Kritische Entwicklung des Biomarktes

Dieses Thema im Forum "Neuigkeiten" wurde erstellt von sacha, 25.03.08.

  1. 25.03.08
    sacha
    Offline

    sacha Foren-Admin

    Hallo,

    hier mal wieder ein paar Eindrücke von einer Surftour:

    die Nachfrage nach Bio-Produkten ist so gross, dass sie nicht von deutschen Erzeugern gedeckt werden kann. Das gilt aber nicht nur für Südfrüchte sondern auch für heimische Obst- und Gemüsesorten. In manchen Artikeln wird damit argumentiert, dass die Äfel aus Neuseeland mit grossen Schiffen transportiert werden und die Ökobilanz im Vergleich zu den heimischen Äpfeln mit Kühllagerung gar nicht so schlecht aussieht. Mag sein aber selbst wenn die Schiffe irgendwann mal mit dressierten Waalfischen gezogen werden, halte ich nichts davon. Dann gibts hier irgendwann nur noch Strassen und ganz Neuseeland ist eine Apfelplantage. Nein danke. Hier ist eine Studie, die auch solche Aspekte berücksichtigt:
    SpringerLink - Journal Article

    Die deutschen Anbau- und Bauernverbände beklagen sich über die fehlende politische Unterstützung und den Wegfall von Fördergeldern. Dazu kommt die Konsolidierung auf dem Absatzmarkt, es gibt immer mehr grosse Bio-Supermärkte und immer weniger von den kleinen Läden aus der Bio-Pionierzeit.

    Wo führt das hin? Das Geld landet nicht bei den deutschen Bio-Bauern, die Qualität und das Vertrauen in Bio wird nachlassen und die ehrlichen sind die dummen?

    Es gibt bereits einige Supermärkte, die diesem negativen Trend durch gezielte Vermarktung von regionalen Bioprodukten entgegenwirken:
    REGIONALZEIT - VONHIER - wie die Marke in die Märkte kommt
    Feneberg > Von Hier > Die Region

    Auch Anbauverbände wie Demeter berücksichtigen die Transportwege.

    Wir als Verbraucher sollten regionale Produkte bevorzugen und kritisch nachfragen.

    Links dazu:

    oekolandbau.de | Sonnleitner: Wir brauchen mehr heimische Bio-Erzeuger!
    Pressemitteilung
    Pressemitteilung
    Öko-Lebensmittel: Bio boomt - und das Ausland verdient - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten
    Bio Ware aus dem Ausland

    Ciao,
    Sacha
     
    #1
  2. 25.03.08
    kriki
    Offline

    kriki

    AW: Kritische Entwicklung des Biomarktes

    Hallo sacha,

    ich danke Dir für die Info's.
    Bin da auch sehr skeptisch und unterstütze gerne heimische Produkte, am liebsten direkt im nahe liegenden Umfeld.
    LG kriki
     
    #2
  3. 25.03.08
    Swyma
    Offline

    Swyma Sponsor

    AW: Kritische Entwicklung des Biomarktes

    Danke Sacha.

    Auch ich schaue schon lange auf das Herkunftsland und nehme lieber heimisches was nicht BIO ist als das sogenannte BIO was tausende von Kilometern Weg hinter sich hat.
     
    #3
  4. 25.03.08
    WK-Rezeptetopf
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    WK-Rezeptetopf Beiträge ehemaliger Benutzer/innen

    AW: Kritische Entwicklung des Biomarktes

    Hallo Sacha,

    möcht mich auch bei Dir bedanken =D.

    Auch ich kaufe keine Bio-Produkte, die aus Peru oder Spanien oder sonstwoher kommen....das kann doch gar nimmer Bio sein :confused:. Seit langem gibts schon wieder Erdbeeren, so groß wie Golfbälle...angeblich auch Bio aus Spanien. Die boykottiere ich.

    Hab noch ein bisserl eingefrorenes Obst vom Garten.

    Kaufe nur saisonales Obst und Gemüse, möglichst vom Bauern hier aus der Region.
     
    #4
  5. 25.03.08
    Schubie
    Offline

    Schubie

    AW: Kritische Entwicklung des Biomarktes

    Hallo Sacha,

    danke für den Thread: Du schreibst mir aus der Seele! Auch ich beobachte schon länger mit Argwohn die "Biomanie", wie ich diese Entwicklung nenne. Dabei ist es so wichtig, die heimischen Obst- und Gemüsebauern zu unterstützen - und saisonal Produkte zu verwenden.
     
    #5
  6. 25.03.08
    Andrea
    Offline

    Andrea Sponsor

    AW: Kritische Entwicklung des Biomarktes

    Hallo Sacha,
    vielen Dank für deinen Beitrag - ich bin ja direkt davon betroffen:-( Für meinen kleinen Bio-Laden "Kraut & Rüben" bekomme ich ja alles vom Großhandel - manchmal ist halt nur ausländische Bio-Ware erhältlich. Allerdings gehört mein Großhändler zu den "Regionalen", die bevorzugt regionale Bio-Ware anbieten. Bei Orangen, Bananen, Kiwi klappt das halt noch nicht.....aber Äpfel gibt es halt im Frühjahr nur aus Übersee - oder halt gelagerte deutsche Ware, die auch bei Bio ziemlich schnell hinüber ist.
    Leider haben sich alle daran gewöhnt, egal ob Bio oder nicht, dass alles zu jeder Zeit verfügbar ist, also Erdbeeren an Weihnachten, Äpfel und Trauben das ganze Jahr und auch Kartoffeln am besten immer makellos und ohne Triebe - das funktioniert aber nun mal nicht.
    Manchmal gibt es dann bei "Kraut & Rüben" keine Bio-Gurken, wenn es gute deutsche Gurken gibt. Oder Tomaten......oder Salat.
     
