Hochzeitslesung

Dieses Thema im Forum "Feste feiern" wurde erstellt von schnecke84, 27.11.11.

  1. 27.11.11
    schnecke84
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    schnecke84

    Hallo Liebe Hexen

    Wir heiraten nächstem Jahr im Mai kirchlich. Nun sitzt ich gerade über der Vorbereitungen für die Kirche.
    Ich such verzweifelt nach einer Lesung! Sie sollte nicht zu lang sein und einfach zu lesen!
    Habt ihr irgendwelche Vorschläge für mich? Oder was hattet ihr für Texte bei euren Hochzeiten?

    Danke für eure Hilfe.
    Lg Tina
     
    #1
  2. 27.11.11
    Sandi
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    Sandi auf dem richtigen Weg

    Hallo Tina,

    wenn Du nicht unbedingt einen biblischen Text haben möchtest, kann ich Dir den empfehlen, den ich bei meiner Schwester in der Kirche vorgelesen habe.

    [h=1]Die Insel der Gefühle[/h]Vor langer Zeit existierte einmal eine wunderschöne, kleine Insel. Auf dieser Insel waren alle Gefühle der Menschen zu Hause: Der Humor und die gute Laune, die Traurigkeit und die Einsamkeit, das Glück und das Wissen und all die vielen anderen Gefühle. Natürlich lebte auch die Liebe dort.
    Eines Tages wurde den Gefühlen jedoch überraschend mitgeteilt, dass die Insel sinken würde. Also machten alle ihre Schiffe seeklar, um die Insel zu verlassen. Nur die Liebe wollte bis zum letzten Augenblick warten, denn sie hing sehr an ihrer Insel.
    Bevor die Insel sank, bat die Liebe die anderen um Hilfe.
    Als der Reichtum auf einem sehr luxuriösen Schiff die Insel verließ, fragte ihn die Liebe: "Reichtum, kannst du mich mitnehmen?"
    "Nein, ich kann nicht. Auf meinem Schiff habe ich sehr viel Gold, Silber und Edelsteine. Da ist kein Platz mehr für dich."
    Also fragte die Liebe den Stolz, der auf einem wunderbaren Schiff vorbeikam. "Stolz, bitte, kannst du mich mitnehmen?"
    "Liebe, ich kann dich nicht mitnehmen", antwortete der Stolz, "hier ist alles perfekt und du könntest mein schönes Schiff beschädigen."
    Als nächstes fragte die Liebe die Traurigkeit: "Traurigkeit, bitte nimm du mich mit."
    "Oh Liebe", sagte die Traurigkeit, "ich bin so traurig, dass ich allein bleiben muss."
    Als die gute Laune losfuhr, war sie so zufrieden und ausgelassen, dass sie nicht einmal hörte, dass die Liebe sie rief.
    Plötzlich aber rief eine Stimme: "Komm Liebe, ich nehme dich mit."
    Die Liebe war so dankbar und so glücklich, dass sie ganz und gar vergaß, ihren Retter nach seinem Namen zu fragen.
    Später fragte die Liebe das Wissen: "Wissen, kannst du mir vielleicht sagen, wer es war, der mir geholfen hat?"
    "Ja sicher", antwortete das Wissen, "das war die Zeit."
    "Die Zeit?" fragte die Liebe erstaunt, "Warum hat mir die Zeit denn geholfen?"
    Und das Wissen antwortete: "Weil nur die Zeit versteht, wie wichtig die Liebe im Leben ist."
    Verfasser leider unbekannt
     
    #2
  3. 28.11.11
    Kurun
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    Kurun

    Hallo Tina,

    ist das schön.....

    Danke
    Kurun
     
    #3
  4. 28.11.11
    Seepferdchen
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    Seepferdchen

    Hallo Sandi,

    berührend und wunderschön.

    Liebe Grüße
    Seepferdchen
     
    #4
  5. 28.11.11
    Naschkätzchen
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    Naschkätzchen

    Hallo Sandi,

    das ist ja wirklich schön. DANKE!
     
    #5
  6. 28.11.11
    Beryll
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    Beryll

    Hallo Sandi,

    diese Lesung hat mein Bruder am Pfingstsamstag anläßlich der Hochzeit seines Sohnes vorgetragen. Ist ein wunderschöner Text.
    LG Beryll/Anja :rolleyes:
     
    #6
  7. 28.11.11
    SandraH
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    SandraH

    Hallo Tina!

