Muffins: Natron oder Weinsteinbackpulver

Dieses Thema im Forum "Fragen und Tipps zu Nahrungsmitteln und sonstigen Themen" wurde erstellt von muima, 06.02.05.

  1. 06.02.05
    muima
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    muima

    Hallo, :p
    mir ist oft passiert, dass die Muffins nicht schön aufgegangen sind. Sind zwar genauso lecker, aber besonders schön sehen diese flachen Dinger nicht aus :cry: :cry: :-? . Bisher habe ich immer Weinsteinbackpulver verwendet. Verwendet jemand von euch Natron? Und wenn ja ich welchem Mengenverhältnis (in Bezug auf das Backpulver) sollte man dies einsetzen?
    Hoffe auf eure Tipps =D
    Liebe Grüße :wink:
    Monique
     
    #1
  2. 06.02.05
    Nanu
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    Nanu

    Hallo Monique,

    bei einer Mehlmenge von 220g verwende ich immer 2 Teel. Backpulver und 1/2 Teel. Natron. Die Muffins gehen immer super auf, allerdings bereite ich den Teig auch nie im TM zu.
    Ich habe mal gelesen, dass die Muffins besonders gut aufgehen würden, wenn man die Zutaten getrennt voneinander vermischt, d.h. in einer Schüssel erst die "trockenen" Zutaten (versch.Mehlsorten,Nüsse,Backpulver etc.) in einer zweiten Schüssel die "flüssigen" Zutaten (Ei, flüssige Butter/ oder Öl,Zucker,Joghurt/Buttermilch) verschlägt, und dann die "flüssigen" Zutaten über die "trockenen" gießt, und sie dann nur noch kurz zusammen verrührt (eher unterhebt) bis die trockene Zutaten feucht sind.
    Der Backofen sollte immer vorgeheizt sein (Umluft 160 C, 20-25 Min.)
    Ich wünsche Dir beim nächsten Muffin-backen viel Erfolg! :rolleyes:
    Liebe Grüße
    Barbara
     
    #2
  3. 07.02.05
    Stephanie Imberg
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    Stephanie Imberg Inaktiv

    Hallo Monique,

    ich mache es auch so wie Barbara und nehme 2 Teelöffel Weinstein-Backpulver und 1/2 Teelöffel Natron.Ich mache meine Muffins immer im Thermomix und sie werden sehr schön locker. Zuerst vermenge ich alle flüssigen oder weichen Zutaten und lasse sie langsam auf 37 Grad Stufe 2 ca. 2 Minuten oder etwas mehr laufen, dann haben sie dieselbe Temperatur. In einer anderen Schüssel vermenge ich schonmal das Mehl mit Backpulver und Natron, gebe es dazu und mische auf Stufe 3 ca. 15 Sekunden (höchstens).
    Wenn man das Mehl länger unterrührt zerstört man es und nichts geht mehr auf. Habe den Tip von Petra (Raumtaenzerin) bekommen und so ist es. Seit ich darauf achte höchstens 15 Sekunden auf Stufe 3 zu mischen hatte ich nie mehr Probleme.

    Liebe Grüße von Steffi :rolleyes:
     
    #3
  4. 08.02.05
    muima
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    muima

    @Steffi und Barbara
    vielen Dank für eure Tipps. Werde nächstes Wochenende diese ausprobieren. :p :p :p :p :p Werde dann berichten.
    Vielen Dank und liebe Grüße :wink:
    Monique
     
    #4
  5. 08.02.05
    Emilia
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    Emilia

    hallo,

    bei mir werden sie auch immer platt. :cry:

    Den Trick mit der Temperatur habe ich scheinbar überlesen. Wird auf jedenfall probiert.

    dazu aber wieder mein übliches Sieben oder nicht Sieben Thema :lol:

    LG

    Claudia
     
    #5
  6. 11.02.05
    Caroline
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    Caroline

    zuviel Natron?

