Na, wer glaubt denn noch an den Weihnachtsmann, den echten?

Dieses Thema im Forum "Witze" wurde erstellt von Clara12, 16.12.03.

  1. 16.12.03
    Clara12
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    Clara12

    Na, wer glaubt denn noch an den Weihnachtsmann, den echten?


    Man braucht nur einen Physiker, um die Legende vom Weihnachtsmann zu zerstören.

    1) Keine bekannte Art von Rentieren kann fliegen. Zugleich geht man aber davon aus, dass es noch etwa 300.000 Spezies lebender Organismen gibt, die noch darauf warten, klassifiziert zu werden; und obwohl die meisten dieser Spezies Insekten oder Keime sind, schließt das nicht vollständig aus, dass es fliegende Rentiere gibt, die dann bisher nur der Weihnachtsmann kennen gelernt hätte.

    2) Auf der Erde gibt es knapp zwei Milliarden Kinder (gezählt werden Menschen unter 18 ). Da der Weihnachtsmann sich aber nicht um muslimische, hinduistische, jüdische und buddhistische Kinder zu kümmern scheint, reduziert dies sein Arbeitspensum auf 15% der Gesamtsumme - also 378 Millionen Kinder, wenn man dem amerikanischen Population Reference Bureau glauben darf. Bei einer statistisch durchschnittlichen Anzahl von 3,5 Kindern pro Haushalt macht das 91,8 Millionen Haushalte. Wir wollen für die weiteren Berechnungen einmal annehmen, dass in jedem Haus zumindest ein braves Kind zu finden ist und dass der Weihnachtsmann eigentlich jedem Kind etwas schenkt, auch wenn es nicht das ganze Jahr über brav gewesen ist.

    3) Der Weihnachtsmann hat zu Weihnachten 31 Stunden Zeit für seine Arbeit, dank der verschiedenen Zeitzonen und der Erdrotation, wobei wir einfach einmal unterstellen wollen, dass er von Osten nach Westen reist; zumindest erscheint dies logisch. Davon ausgehend muss der Weihnachtsmann 822,6 Häuser pro Sekunde besuchen. Dadurch erhalten wir nun wiederum die Angabe, dass der Weihnachtsmann etwas mehr als ein Eintausendstel Sekunden Zeit hat, um in einem christlichen Haushalt mit einem braven Kind anzuhalten, von seinem Schlitten abzusteigen, durch Schornstein ins Haus zu klettern, die Socken oder Stiefel zu füllen, die Geschenke unter den Weihnachtsbaum zu legen, alle Speisen aufzuessen, die für ihn hinterlassen wurden, wieder durch den Kamin ins Freie zu klettern, auf dem Schlitten aufzusitzen und zum nächsten Haus zu reisen. Gehen wir davon aus, dass alle zu besuchenden 91,8 Millionen Haushalte gleich weit voneinander entfernt sind (was - wie wir wissen - natürlich falsch ist; aber wir wollen es für diese Rechnung einfach einmal annehmen), und legen die durchschnittliche Entfernung auf knapp 1,25 Kilometer fest (auf die Fläche der besuchten Länder angerechnet), so ergibt sich eine Reisestrecke von rund 120 Millionen Kilometer, wobei wir mal Zwischenstopps für gewisse Geschäfte außer acht lassen wollen, die jeder von uns in 31 Stunden wenigstens einmal erledigen muss. Das bedeutet nun wiederum, dass sich der Schlitten des Weihnachtsmannes mit 1.046 Kilometer pro Sekunde fortbewegt, was etwa der 3.000fachen Geschwindigkeit des Schalls entspricht. Nur zum Vergleich: das schnellste von Menschen gebaute Fortbewegungsmittel, die Ulysses Raumsonde, bewegt sich mit der winzigen Geschwindigkeit von 44 Kilometern in der Sekunde voran. Ein normales Rentier kann - maximal - 25 Kilometer pro Stunde laufen.

    4) Das Gesamtgewicht des Schlittens ist ein weiteres interessantes Element in unserer Betrachtung. Gehen wir davon aus, dass jedes Kind nicht mehr bekommt als ein durchschnittliches Lego-Bauset von etwa 900 Gramm Gewicht, so muss der Schlitten etwa 340.200 Tonnen Belastung aushalten, nicht eingerechnet den Weihnachtsmann selbst, der ja immer wieder als stark übergewichtig beschrieben wird - wie soll er auch anders, berücksichtigt man die vielen Süßigkeiten, die er unterwegs essen muss. Auf dem Land kann ein normales Rentier nicht mehr als 135 Kilogramm ziehen. Selbst wenn wir unterstellen, dass ein „fliegendes Rentier" (siehe Punkt 1) das zehnfache der herkömmlichen Belastung aushielte, könnten diese Arbeit nicht acht oder neun Tiere verrichten. Wir bräuchten so in etwa 252.000 fliegende Rentiere. Das erhöht aber das Gesamtgewicht (das Eigengewicht des Schlittens selbst nicht mit eingerechnet) auf rund 374.220 Tonnen. Wieder zum Vergleich: das ist mehr als viermal das Gewicht des Luxusliners „Queen Elizabeth".
    5) Bewegen sich 374.220 Tonnen mit einer Geschwindigkeit von 1.046 Kilometern pro Sekunde, so erzeugt dies einen enormen Luftwiderstand. Dieser würde die Rentiere auf die gleiche Art und Weise aufheizen, wie dies bei einem Raumschiff geschieht, das wieder in die Erdatmosphäre eintritt. Das erste Rentierpaar am Schlitten absorbierte jeweils etwa 14,3 Quintillionen Joule Energie pro Sekunde. Innerhalb kürzester Zeit würden sie in Flammen aufgehen und auf der Stelle explodieren, das nachfolgende Tierpaar der gleichen Belastung aussetzend und einen ohrenbetäubenden Überschallknall zurücklassend. Das gesamte Rentier-Gespann wäre innerhalb 4,26 Eintausendstel Sekunden verdampft. Währenddessen wäre der Weihnachtsmann Zentrifugalkräften ausgesetzt, die rund 17.500 Mal höher wären als die normale Erdanziehungskraft. Ein 135 Kilogramm schwerer Weihnachtsmann (was lächerlich dünn wäre) würde mit einer Kraft von ca. 1.957.290 Kilogramm auf den Boden seines Schlittens gedrückt werden.

