Gugelhupf

Dieses Thema im Forum "Backen: Süße Sachen" wurde erstellt von Elli, 11.09.03.

  1. 11.09.03
    Elli
    Offline

    Elli

    Hallöchen,
    hab' mir kürzlich die Gugelhupf-Silikonform von Tupper gekauft und würde wahnsinnig gerne jetzt mal einen solchen backen. Über Suchen hab' ich nix gefunden. Kennt jemand ein James taugliches Rezept ??
     
    #1
  2. 12.09.03
    km62
    Offline

    km62 Campingkocher

    Hallo Elli,

    Meine Mutter machte immer einen Backpulvergugelhupf. Ich habe ihr Rezept auf James umgebaut:

    Gugelhupf

    100 g Butter
    100 g Zucker
    1 Pk Vanillezucker
    2 Eier
    ¼ l Milch
    400 g Mehl (griffig)
    1 Pk Backpulver
    1 Zitrone (unbehandelt)
    50 g Rosinen
    1 Pr Salz

    Zitrone abreiben. Butter auf Raumtemperatur bringen.
    Butter, Zucker, Vanillezucker und Eier im Mixtopf 1 Min. / Stufe 4 schaumig rühren.
    Restliche Zutaten zugeben und 20 - 30 Sek. / Stufe 6 mit Spatelunterstützung zu einem cremigen Teig verarbeiten.
    In die ausgebutterte und mit Bröseln bestreute Form geben und bei 180°C ca. 60 Min. backen. Den fertigen Gugelhupf mit Puderzucker bestauben.

    Eventuell kann eine Spur mehr Mehl genommen werden. Wenn es bei Euch kein griffiges Mehl gibt, sollte es Mehl Typ 405 bis 480 sein.

    Manche Leute trennen Eigelb und Eiweiß, rühren den Teig mit dem Eigelb an und heben zum Schluss den steifgeschlagenen Eischnee darunter. Geschälte Mandeln und/oder Rum gibt es auch.

    Es gibt aber auch Rezepte für Hefeteig ( z. B. der französische Kougelhof).
    Ich habe auch schon einen Biskuit-Gugelhupf gegessen (mit Schokoguss)

    Für einen Marmorgugelhupf wird der Rührteig nach dem Anrühren getrennt und eine Hälfte mit Kakaopulver gefärbt und beide Teige in Schichten in die Form gegossen.

    Der Kärntler Reindling auf Seite 116 vom Buch "Kocherlebnisse mit dem Thermomix" wird in manchen Gegenden Kärntens in einer Gugelhupf-Form und nicht in einer Springform gebacken (Früher verwendete man statt der Springform eine große Kasserole, österr.: die Rein, daher Reindling) .

    Auch das Rührteigrezept von Seite 118 in "Kocherlebnisse ..." könnte ich mir gut als Grundlage vorstellen.

    Ich arbeite am liebsten mit einer Glasform von Jenaer.

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    Eine wichtige Ergänzung zum Reindling-Rezept: Nach dem ersten Gehen des Hefeteiges wird er auf einem bemehlten Brett ausgerollt, mit zerlassener Butter, Zucker und Zimt - eventuell auch Rosinen - bestreut, eingerollt und spiralig in die Form gelegt. Auch die angegeben Marmelade- oder Mohnfüllung ist möglich, Aber immer: Ausrollen - Bestreuen - Einrollen - und wie eine Schnecke in die Form legen.
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    #2
  3. 12.09.03
    Möhrchen
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    Möhrchen Moderator

    Hallo Kurt,

    ich bin auch ein großer Guglhupffan und habe mich daher besonders über Dein Rezept gefreut. Aber kannst Du mir verraten, was griffiges Mehl ist? Ich glaube, wir hatten den Begriff schon einmal im Forum diskutiert, kann mich aber nicht erinnern, ob wir überhaupt zu einem Ergebnis gekommen sind.

    Wann schläfst du eigentlich? Von mir kann ich mir nicht vorstellen nachts um 3.08 Uhr Rezepte in den PC einzugeben :wink: !

    Liebe Grüße

    Ute
     
    #3
  4. 12.09.03
    km62
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    km62 Campingkocher

    Hallo Möhrchen,

    Ich fange hinten an: Ich war gestern in Wien, habe am Nachmittag Siesta gefeiert und bin mitten in der Nacht heimgefahren. Natürlich erst nach Abschiedskaffee und mit einer Kaffeepause um Eins. Um halb 3 war ich daheim, aber als Folge des Kaffees zu aufgedreht um zu schlafen.