    #6
  7. 25.03.08
    Leseuli
    Offline

    Leseuli

    AW: Kritische Entwicklung des Biomarktes

    Hallo Sacha,

    auch von mir vielen Dank für Deinen Beitrag.
    Es ist oft gar nicht so einfach BIO einzukaufen. Das Wissen,
    welche Früchte und Gemüse wann "heimisch" sind, musste ich
    mir erst mühsam aneignen. Daher vielen Dank für die Links.

    Ulrike
     
    #7
  8. 25.03.08
    eva.katharina
    Offline

    eva.katharina Schätzchen

    AW: Kritische Entwicklung des Biomarktes

    Hallo Sacha

    vielen Dank für den Link .
    Bio ist nicht Bio wir werden ganz schön verarscht, wo soll denn plötzlich das ganze Bio-Gemüse herkommen .
     
    #8
  9. 25.03.08
    Hermine
    Offline

    Hermine

    AW: Kritische Entwicklung des Biomarktes

    Hallo Sacha,

    vielen Dank für deinen Beitrag. Ich weigere mich schon lange Obst und Gemüse aus fernen Ländern zu kaufen. Im unserem Supermarkt um die Ecke gibt es Äpfel aus China. So etwas kaufe ich nicht, da wir direkt vor dem "Alten Land" wohnen. Ich bin aber auch so, dass ich Kunden darauf anspreche, dass die Äpfel, die sie gerade abwiegen aus China sind. Die meisten Kunden haben das noch garnicht bemerkt. Es wird häufig "blind" eingekauft.
    Ich kaufe nicht unbedingt im Bioladen mein Gemüse ein, da es häufig für mich zu teuer ist. Ich achte aber genau darauf, wo die Produkte her kommen. Allerdings kaufe ich hier im Ort immer direkt beim Erzeuger. Das hat natürlich zur Folge, dass wir neue Kartoffeln immer erst essen, wenn sie auf unseren heimatlichen Böden auch wachsen. Viele Sachen kann ich auch im Sommer einfrieren, um sie dann im Winter zu verbrauchen.
    Ich schreibe das hier nicht um zu zeigen, dass ich toll bin, sondern mit einiger Planung kann der Einzelne viel beitragen.
     
    #9
  10. 26.03.08
    kochdoch
    Online

    kochdoch Guest

    AW: Kritische Entwicklung des Biomarktes

    Hallo,

    @ Sacha: Danke für diesen Beitrag und die Link's, wirklich sehr invormativ.

    @ Hermine: Ja, du hast recht. Mit Planung kann jeder einzelne etwas beitragen, je mehr das machen um so größer die Wirkung.

    Ich schaue auch wenn es geht auf "BIO", immer geht es halt nicht. Aber wir haben das große Glück, dass meine Schwie-Eltern einen Bauernhof haben. Ich weiß schon mal wo mein Rindfleisch herkommt. Schweinefleisch kaufen wir auch vor Ort vom Bauern und viel Obst haben wir selber. Wir und Schwie-Eltern haben Kirsch-/Ringelo-/Birnen-/Zwetschgen-/Apfelbäume. Meine Beeren habe ich auch selber im Garten. Da wird einfach eingefroren oder eingekocht. Wir pressen auch die Säfte selbst im Herbst, da hat ein Bauer im Nachbarort eine supertolle Anlage und der Saft ist nicht zu verleichen mit gekauftem! Macht zwar arbeit, aber ich weiß was wir essen - und das ist mir persönlich wichtig.

    Aber wie schon gesagt, mir persönlich, also es muss jeder selber wissen was er tut bzw. isst. Aber auch bei BIO ist gefragt die Augen offen zu halten.

    Was auch noch wichtig ist für mich, ist die Bauern/Marktbetreiber vor Ort zu unterstützen. Da kann ich zu Fuß oder mit dem Radl hin und weiß was ich habe.
     
    #10
  11. 26.03.08
    tihv
    Offline

    tihv

    AW: Kritische Entwicklung des Biomarktes

    Hallo,

    VonHier von Feneberg ist wirklich eine Klasse Geschichte hier bei uns in der Region. Die Feneberg/Kaufmarkt-Läden sind leider die "Apotheken" in unserer Supermarktlandschaft.
    Trotzdem habe ich schon sehr viel VonHier gekauft, bin gerade mit den Milchprodukten etwas unglücklich aber im Großen und Ganzen eine Klasse Marke!
    Das Zuckerl dabei ist, daß Sie auch ein ordentliches Bonus-System haben, das uns mit Freikarten zum baden, Skifahren und in Freizeitparks bringt=D
     
    #11

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