entrichtet. Dabei werden für Kinobesuche, Eis, Geschenke etc. mit der Zeit Unsummen aufgewendet, die sich klarer buchhalterischer Erfassung meist entziehen.

    Diese Ausgaben werden, obwohl sie eindeutig den Charakter von Werbungskosten haben, steuerlich nicht als solche anerkannt, so daß sie sich nicht steuermindernd auswirken. Dieser Nachteil sollte alle Kulturstaaten veranlassen, so bald wie möglich auf das in fortschrittlichen Ländern Afrikas entwickelte moderne Verfahren überzugehen und den sogenannten Brautpreis in einer Summe an die Eltern zu zahlen.

    3. Abschreibung:

    Liegen die Anschaffungskosten fest, so ist bei der längerfristig genutzten
    Ehefrau die AfA zu klären. Früher wurden Frauen stets degressiv
    abgeschrieben, da man davon ausging, daß sie mit der Inanspruchnahme
    wesentlich in der allgemeinen Wertschätzung sanken. Die Auffassung darüber hat sich inzwischen gewandelt, so daß auch die lineare Abschreibung zulässig ist. Einige Verfechter der degressiven Abschreibung wollen diese auch weiterhin beibehalten; sie argumentieren damit, die degressive Abschreibung habe den Vorteil, daß sich die abnehmende Abschreibungsbeträge mit den zunehmenden Kosten für Instandhaltung und Reparatur zu einem in der Summe gleichbleibenden Aufwand zusammenfassen lassen. Das Hauptproblem ist die noch nicht ausdiskutierte Frage der Nutzungsdauer.

    Auch die AfA-Tabellen helfen hier nicht weiter, da die lange erwarteten
    Spezial-AfA-Tabellen noch immer nicht erschienen sind, obwohl die
    zuständigen Referenten des BMF schon lange an ihnen arbeiten. Problematisch ist die starke Differenz von Lebensdauer und betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauer. Zur Zeit arbeitet man an einer Umstellung der Tabellen nach Baujahr, wesentlichen Konstruktionsmerkmalen (Massivbau, Leichtbau, Erhaltungszustand usw.). Dabei wird wohl eine Pauschalisierung der ansetzbaren Anschaffungskosten (mtl. Unterhaltungskosten x Vervielfältiger) herauskommen.

    Ein weiteres Problem stellen die Teilwertabschreibungen dar. Keinesfalls
    sind hier die Wiederbeschaffungskosten anzusetzen (wer würde so etwas schon wiederbeschaffen ?), sondern der Einzelveräußerungspreis abzüglich der meist erheblichen Veräußerungskosten. Je nach Verkehrsfähigkeit werden oft erhebliche Abschläge nötig. Bei jüngeren Frauen können auch Zuschreibungen in Frage kommen, jedoch handelt es sich bei den Ausgaben für Friseur, Kosmetik, Bekleidung, Urlaub etc. um Erhaltungsaufwand, der nicht zu aktivieren ist. Nur bei größeren Überholungen (Liften, andere kosmetische Operationen) geht der BFH in ständiger Rechtsprechung von nachträglichen Herstellungskosten aus und verlangt eine Zuschreibung.

    4. Sonderfälle:

    Schon vor Jahren wurde geklärt, daß Zuschreibungen wegen bestehender
    Schwangerschaft unzulässig sind. Nach der Kuh-Kalb-Theorie des BFH ist
    vielmehr ein dem zusätzlichen Futteraufwand der Mutter entsprechender Betrag als Herstellungskosten des Babys anzusetzen. Bei (nichtgewerblicher) Fremdnutzung ist (soweit diese Nutzung überhaupt bekannt ist) keine Forderung zu aktivieren, da hierbei keine Mieterträge realisiert werden. Diese Forderungen sind erfahrungsgemäß uneinbringlich, so dass sie wieder voll abgeschrieben werden müssten. Es ergibt sich also keine Auswirkung auf den Totalgewinn. Bei der Nutzung anderer Frauen ist kein Bilanzposten zu aktivieren, da diese Frauen dem Eigentümer (Ehemann) zuzurechnen sind und somit ein Bilanzierungsverbot besteht.

    Ledige Frauen sind nur als gewillkürtes Betriebsvermögen zulässig, da sie
    meist nicht zur dauernden Nutzung bestimmt sind.

    Zum Schluß noch ein Wort an alle männlichen Leser:

    Es finden sich immer noch Bilanzen mit unzulässig aufgeblähtem Vermögen. In fast allen diesen Fällen zeigt sich bei näherer Betrachtung, dass das
    spezielle männliche Vermögen (lat.: potentia) aktiviert wurde. Doch auch
    hier gilt das strenge Niederstwertprinzip. Zwar klagen viele Frauen darüber,
    dass diese "potentia" im allgemeinen viel zu selten aktiviert würde -
    dennoch hat dieses Vermögen in der Bilanz nichts zu suchen, da es sich um
    immaterielle Werte handelt, die wegen der schwierigen Bewertbarkeit (meist
    Überbewertung) und der Unsicherheit zukünftiger Nutzungsmöglichkeiten nicht bilanzierungsfähig sind, auch wenn manche Männer es für ihr wichtigstes Vermögensteil halten.

    Diese Männer sollten sich damit trösten, dass dieses Vermögen auch ohne
    Bilanzierung einen wesentlichen Teil ihres Eigenkapitals darstellt - und es
    ist gut, gerade auf diesem Gebiet reichlich stille Reserven zu halten.
     
    #1
  2. 28.12.06
    Benedicta
    Offline

    Benedicta

    AW: Frauen steuerlich abschreiben

    *plonk*

    Grüße,
    Benedicta
     
    #2
  3. 28.12.06
    Jerry
    Offline

    Jerry

    AW: Frauen steuerlich abschreiben

    Nicht schlecht - und steuerrechtlich gar nicht so unzutreffend ;)
     
    #3

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