Hundefrage

Dieses Thema im Forum "Fellkinder" wurde erstellt von Lillimonster, 31.03.04.

  1. 31.03.04
    Lillimonster
    Offline

    Lillimonster

    Liebe Hexen,
    mal eine ganz andere Frage:
    Sind Hundebesitzer unter Euch?
    Vielleicht welche, die mit einem Beagle Erfahrung haben? :p

    Wir überlegen, uns einen Hund zuzulegen. Sowas will bekanntlich gut durchdacht sein. Urlaubspflegeplatz etc. hätten wir schon.

    Jetzt gehts um die Rasse. Wir haben eine 5 jährige Tochter und ein kleines Haus mit kleinem Garten. Der Hund sollte also maximal Kniehöhe haben. Mein Mann hat Hundeerfahrung, ich nicht. Der Hund wäre selten alleine und sollte kein Kläffer sein.
    Hat jemand eine Idee? :-O
    Und was ist besser: Rüde oder Hündin?

    Wenn unser Tierheim einen Welpen-Mischling hat, nehmen wir freilich auch den. Sind bekanntlich eh die schlausten. :wink:

    Danke schonmal für Eure Antworten
     
    #1
  2. 31.03.04
    Reximama
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    Reximama Lebenslängliche Sterneköchin

    Hallo Lilimonster,
    die Idee mit dem Mischlings-Welpen finde ich persönlich die Beste.
    Kläffen kann man einem Hund zum gewissen grad abgewöhnen, hier hilft auf jeden Fall der Besuch einer Hundeschule, schon um das Sozialverhalten des Tieres zu prägen.
    Entscheidung ob Rüde oder Hündin:

    Hündinnen sind generell "pflegeleichter", ich denke bis auf wenige Ausnahmen nicht so störrisch und sehr viel anhänglicher.
    Nachteil: Die Läufigkeit. Gut, das kann man in den Griff kriegen, wenn man sie nach dem 2. Mal sterilisieren lässt. Ansonsten hat man in dieser Zeit keine Ruhe vor den Rüden, die das meilenweit riechen und dann vor der Tür stehen...

    Rüden: können sehr dominant werden und brauchen eine starke Hand.
    Müssen beim Gassigehen jeden Strauch beriechen (das nervt!!) und kennzeichnen. :evil:

    Wenn Du willst kann ich Dir ein Buch einer Hundeschule zuschicken, in dem das alles mal beschrieben ist, auch wie man einen Hund erzieht. Der Buchschreiber ist ein Freund von uns, und gibt diese Bücher kostenlos ab, gegen freiwillige Spenden (nur freiwillig!!)
    Die verteilen mein Mann und ich dann auch schon mal in Bayern, wenn wir bei meiner Schwester sind bei den Tierärzten oder in Tierheimen.
    Und natürlich auch hier vor Ort, bei unserer Tierärztin, oder bei Bekannten mit Hund.
    Übrigens: die meisten Leute kennen wir sowieso vom Gassigehen.....

    WEnn Du es möchtest, schicke mir einfach eine PN.
     