    Ich hab da mal 'ne Frage: Ich hab es bei mir und auch bei Freunden schon festgestellt, dass die Muffins einen eigenartigen Geschmack hatten, der meiner Meinung nach von Natron herrührte. Ich habe die Muffins aber genau nach Rezept gemacht und frage mich deshalb, wie kommt es zu diesem Geschmack? Seitdem bin ich mit Muffins und natron ziemlich vorsichtig?
    Könnt ihr mir da weiterhelfen.
    Viele Grüße
    Caroline
     
    #6
  7. 11.02.05
    Nanu
    Offline

    Nanu

    Hallo Caroline,

    ich weiß ja nicht, in welchen Muffin-Formen Du deine Muffins bäckst..., ich habe aber die Erfahrung gemacht, dass die Silikonbackformen , aus denen ja die Muffins super und "heil" rauskommen, den Nachteil haben, dass die Backwaren leider einen Nachgeschmack haben ...
    Ich hatte bis dahin die Formen gerne zur Reinigung in die Spülmaschine gesteckt, was ich aber seitdem peinlichst vermeide, ich spüle sie nur noch mit klarem heißem Wasser, und meine der Nachgeschmack ist wieder weg.
    -Die Formen allerdings sind nach längerem Nichtgebrauch wieder sehr schmierig :-( , aber ganz trennen kann ich mich trotzdem nicht, wenn ich auch die normalen Backformen aus Silikon aus meiner Küche entfernt habe ( und ich hatte nur teure Markenprodukte :-( )-
    Ich bin gespannt, was die anderen Hexen hier noch so antworten werden, das war halt nur meine Beobachtung.
    Liebe Grüße
    Barbara
     
    #7
  8. 12.02.05
    km62
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    km62 Campingkocher

    Guten Morgen liebe Muffinhexen,

    Mein Muffin-Evangelium:

    1. Wenn James außer Betrieb ist, gibt es keine Muffins

    2. Nur Silikonform, immer händisch gewaschen. 2 von den tiefen 6er-Formen

    3. Treibmittel: 2 TL Backpulver und 1/2 TL Natron (oder, wenn schon wieder einmal kein Natron vorhanden ist: 1 Päckchen Backpulver). Wenn ich glaube, dass beides schon etwas alt ist, dann etwas mehr.

    4. Mehl wird in einer kleinen Schüssel vorgewogen. Treibmittel wird daraufgestreut.

    5. Nicht mehliges Rohstoffe mit Raumtemperatur zuerst verrühren.

    6. Mehl mit den Treibmitteln auf das langsam laufende Messer schütten und dann 10-20 Sek./Stufe 3-4 mit Spatelhilfe verrühren.

    7. Leicht zerstörbare stückige Zutaten (Rosinen, Fruchtstücke, Käsestücke etc.) werden in den fertigen Teig mit dem Spatel eingebracht.

    8. Nach dem Backen 5 Min. abkühlen lassen und danach herausstürzen.

    9. Nicht alles, was in einer Muffinform gebacken wird, ist auch ein Muffin.

    Ich habe - abgesehen davon, dass ich einen Zutatenfehler gemacht habe - noch nie Probleme gehabt.
     
    #8
  9. 12.02.05
    Skyggefisk
    Offline

    Skyggefisk

    Muffins habe ich vor 14 Jahren in den USA kennengelernt und ich backe sie seither nach der amerikanischen Methode, also nicht aus normalem Rührteig.
    Entscheidend ist es, dass man den Teig nicht gut vermischt. Wenn man die gemischten trockenen Zutaten unter die feuchten hebt - am besten geht das mit einer Gabel - sorry, James - muss der Teig noch klumpig sein. Benutzt man Natron als Triebmittel, braucht man ein Sauermilchprodukt (Joghurt oder Buttermilch) - und man muss sie sofort backen, je schneller sie nach dem Vermischen im Ofen sind, desto besser.
    Ich nehme auch immer eine Mischung aus Natron und Weinsteinbackpulver.
     
    #9
  10. 21.02.05
    muima
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    muima

    Juhu :p :p :p :p
    habe gestern Muffins gebacken: mit Häubchen =D =D =D =D =D =D
    Leider sind sie schon wieder alle weg :cry: :rolleyes:
    Vielen Dank für eure Tipps.
    Liebe Grüße :wink:
    Monique
     
    #10
  11. 24.02.05
    Winnie
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    Winnie

    Hallo!