    Wir hatten 2 Lesungen, einmal das Hohe Lied der Liebe (Korinther 13):
    Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, / hätte aber die Liebe nicht, / wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch reden könnte / und alle Geheimnisse wüsste / und alle Erkenntnis hätte; / wenn ich alle Glaubenskraft besäße / und Berge damit versetzen könnte, / hätte aber die Liebe nicht, / wäre ich nichts. Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte / und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, / hätte aber die Liebe nicht, / nützte es mir nichts. Die Liebe ist langmütig, / die Liebe ist gütig. / Sie ereifert sich nicht, / sie prahlt nicht, / sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, / sucht nicht ihren Vorteil, / lässt sich nicht zum Zorn reizen, / trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, / sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, / glaubt alles, / hofft alles, / hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf. / Prophetisches Reden hat ein Ende, / Zungenrede verstummt, / Erkenntnis vergeht. Denn Stückwerk ist unser Erkennen, / Stückwerk unser prophetisches Reden; wenn aber das Vollendete kommt, / vergeht alles Stückwerk. Als ich ein Kind war, / redete ich wie ein Kind, / dachte wie ein Kind / und urteilte wie ein Kind. Als ich ein Mann wurde, / legte ich ab, was Kind an mir war. Jetzt schauen wir in einen Spiegel / und sehen nur rätselhafte Umrisse, / dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, / dann aber werde ich durch und durch erkennen, / so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin. Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; / doch am größten unter ihnen ist die Liebe.

    und dann noch "Spuren im Sand":

    Eines Nachts hatte ich einen Traum:
    Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
    Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten,
    Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.
    Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
    meine eigene und die meines Herrn.
    Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen
    war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte,
    daß an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur
    zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten
    Zeiten meines Lebens.
    Besorgt fragte ich den Herrn:
    "Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du
    mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein.
    Aber jetzt entdecke ich, daß in den schwersten Zeiten
    meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
    Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am
    meisten brauchte?"
    Da antwortete er:
    "Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie
    allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
    Dort wo du nur eine Spur gesehen hast,
    da habe ich dich getragen."

    Und zum Schluss hatten wir noch diesen Tetx, den finde ich auch sehr schön. Der war nur als Zugabe im Heftchen drin:

    Ich nehme Dich an

    Dich.
    Nicht ein ideales Traumbild von einem Supermann, einer Superfrau.
    Es ist auch nicht der kindliche Wunsch nach der weiter verwöhnenden Mutter,
    nach dem starken, beschützendem Vater.
    Ich meine wirklich dich:
    diesen leibhaftigen Menschen neben mir.
    Dich mit Haut und Haaren,
    mit dem Grübchen am Kinn
    und den zusammengewachsenen Brauen,
    mit Deinem Charme und Deinen Macken
    mit Deinen Pickeln und Deinen Schweißfüßen.
    Dich nehme ich an.
    So wie Du bist.
    Nicht so wie ich Dich gerne hätte.
    Ich betrachte Dich nicht als mein Erziehungsprojekt.
    Ich liebe Dich nicht mit Bedingungen“ wenn Du...“.
    Ich nehme Dich an
    mit Deiner Kinderstube und Deinen Manieren.
    Mit dem, was Du gelernt hast,
    und mit dem was Du nicht gelernt hast.
    Mit Deiner Vorliebe für Schokolade,
    und Deiner Angst vor Seilbahnfahren.
    Mit Deinen Stärken und mit Deinen Schwächen,
    mit Deiner Sonnenseite und mit Deinem Schatten.
    Ja, auch das nehme ich an,
    was Du selbst nur schwer annehmen kannst an Dir.
    Alles, was zu Dir gehört:
    wie Du Dich entwickelt hast,
    wie Du jetzt bist,
    wie Du sein wirst in zehn Jahren.

    Ich nehme Dich an.
    Dich. Diesen erwachsenen, verwachsenen,
    nie ausgewachsenen, immer weiter wachsenden,
    stacheligen, zärtlichen, spröden, herzlichen,
    unausstehlichen, liebenswerten, lebendigen,
    menschlichen Menschen.
    Dich nehme ich an.

    Vielleicht gefällt dir ja etwas.
     
    #7
  8. 29.11.11
    betsy1952
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    betsy1952

    Wie schöööööön! Habe eine Gänsehaut!

    liebe Grüße Dagmar
     
    #8
  9. 01.12.11
    schnecke84
    Offline

    schnecke84

    Hallo,
    danke für die vorschläge. Muss mal mit unserem Pfarrer reden ob die Lesung aus der Bibel sein muss oder nicht. Er ist halt schon a bissl älter. Naja einfach mal fragen :rolleyes:
    Hat wer noch andere Vorschläge?? Wär auch dankbar für Fürbitten :)
    LG Tina
     
    #9
  10. 01.12.11
    Leila
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    Leila glückliche Frau H. -

    Hallo Tina!