    #2
  3. 31.03.04
    Hexana
    Offline

    Hexana Inaktiv

    Hallo Lillimonster,

    wir haben seit letztem Jahr Juni eine Hündin. Ich habe zwei Kinder
    und wir haben ebenfalls ein Haus mit kleinem Garten. Ursprünglich
    wollten wir einen Welpen und die Rasse war uns ziemlich egal, hauptsache
    kinderfreundlich. Vor allem wichtig für meinen Sohn, denn der liebte
    Hunde schon damals, hatte aber gleichzeitig recht viel Angst vor ihnen.
    Vor allem wenn sie bellen. Da er im Rollstuhl sitzt, musste der Hund
    natürlich auch das akzeptieren. Wir sind dann im Tierheim gucken
    gewesen. Es gab nur zwei zur Auswahl die für Kinder in Frage kamen.
    Mit der Hündin sind wir dann spazieren gegangen und haben mal vorsichtig nach ihrem Alter gefragt. Sie sollte ca. 9 Jahre alt sein.
    Später haben wir dann erfahren, dass sie erst seit 2,5 Monaten in Deutschland ist. Sie war vorher in der Türkei ein Jahr im Tierheim
    Istanbul und davor ein streunender Strassenhund. Wir haben dann hin
    und her überlegt und uns schliesslich für Luna entschieden. Sie ist
    einfach nur lieb und hat sich super eingelebt. Durch ihr schon etwas
    höheres Alter ist sie nicht mehr sehr anspruchsvoll. Am Anfang sind
    wir dauernd mit ihr spazieren gegangen (Die ganze Familie absolut
    Hundelaien). Mittlerweile wissen wir, dass ihr zweimal täglich völlig
    reicht. Sie liegt halt gerne in ihrem Körbchen und döst gemütlich vor
    sich hin. Sie ist absolut stubenrein, kann ohne Kläffen und Jaulen
    ein paar Stunden alleine bleiben ( kommt aber nicht so oft vor, da
    ich zuhause bin)fährt für ihr Leben gerne Auto, liegt gerne im
    Garten in einer warmen Sandkuhle und ist die grösste Schmusebacke
    auf der Welt. Für uns genau der richtige Hund, aber das muss jeder für
    sich selbst entscheiden. Ein Welpe ist zu Anfang sicher sehr, sehr zeit-
    intensiv und macht bestimmt noch einiges kaputt. Ausserdem kann
    man ihn (besser gesagt sollte man ihn) die ersten Monate nicht alleine
    zu Hause lassen. Ich hoffe ich konnte Dir ein bisschen weiterhelfen.

    Liebe Grüsse Hexana =D
     
    #3
  4. 31.03.04
    Gaby2704
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    Gaby2704 Likörhexchen

    Hallo Lillimonster,

    von einem Beagle kann ich Dir nur abraten. Die, die ich kenne, haben alle einen großen Jagdtrieb.

    Wir sind vor 3 1/2 Jahren auf den Hund gekommen. Ich hatte wohl etwas Bedenken, da mein Sohn Hunden gegenüber etwas ängstlich war. Unser Nachbar hatte einen kleinen Münsterländer, der sehr bissig war. Deshalb hab ich meine kids immer von Hunden fern gehalten.

    Doch ich muss sagen, meine Bedenken waren umsonst. Unser Tierarzt meinte bevor diese Rasse jemanden beisst, beisst er eher sich selbst. Wir haben mittlerweile 2 Border Collies, die sehr lieb und schmusig sind. Beides Rüden und ich kann mir nicht vorstellen, das Hündinnen liebevoller sind. Allerdings sind beide auch in der Rettungshundestaffel und daher voll gefordert. Eine Aufgabe muss ein Border Collie haben. Also nichts für eine 5 jährige Tochter.

    Ich muss Hexana zustimmen, das Welpen sehr viel Aufmerksamkeit und Zeit brauchen. Wir sind anfangs alle 2 Stunden für 20 Minuten spazieren gegangen, bis er drin hatte das er draußen sein Geschäft erledigen soll. Allerdings haben wir heute sehr viel Freude an beiden.
     
    #4
  5. 31.03.04
    Clara12
    Offline

    Clara12

    Hallo Lillimonster,

    auch ich würde dir von einem Beagle abraten. Es sind Meute-Tiere, die alleine gehalten nicht glücklich sind. Als Jagdhund haben sie zudem einen enormen Laufbedarf und Bewegungsdrang, das hält kein normaler Mensch aus. :wink:

    Ich bin mit einem Kleinen Münsterländer aufgewachsen und schwöre auf diese Rasse, aber auch diese Jagdhunde brauchen sehr viel Bewegung und sind für eine 5-Jährige sicherlich zu lebhaft.

    Habt ihr mal an einen Pudel gedacht? Die sind lieb, verlieren kaum Haare und sehen niedlich aus.
     
    #5
  6. 31.03.04
    Lillimonster
    Offline

    Lillimonster

    Huhu Hexen,
    Mensch ist das schwer. Vielen Dank für Eure Beiträge.