    Griffiges Mehl ist Mehl, das mit Dunstteilchen versetzt ist (Dunst = viel feiner als Grieß, aber noch nicht Mehl). Wenn man dieses Mehl zwischen Daumen und Zeigefinger verreibt, fühlt es sich etwas rau an. Gegensatz dazu: glattes Mehl. Mit der Typennummer hat das nichts zu tun. Es wurde (und wird) in Österreich für Kuchen etc. verwendet. Es läßt sich leichter verrühren, was aber bei modernen Geräten wie z. B. James keine Rolle mehr spielt. Für Strudelteige, die ausgezogen werden, verwendet man glattes Mehl. Heute wird aber auch in Österreich mehr und mehr sog. "Universalmehl" verwendet. Ich selbst verwende zum Kuchenbacken immer noch griffiges Mehl, ohne dass aber wirklich im Endprodukt ein Unterschied zu merken ist.

    Viel Spaß beim Gugelhupfbacken.
     
    #4
  5. 13.09.03
    Pippilotta
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    Pippilotta Moderator

    Hallo Möhrchen,

    vielleicht kann ich auch noch ein wenig zur Aufklärung beitragen. Mir persönlich ist griffiges Mehl schon ein Begriff, aber ich wohn' ja auch in Bayern ca. 30 min von Österreich entfernt. Ich nehm' mir immer griffiges Mehl aus Österrreich mit, weil es dort viel günstiger ist als bei uns.

    Ich weiß nicht ob es bei euch von der Fa. "Rosenmehl" Produkte gibt, denn das "Wiener Griessler-Mehl" ist ein griffiges Mehl. Ich persönlich benutze griffiges Mehl immer für Hefeteige, ich finde die werden dann irgendwie lockerer.

    Liebe Grüße

    Pippilotta :wink:
     
    #5
  6. 13.09.03
    Elli
    Offline

    Elli

    @kurt

    vielen Dank für das Rezept, es klingt wirklich sehr interessant und ich werde es bestimmt bald ausprobieren.

    @alle

    Freue mich als Backfan natürlich über weitere Rezepte.
     
    #6
  7. 02.05.07
    km62
    Offline

    km62 Campingkocher

    AW: Gugelhupf

    Hallo Gugelhupffans!

    Nur weil ich ihn wieder einmal gemacht habe, gibt es ein Kommentar zu den bisherigen Postings:

    In der Zwischenzeit habe ich auch eine Gugelhupfform aus Silikongummi und bin mit der viel glücklicher als mit der einst so geliebten Glasform.

    Gestern gab es wieder einmal so einen G., statt der Milch verwendete ich 1/4 l Yoghurt (Mager-, Natur- oder was ähnliches) und statt der frisch abgeriebenen Zitrone einen Esslöffel des selbstgemachtem Zitronenzuckers. Beides hat zur Geschmacksverbesserung beigetragen.

    Beim Durchlesen des Rezeptes erinnerte ich mich an jene Zeiten, in denen man hervorragende Kuchen mit wenig Fett und nur mit 2 Eiern backen konnte. Es gab natürlich auch keine Zitronen, dafür wurde Backaroma Zitrone, also die reinste Chemie, verwendet. Auch war es nicht immer möglich, Rosinen zu bekommen. Meine Mutter löste das Problem, indem sie einige der Marillen (=Aprikosen) und Zwetschken (:plaumen), die wir Dank des Gartens meiner Großmutter hatten, entkernt zum Trocknen an einem schattigen und durchlüfteten Ort auflegte und solange täglich wendete bis sie ihr trocken genug schienen. Diese getrockneten Früchte wurden dann in kleine Würfelchen geschnitten und als Rosinenersatz verwendet. Butter gab es natürlich nicht, dafür die gute Margarine mit dem herrlichen Chemiegeschmack. Statt Milch gab es Trockenmilchpulver aus den amerikanischen CARE-Paketen und die nötige Menge Wasser.

    Dieses Gugelhupfrezept lief damals in unserer Familie unter dem Namen "Geburtstagsgugelhupf", weil in den Jahren 1946 bis 1948 diese Mengen an Fett und Zucker auch nicht leicht zur Verfügung standen und nur an den (damals) 6 Geburtstagen im Jahr (Mutti, Vati, Oma, Opa, Schwesterchen und ich) von der Normalkost abgezwackt wurden.
     
    #7
  8. 23.06.07
    snowbird
    Offline

    snowbird

    AW: Gugelhupf

    Hallo km62
    Hab heut Deinen Gugelhupf gebacken und der war echt lecker.
    Hatten heute unverhofft Gäste bekommen und da ist mir Dein Rezept gerade eingefallen. Auch die Gäste waren begeistert. wie man auf die schnelle so einen leckeren Kuchen zaubern kann.
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    Gruß snowbird
     
    #8

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