    Ich habe ein tolles Rezept für Muffins, bei dem nur Backpulver verwendet wird, also kein Natron und ich habe noch nie Probleme damit gehabt, daß sie nicht aufgegangen wären. Ich setze das Rezept gleich mal in den entsprechenden Beitrag.
    Ich bereite meine Rührteige alle folgendermaßen zu:

    Butter, Zucker und Eier in den TM geben, 2 min/40°/Stufe 4 verrühren und dann erst die anderen Zutaten dazugeben und mit den nun warmen, flüssigen Zutaten vermengen.

    Meine Muffins und Rührkuchen werden mit dieser simplen Methode alle wunderbar luftig.

    Liebe Grüße,
    Winnie
     
    #11
  12. 24.02.05
    km62
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    km62 Campingkocher

    Hi Winnie,

    Natürlich wird Dein Rührteig toll, das Rezept sieht entsprechend gut aus. Man kann auch diesen Teig in Muffinförmchen backen, es werden aber nur Kuchenstücke in Muffinform und keine Muffins daraus.

    Lasse Dich durch meine Anmerkungen nicht beirren, backe weiter so wie Du es gerne machts. Ist Dein Produkt gut, wirst Du gelobt und bist zufrieden. Du kannst es auch Muffin nennen, solange Du weißt, dass echte Muffins anders gemacht werden und auch anders schmecken.

    Und noch eine Anmerkung: Ich habe hier auch sogenannte Muffins aus Germteig (Hefeteig) und Faschiertem (Hackfleisch) eingestellt und sie auch Muffins genannt, ohne dass mich eine der Hexen deswegen angerempelt hätte.
     
    #12
  13. 24.02.05
    Winnie
    Offline

    Winnie

    Hi Kurt!

    Ich muß gestehen, daß ich noch nie "echte" Muffins, wie Du sie beschreibst, gegessen habe. :oops:
    Ich bin noch neu hier und wollte keinem auf die Füße treten mit der falschen Bezeichnung "Muffins", unter der ich dann ein Rührkuchenrezept eingestellt habe, allein durch meine Unwissenheit.
    Da ich aber von Natur aus neugierig bin, würde ich natürlich gerne mal ein Originalrezept für Muffins ausprobieren. Kannst Du mir bitte weiterhelfen, wie ich eins finde? Oder hast Du ein Rezept parat?

    Vielen Dank!

    Liebe Grüße,
    Winnie
     
    #13
  14. 24.02.05
    km62
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    km62 Campingkocher

    Hi Winnie,

    1. Bitte vielmals um Entschuldigung, falls ich dir auf den Schlips getreten bin. Wollt ich nicht und fühl mich auch selbst nicht getreten.

    2. Hier im Wunderkessel gibt es ca 30 Muffin-Rezepte, die sicher über die Hälfte Rührteige in Muffinform darstellen. Ich glaube auch von mir sind solche herinnen. Eine Kesselbewohnerin unterschied vor kurzem die "deutschen Muffins" (=klassischer Rührteig) von die "amerikanischen Muffins". Die Originale werden viel kürzer gerührt, der Teig daher eher klumpig. Sie sind eigentlich viel 'unordentlicher' als von uns erwartet.

    3. Eines der vielen Muffinrezepten aus dem Internet (www.muffin-paradies.de):

    Apfel-Bananen-Muffins
    1 Banane
    1 Apfel
    125 ml Buttermilch
    1/2 MB Joghurt
    1/2 MB neutrales Öl
    1 Ei
    200 g Mehl (Type 405)
    50 g Vollkornmehl
    2 TL Backpulver
    1/2 TL Natron
    100 g brauner Zucker
    2 TL Zimtpulver
    1 Messerspitze Ingwerpulver
    1 Messerpitze Muskatnusspulver
    1 Messerpitze Salz
    60 g Rosinen

    Backofen auf 190°C vorheizen und Muffinblech gut einfetten.