    Der Beagle hätte als Meute nur die Familie und wäre wirklich nur selten alleine. Aber wenn er mir ständig wegrennt, ist er nix. Bin doch oft im Stall. Da ist überallrum nur Acker mit Häschen. Ich hatte gehofft, so ein Meutetier geht nicht gleich auf eine Spur ein. Dachte/hoffte das ist nur bei den "richtigen" Jagdhunden der fall. :cry: :cry: :cry:

    Clara, ein Pudel soll ja schlau sein und ungeschoren ist er auch nett, aaaber den kann ich bei meinem Mann nicht durchsetzen. Ist leider mit negativen Assotiationen behaftet. Ebenso ein Dackel. :-(

    Ich seh´schon, es ist schwierig. Aber bei einem StraKöMi weiss ich halt auch nicht, wer da alles mitgemischt hat. Und wenn dann auch ein Jagdhund drin ist.....

    *seufz*
     
    #6
  7. 31.03.04
    km62
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    km62 Campingkocher

    Hallo Lillimonster,

    Da muss ich auch meinen Senf dazugeben. Vor vier Jahren standen wir vor dem selben Problem. Jedesmal, wenn wir DIE Rasse gefunden hatten kamen wir auf Eigenheiten drauf, die uns nicht passten.
    Langsam kristalisierten sich die Anforderungen heraus:

    Kein schwarzes Tier (andere Menschen haben mehr Angst als nötig)
    Kein Kläffer
    Kein Jäger
    Kein Solohund
    Ein Hund mit starker Familienbindung, der auch mal allein bleiben kann.
    Ein halbwegs pflegeleichter Hund.
    Nicht zu groß aber auch kein Hund der durch ein Kanalgitter fällt.
    Er soll spazierengehen wollen, aber kein kilometerfressender Laufhund sein.
    Ein Kinderhund sollte er sein
    usw. ......

    Und dann fanden wir die Eurasier z. B. http://www.eurasier-club-austria.at/, oder aber http://we.are.at/tasha.
    Es gibt aber eine Menge Eurasierseiten in Deutschland z. B. http://www.eurasier-klub.de/ oder http://www.eurasier-online.de/

    Wir haben in unserer Tasha den idealen Hund gefunden, aber: Jeder Hund den man gern hat ist der Ideale Hund.
     
    #7
  8. 31.03.04
    chiva
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    chiva

    Hallo!

    Wir hatten früher immer Hündinnen. Dann gesellte sich
    vor 8 Jahren ein Rüde dazu. Es war ein wunderschönes
    Tier.

    NUR: Man muß wissen, er möchte alles interessant riechende
    markieren, was in einem Wohngebiet bzw. in der Stadt oder
    im Urlaub oder bei Bekannten im Garten lästig sein kann. :evil:
    Ebenso war unser "Bub" ein dominanter Rüde. Niemals
    gegenüber uns sondern gegenüber anderen Hunden.
    Manchmal war das Spazieren richtig stressig. Leider ist
    er im vergangenen September an einem Milztumor ver-
    storben. Wir vermissen ihn alle heute noch sehr!
    Trotzdem möchte ich keinen Rüden mehr.
    Bei uns lebt derzeit noch eine amerikanisch-canadische
    weiße Schäferhündin. Sie ist nur lieb, bellt nicht mal,
    wenn es an der Haustüre läutet! Da sie recht langhaarig
    ist, sagen unsere Freunde immer Angorakatze zu ihr.
    Die weißen Schäferhunde sollen auch noch weniger
    Probleme mit den Hüften haben, als die DSH.

    Aber ich denke, es muß einfach "Liebe auf den ersten Blick"
    sein!

    Ich drücke euch die Daumen, dass ihr das Tierchen findet,
    welches ihr euch vorgestellt habt!!!!!!!!!!!!!! :lol:

    Chiva
     
    #8
  9. 01.04.04
    Hexana
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    Hexana Inaktiv

    @ Chiva

    Hallo,
    manche Hündinnen markieren aber auch. Unsere zum Beispiel tut es.
    Vielleicht nicht ganz so extrem wie ein Rüde, aber schon auch sehr häufig. Es sieht immer so witzig aus. Wenn sie ihre normale Pfütze macht hockt sie sich hin wie alle Hündinnen und wenn sie markiert, versucht sie das Bein genauso zu heben wie ein Rüde. Sie ist halt ziemlich dominant.