    Da ich dieses Jahr geheiratet habe, helfe ich dir natürlich gerne weiter =D. Aber willst du nicht, dass die Lesung, das Evangelium sowie die Fürbitten zu eurem Trauspruch paßt? Bei uns hat sich unser Spruch durch die ganze Kirche gezogen. Oder vielleicht habt ihr ja keinen?!? Ich hatte ebenfalls eine Kirchenzeitung gebastelt sowie Gastgeschenke usw. Also bei Fragen helfe ich dir gerne weiter!
     
    #10
  11. 01.12.11
    paraguaykatja
    Offline

    paraguaykatja

    Hallo Tina und alle,

    total schöne Lesungen! Mir läuft auch eine Gänsehaut über den Rücken...
    Was die Fürbitten - und auch die Lesungen angeht - gibt es normalerweise auch Vorschläge aus den jeweiligen Agenden (also "Gottesdienstfahrpläne) - die Traufragen sucht man sich ja in der Regel auch aus ein paar Vorschlägen aus.
    Wenn Du daran Interesse hast, suche ich Dir die Agende der Evangelischen Badischen Landeskirche raus, ist mein künftiger Arbeitgeber... ;)
    grüßle,
    Katja
     
    #11
  12. 02.12.11
    Lauffee
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    Lauffee

    Huhu, wir hatten folgende Fürbitten:

    Fürbitten Trauung

    1. Sprecher:
    Zum Fürbittengebet möchte ich Sie bitten aufzustehen (Pause). Wir beten: Gott, wir bitten dich für Lars und Melanie . Segne du ihre Ehe und mach uns alle zu guten Begleitern und Begleiterinnen. Lass uns ohne Neid sein, wenn sie glücklich sind. Und lass uns die rechten Worte finden, wenn es schwierig ist miteinander.
    2. Sprecher:
    Gott, wir bitten dich für alle, die in Ehen oder Partnerschaften zusammenleben. Gib uns die nötige Aufmerksamkeit füreinander im grauen Alltag. Gib uns immer wieder die Kraft, das einmalige unserer Liebe nicht herunterzuwirtschaften, sondern es immer wieder mit kleinen Worten und Aufmerksamkeiten zu beleben.
    1. Sprecher:
    Gott, wir bitten auch für alle, deren Partnerschaften zerbrochen und deren Leben so anders verläuft, als sie es einmal gehofft haben. Gib du, dass wir das Alte verarbeiten können, ohne zu verdrängen. Lass uns heute feiern, ohne Neid und Trauer.
    2. Sprecher:
    Gott, wir beten auch für die Menschen, die heute wenig Grund zur Freude haben. Wir denken an Menschen auf der Welt, die auf grund von Erdbeben, Dürren oder Stürmen von jetzt auf gleich alles verloren haben. Es fehlt ihnen an warmer Kleidung, an sauberem Wasser, am täglich Brot. Wir beten für die Menschen, die krank oder einsam sind und Traurigkeit empfinden.
    Schicke du ihnen Menschen, die ihnen neue Perspektiven zeigen. Wir beten für alle, dass sie Menschen helfen, die in Not sind.
    2. Sprecher:
    Wir beten gemeinsam:
    Alle:
    Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.
    Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
    Unser täglich Brot gib uns heute.
    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns vom dem Bösen.
    Denn, dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit - in Ewigkeit.
    Amen.


    Unser Trauversprechen:

    Ich nehme dich vor Gott und allen Anwesenden zu meinem Mann/meiner Frau. Mit dir lachen und weinen, reden und inne halten, dass ist es was ich jeden Tag mit dir möchte. Ich möchte bei dir sein und für dich da sein, will dir immer treu sein und dich lieben. Dazu helfe mir Gott. Nimm diesen Ring als Zeichen meiner unendlichen Liebe.

    Wir hatten auch zwei oder drei Lesungen, muß ich mal raussuchen, find ich jetzt auf Anhieb nicht.

    Im Übrigen hatten wir auch Schwierigkeiten mit dem Pfarrer, er wollte singen, wir ne Band :) Hinterher haben wir uns darauf geeinigt, dass wir Viel Glück und viel Segen singen, weils mein Geburtstag und der von einem der Kinder meines Mannes war und den Rest die Band macht, die Organisten hatte frei.


    Grüße

    Melanie
     
    #12

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