    Apfel waschen, schälen in Stücke schneiden.
    Banane schälen und in Stücke schneiden.
    Beide Früchte auf das laufende Messer/Stufe 7 fallen lassen und noch kurz auf Turbo pürieren.

    Buttermilch, Öl und Ei zugeben und 20 Sek./Stufe 5 verquirlen. Schmetterling aufsetzen.

    Mehl, Backpulver, Natron, Zucker, Zimt, Ingwer, Salz, Muskat und Rosinen zugeben und mit Schmetterling/30 Sek./Stufe 3 mischen.

    Teig in die Förmchen füllen und ca. 20 - 25 Min./190°C backen.

    4. Ich habe überhaupt nur geschrieben, weil ich heute mit Freunden eine Diskussion über Verwandlungen von Rezepten hatte. Da gibt es viele Merkwürdigkeiten, wobei Rezepte entstehen, die mit dem Original kaum mehr was gemeinsam haben, am ehesten die Form.

    2 Beispiele:

    Gulasch (aus dem Ungarischen, eigentlich eine Suppe aus Zwiebeln, Rindfleisch und Paprikapulver. wörtlich: 'Rinderhirte'): Da gibt es doch tatsächlich Rezepte ohne Ziebel und Paprika.

    Wiener Schnitzel (Dünn geschnittenes und geklopftes Kalbfleisch mit einer Panade aus Mehl, Ei und Semmelbrösel): Variationen: Panade aus Käse; Schnitzel vom Schwein, Pute etc.; Schnitzel mit Tunke usw.

    Viele diese Variationen sind auch schon in die Standardküche aufgenommen worden. Da auch ein Beipiel: Der Salat! Ursprünglich in Spanien beheimatet, bedeutete dies eingesalzenes (insalada) Grünzeug. Von den spanischen Soldaten der Habsburger wurde diese Erfrischende Beilage in Europa verbreitet. Und jetzt gibt es auch Salate ohne Salz und Gemüse. Die Herkunft ist vollständig vergessen.
     
    #14
  15. 25.02.05
    Winnie
    Offline

    Winnie

    Hi Kurt!

    Da haben wir uns aber gründlich mißverstanden. Ich habe mich ganz und gar nicht auf den Schlips getreten gefühlt. Mir war wirklich nicht bewußt, daß es einen Unterschied zwischen Muffins gibt.
    Die Unterscheidung der "deutschen Muffins" zu "amerikanischen Muffins" ist einleuchtend.
    Vielen Dank für Dein Rezept! Ich werde es in den nächsten Tagen ausprobieren und lasse Dich dann wissen, ob mir die deutsche oder die amerikanische Version besser schmeckt. :wink:

    Liebe Grüße,
    Winnie
     
    #15
  16. 25.02.05
    Skyggefisk
    Offline

    Skyggefisk

    Hallo ihr Muffinbäcker(innen),

    damit ich nicht missverstanden werde:
    mir schmecken die "Rührteig"-Muffins auch gut, manchmal sogar besser als die "amerikanischen", ich habe auch beide Arten in meiner Muffinrezeptsammlung.
    Ich wollte nur auf den Unterschied bei Zubereitung und Konsistenz hinweisen - irgendwie ist es schon interessant, wie sich ein Rezept beim "Import" verändert.
    Ich habe mir aus den USA Muffinformen und -rezepte mitgebracht (die waren bei uns damals noch weitgehend unbekannt) - und erlebt, wie Muffins allmählich zum Modegebäck wurden (Kindergartengeburtstage usw.), aber eben mit veränderten, angepassten Rezepten.

    Um die Verwirrung komplett zu machen, es gibt auch noch englische Muffins, die sind mehr semmelartig und werden zum Tee gegessen. :wink:

    Hier ist ein Rezept für die "englischen":
    http://www.kochbuch.ovbs15.ruhr-uni-bochum.de/cgi-bin/rezept?14461756

    Wer noch mehr Rezepte braucht, kann hier mal suchen:
    http://www.tamkat.sky.hl-users.com/Muffin/muffin_index.html
     
    #16

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