    Liebe Grüße Hexana =D
     
    #9
  10. 01.04.04
    Lesnau_Bettina
    Offline

    Lesnau_Bettina Inaktiv

    Hallo,

    nehmt auf jeden Fall eine Hündin. Man erlebt immer wieder, daß Rüden doch gern ständig überprüfen, ob sie in der Rangordnung nicht doch eine Etage höher rücken können. Und die ständige Markiererei nervt wirklich sehr. Hündinnen markieren zwar auch, aber zumindest landet der Urin auf dem Boden, und nicht in maximaler 'Beinheb-Höhe' , sprich: an jedem rausgestellten Müllsack, an jedem Buchsbaum im Vorgarten etc, etc.
    Zur Läufigkeit bei Hündinnen ist zu sagen, daß die Hündin ohnehin - wie schon in einem anderen Beitrag genannt - nach der 2. Läufigkeit kastriert werden sollte, allein schon um den Gesäugetumoren im Alter vorzubeugen. Laßt euch nicht zu Läufigkeitsspritzen überreden, die fördern eh noch die Tumoren im Alter. Eine Kastration ist allerdings teuer, mittlerweile zwischen 200 und 350 Euro, und es wäre schlimm, wenn diese Ausgabe dann doch gescheut würde. Das hört man immer wieder, erst war die Bereitschaft zur Kastration da, aber wenn's dann tatsächlich ansteht und es doch sooo teuer ist.... leider ist die Krebs-OP im Alter noch viel teurer und für's Tier auch viel schlimmer! Ein Rüde ist übrigens 'immer Läufig', wie man so schon sagt, da eigentlich rund ums Jahr irgendwo ne läufige Hündin in der Nähe wohnt..... da hilft auch nur ne Kastration.
    Von einem Beagle würde ich dringend abraten. Sie sind zwar süß und haben die richtige Größe, aber erstens ist der Jagdinstinkt - wenn überhaupt - dann nur in einer sehr guten Hundeschule in den Griff zu kriegen, und zweitens sind diese Hunde als sehr selbständig bekannt - d.h. sie sind bzgl. ihrer Unternehmungen nicht besonders fixiert auf ihre Besitzer, also schnell mal weg wenn man nicht aufpaßt. Da ist ein Hütehund auf jeden Fall sinnvoller.

    Wir haben uns nach dem Tod unserer Border-Collie-Hündin im letzten Dezember (traurig, Epilepsie, wahrscheinlich durch einen Hirntumor, der Hund wurde keine 9 Jahre alt), nicht wieder für einen Border entschieden, obwohl wir diese Hunde lieben. Aber ein Border ist ein Arbeitstier, und benötigt dringend reichlich Auslauf und Beschäftigung für den Kopf. Agility oder etwas Vergleichbares ist Pflicht, und das nicht nur einmal pro Woche, sondern möglichst täglich. Das können die wenigsten Hundebesitzer sicherstellen, und wir zugegebenermaßen jetzt auch nicht mehr (6 Monate alter Säugling).
    Deswegen haben wir - nach dem Tod unserer Hündin - nun einen erwachsenen Hund aus dem Tierheim genommen. Eine 1-jährige Hündin aus Griechenland, sehr lieb, sehr gut sozialisiert. Sie lebt nun seit fast 5 Wochen bei uns und wir haben eigentlich keine Probleme, auch nicht mit dem Kontakt zwischen Hund und Baby.
    Allerdings ist die Einfuhr von Hunden aus Südeuropa aufgrund der möglichen Parasitenerkrankungen heftig umstritten.
    Falls das für euch infrage kommt (denn diese Hunde gelten gemeinhin als sehr verträglich und anhänglich), kann ich gern noch per PN weiterer Informationen geben.

    Ansonsten viel Spaß mit eurem neuen Hund, Hunde sind wirklich großartig und bringen viel Freude, Gruß
     
    #10
  11. 01.04.04
    Reximama
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    Reximama Lebenslängliche Sterneköchin

    Hallo Kurt,
    Bekannte von uns haben auch einen Eurasier, aber für mich persönlich wäre dieser Hund zu träge:

    Wenn es regnet will sie nicht raus (könnte ja nass werden)
    und wenn es Pfützen hat, macht sie einen weiten Bogen drum (könnte ja nasse und dreckige Pfoten geben)
    Gassi gehen, wenn es denn unbedingt sein muss....

    Aber ansosnsten ist die jedem Fremden gegenüber aufgeschlossen, lieb und nett, und bellen -- ich glaube das kann sie gar nicht??!

    -- Kurt kann das ein Eurasier????
     
    #11
  12. 01.04.04
    Lillimonster
    Offline

    Lillimonster

    Liebe Hexen,
    ich bin inzwischen echt verzweifelt.
    Kurt, Eurasier kenne und mag ich gerne, kommen aber wegen des langen Fells nicht in Frage.

    Ich fasse mal zusammen:

    kein Jäger
    Kinderfreundlich
    Schmusig
    Farbe egal
    kurzes Fell
    Mittelgross
    kein Hektiker
    Weibchen (das selbstverständlich Kastriert wird)
    Kein Pudel, kein Cocker, kein Dackel.

    Ich denke, da bleibt mir nur noch eine Riesenschildkröte oder so übrig :lol:

    Ausserdem ärgere ich mich, dass ich es letztes mal nicht auf die Hundeausstellung geschafft habe. Da wären mal alle zu sehen gewesen.

    Wir fahren Ende Mai nach Mallorca, vielleicht gibt es ja dort irgendeinen sympatischen jungen hund, der noch seine familie sucht. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten!

    Vielen Dank an Euch
     
    #12
  13. 01.04.04
    Reximama
    Offline

    Reximama Lebenslängliche Sterneköchin

    Du hast den Westi noch vergessen!!
    Westhighland Terrier!
    (die von Black and White) Von der Optik her sind das ja supersüsse
    Knuddels, haben nicht allzu langes Fell und sind sehr gelehrig.

    Aber ich denke, wenn Du nach Mallorca gehst, kann es Dir schon passieren, dass Du mit Hund kommst, :wink:
    Mein Cousin war in Spanien und kam mit einem Mischling wieder zurück,
    -- bei uns war es in der Türkei so -- deshalb meide ich dieses Land, kann nicht akzeptieren, wie die mit den Hunden umgehen!! :evil:
     
    #13
  14. 01.04.04
    Lesnau_Bettina
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    Lesnau_Bettina Inaktiv

    Hi Lillimonster,

    wenn Du nach Mallorca fährst - und Dir einen Hund mitbringen willst - dann informiere Dich auf jeden Fall vorher über die besagten Parasiten-Erkrankungen. Da gibts mindestens 4 die interessant sind: allen voran Leishmaniose und sogenannte Herzwürmer. Sieht man den Hunden nicht an, sind aber unter Umständen schlimm. Wir haben uns - im Zuge unserer eigenen Hunde-Adoption aus Griechenland - wirklich intensiv damit befaßt und man muß sich wirklich darüber im Klaren sein was es bedeutet, einen infizierten Hund mitzubringen - und, wie gesagt, man erkennt die Infektion nicht. Und gerade auf Mallorca ist die Leishmaniose-Infektionsrate am höchsten, hörte ich gerade.
    Da wäre es schon besser wenn Du von hier aus einen Hund aus einem Tierheim auf Mallorca 'adoptierst', der könnte dann nämlich vor seiner Ausreise im Labor gestestet werden (Blutuntersuchung). Auch das bietet keine 100%ige Sicherheit, aber es ist besser als 'auf Gut Glück' einen Hund mitzubringen. Zumal Du auch ein Kind hast.
    Leishmaniose ist zwar nur über die Sandmücke übertragbar, und der ist's hier in Norddeutschland noch zu kalt (in Süddeutschland, Baden-Baden und Schwarzwald gibts jedoch schon welche), aber grundsätzlich ist diese Krankheit auch auf Menschen übertragbar und dann - bei Ausbruch - nur mit einer Chemotherapie heilbar, führt sonst u.U. zum Tod. Beim Hund sowieso, denn die Chemotherapie ist so teuer, daß das für Hunde nicht infrage kommt. Das ist jetzt nur die Kurzversion, wenn Du da mehr drüber wissen willst, kann ich Dir gern die einschlägigen Adressen und Internet-Seiten nennen.
    Das soll Dich nicht von der Adoption eines Südeuropa-Hundes abhalten, sondern nur aufklären, damit Du Dir z.B. den Adoptionsweg gut überlegen kannst.
    Wir haben unseren Hund von einer griechischen Insel namens Aegina, und wir haben sie auch auf Leishmaniose und Erlichiose testen lassen. Die anderen Parasiten-Erkrankungen (Herzwürmer und noch irgendwas) kommen dort nicht vor, das war das Gute). Die Tests waren negativ, aber ich werde den Hund hier in Deutschland nochmal testen lassen, schon wegen der Inkubationszeit. Ist alles nicht so einfach mit einem Hund....
    Du kannst auch mal in www.zergportal.de schauen, dort werden Haustiere zentral vermittelt. Oder halt bei www.faza-aegina.de, dort haben wir unseren Hund her (steht unter Aktuelles, nach unten scrollen, 'Bellamina mit Familie', falls Du mal schauen möchtest) .

    Liebe Grüße
     
    #14
  15. 01.04.04
    Reximama
    Offline

    Reximama Lebenslängliche Sterneköchin

    Hallo an alle,

    ich würde sowieso den Besuch bei einem Tierarzt empfehlen (auf Mallorca gibt es doch auch ein Station von Tiere in Not?), so haben wir das in der türkei damals auch gehandhabt. War zwar hick hack, da andere Länder andere Sitten, aber wir haben dann einen Tierarzt gefunden der Englisch sprach, der hat unseren Schnuffi untersucht, und dann erklärt, dass er gesund ist und es sich lohnen würde. Hat ihn auch geimpft, und nach Verhandlungen (Bakschisch) , einen internationalien Impfpass verpasst, und ihn auch noch älter gemacht. So war es kein Problem ihn mit herauszunehmen.

    Wenn man bedenkt, dass wir das damals alles für ein junges Pärchen gemacht haben, die ihn mit nach Nürnberg genommen haben, nach knapp 3 Monaten den Stress satt hatten und ihn in ein tierheim stecken wollten....
    -- Wir sind also sozusagen die "Zweitbesitzer" vielleicht ist er deshalb auch total fixiert auf uns...
     
    #15
  16. 02.04.04
    mella
    Offline

    mella Admin / Schatzi von Sacha

    Hallo Lillimonster,

    ich denke, man kann die Frage nach Rasse und Geschlecht nicht pauschal beantworten! Das hängt absolut von euren Ansprüchen und nicht zuletzt von eurem persönlichen Geschmack ab.

    Ob Rüde oder Hünden: beides hat 'Vorteile' und 'Nachteile'. Einige haben diese ja bereits geschildert.

    Deine Absicht, einem Hund aus dem Ausland zu helfen, finde ich grundsätzlich gut. Aber: warum in die Ferne schweifen? In deutschen Tierheimen warten Tausende Hunde - teilweise seit vielen Jahren - auf ein neues Zuhause. Werdet doch erstmal Tierpaten im städtischen Tierheim (das waren wir übrigens auch, bevor wir unseren beiden Retriever bekamen). Als solche könnt ihr dann Tiere Gassi führen und euch mit den Vor- und Nachteilen von versch. Rassen und Geschlechtern vertraut machen - und schon ein bisschen den Ernstfall trainieren. Ausserdem lernt ihr euer zukünftiges Familienmitglied besser kennen, bevor ihr euch ganz für ein Tier entscheidet.

    Ich wünsche euch viel Erfo g!
    Bis dann, Mella
     
    #16
  17. 02.04.04
    schleckermäulchen
    Offline

    schleckermäulchen Hamburger Schokoholic

    Hallo Lillimonster,

    wir haben einen 4jährigen Westierüden, nicht kastriert. Elke schrieb, sie seien supersüß (stimmt! =D =D =D ), hätten nicht allzu langes Fell und seien gelehrig. Die richtige Felllänge haben sie aber auch nur dann, wenn du sie regelmäßig trimmen lässt (du kannst sie natürlich auch scheren, aber das Fell wird dann nicht so schön) - und das kostet! Ich gehe alle 2 Monate zum Trimmen mit unserem Hund und zahle jedes Mal EUR 30. Westies sind außerdem superstur (!), und man sagt ihnen nach, sie seien keine Anfängerhunde. Für uns ist es der 1. Hund, und wir sind mit ihm fertig geworden. :wink: :lol: Jeder sagt uns, was wir doch für ein liebes Tier hätten! =D Wir lieben unseren Hund, aber einen Westie würden wir, glaub ich, nicht noch mal nehmen. Der Pflegeaufwand ist enorm, und sie sind halt schon schwer zu erziehen, und das ist nicht jedermanns Sache.

    Bin gespannt, wie du dich letztendlich entscheiden wirst. Bitte halte uns auf dem Laufenden! :)

    Gruß
    Schleckermäulchen
     
    #17
  18. 04.04.04
    Andrea
    Offline

    Andrea Sponsor

    Hallo Lillimonster,

    ich muß noch mal eine Lanze für die Rüden brechen - unserer ist sehr verschmust und ein absoluter Familienhund. Er heißt MALT und ist ein Border-Collie in den besten Jahren. Er markiert nie an Hauswänden oder Zäunen in unserem Wohngebiet, sondern immer nur, wenn mind. 3 Grashalme wachsen. Er hütet unsere 3 Enten und ist froh, wenn er mit uns in Urlaub fahren kann. Er hat noch nie etwas kaputt gemacht, auch als Welpe nicht, da er immer genügend zum Spielen hatte und immer jemand für ihn Zeit hatte. Das Alleinesein hat er sehr schnell gelernt. Leider mag er keine anderen Rüden - da gibt es auch mal eine Beisserei. Aber Hündinnen können auch aneinander geraten und das kann schlimmer sein. Leider mag Malt auch keine schwarze Kleidung oder Regenschirme, da zeigt er bei uns am Zaun auch mal die Zähne. Kinder mag er (von einigen Ausnahmen abgesehen) sehr gerne, er war von Anfang an mit beim Kiga und in der Schule.
    Also, vergiß die Rüden nicht, wenn alle anderen Faktoren stimmen :wink:
     
    #18
  19. 05.04.04
    Gaby2704
    Offline

    Gaby2704 Likörhexchen

    Hallo Lillimonster,


    was Andrea bezüglich der Rüden und dem markieren schreibt - stimmt. Wir sind mit unseren auch als Welpe alle zwei Stunden spazieren gegangen. Von beiden würde im Garten keiner das Beinchen heben. Das ist Erziehungssache von Anfang an. Es war hart, nachts immer raus zu müssen, doch es hat sich gelohnt. Und verschmust sind beide auch, wie bereits geschrieben, kann ich mir nicht vorstellen das eine Hündin verschmuster sein kann.
     
    #19
  20. 05.04.04
    Lillimonster
    Offline

    Lillimonster

    Liebe Hexen,
    bei uns rauchen noch immer die Köpfe.
    Unser Tierheim ist leider auf der entgegengesetzten Stadtseite und somit staufrei nach 45 min. erreichbar. Das ist nix für eine Patenschaft. Leider!

    Ich habe jetzt 8 (!!!!!) Bücher gelesen bzw. die Rassen studiert. Am besten passt wirklich ein Beagle-Weibchen zu uns. Rüden neigen, hormonell bedingt, noch eher zum weglaufen.
    Aber mit der Weglauferei hab ich wirklich meine Sorgen. Es gibt extra eine seite www.beagle-entlaufen.de .
    Das ist doch ein Mist, wenn der Hund durch die geöffnete Haustüre/Gartentüre "flüchtet". Wenn er "nur" dem Jagdtrieb erliegt, sehe ich es noch ein. Aber von zuhause abhauen :evil: versteh ich nicht.

    Die beiden Familien, die ich mit Beagle kenne, lachen mich da aus. Beide Hunde sind nur 1 x beim Spazieren abgehauen und gleich wiedergekommen. Ich kann leider nicht einschätzen, ob ich der Sache gewachsen bin. Ich kenne die Sorgen eines nicht heimkommenden Tieres von unserer damaligen Katze. Es war schrecklich.
    Mein Mann findet meine Sorgen nicht nachvollziehbar. Ich solle mich nicht schon vorher verrückt machen.
    Er hat auch nicht mit der Züchterin telefoniert, die mir einen 20-minütigen Vortrag über das Abhauen der Tiere gehalten hat. :-O

    Daß ich eine Hundeschule besuchen würde, ist eh klar. Aber gegen den Trieb ist halt auch keine Erziehung gewachsen. :cry: :cry: :cry:

    Vollkommen ratlose Grüsse vom
    Lillimonster
     
    #20

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