    Als Ergebnis kann man sagen: Sollte der Weihnachtsmann jemals am Weihnachtsabend Geschenke verteilt haben, ist er nun tot.
     
    #1
  2. 16.12.03
    Marion
    Offline

    Marion Moderator

    Jetzt weiss ich, warum ich Physik noch nie leiden konnte. :wink:

    =D Marion =D
     
    #2
  3. 16.12.03
    Biwi
    Offline

    Biwi

    Da hätt ich noch nen Adventsaufsatz

    ADPFENT (Ein Schüleraufsatz)

    Der Adpfent ist die schönste Zeit im Winter. Die meistn Leute haben im
    Winter eine Grippe. Die ist mit Fieber. Wir haben auch eine, aber die
    ist mit Beleuchtung und mit K. Drei Wochen vorm Christkindl stellt der
    Papa die Krippe im Wohnzimmer auf und meine kleine Schwester und ich
    dürfen dabei helfen. Viele Krippen sind fad, unsere aber nicht, weil wir
    haben mords tolle Figuren drin.

    Ich habe einmal den Josef und das Christkindl aufn Ofen gestellt, damit
    sie es schön warm haben und es war ihnen zu heiß. Das Christkindl ist
    ganz schwarz wordn und den Josef hats zrissen. Ein Haxn von ihm ist bis
    in den Keksteig geflogen und es war kein schöner Anblick. Meine Mama hat
    ma a Fotzn gegeben und gesagt, dass net amal de Heiligen vor meiner
    Blödheit sicher san. Wenn Maria ohne Mann und ohne Kind herumsteht,
    schaut des net guat aus.

    Aber ich habe Gottseidank viele andere Figuren und der Josef ist jetzt
    der Donald Duck. Als Christkindl wollte ich den Asterix nehmen, weil der
    als einziger so klan ist, dass er in den Futtertrog paßt. Da hat aber
    meine Mama gesagt, da Asterix is koa Christkindl, da is des schwarze
    Chrindkindl noch gscheiter. Es ist zwar verbrannt, aber immerhin a
    Christkindl. Hinterm Chrstinkindl stehen 2 Oxn, ein Esel, ein Nilpferd
    und ein Brontosaurier. Das Nilpferd und den Saurier habe i hingestellt,
    weil dass de Oxn und der Esel net so allein san.

    Links neben dem Stall kommen gerade die heiligen drei Könige daher. Ein
    König ist dem Papa im letzten Adpfent beim Putzen abigefallen und er war
    dodal hin. Jetzt haben wir nur mehr zwei heilige Könige und einen
    heiligen Batman als Ersatz. Normal haben die heiligen Könige eine Haufen
    Zeug fürs Christkindl dabei, nämlich Gold, Weihrauch und Püree.

    Von den unseren hat einer stattn Gold a Kaugummipapierl dabei, des glänzt a so
    schön. Der andere hat a Malboro in der Hand, weil wir keinen Weihrauch
    haben. Aber die Malboro raucht auch schön, wenn man sie anzündet. Der
    heilige Batman hat a Pistole dabei. Des is zwar kein Geschenk fürs
    Christkindl, aber er kann es vorm Saurier beschützen. Hinter den drei
    Heiligen sind ein paar rothäutige Indianer und ein kaasiger Engel. Dem
    Engel fehlt ein Fuß, darum haben wir ihn auf ein Motorrad gesetzt, damit
    er sich leichter tut. Mit dem Motorrad kann er fahren, wenn er nicht
    gerade fliegt.

    Rechts neben dem Stall haben wir ein Rotkäppchen hingestellt. Sie hat
    eine Pizza und drei Flaschen Gösser für die Oma dabei. Einen Wolf haben
    wir nicht, darum lurgt hinterm Baum eine Sau als Ersatzwolf hervor. Mehr
    steht in unserer Krippe nicht. Aber das reicht voll. Am Abend schalten
    wir die Lampen ein und dann erst ist unsere Krippe richtig schön. Wir
    sitzen so herum und singen Lieder vom Adpfent. Manche gefallen mir,
    aber die meisten sind mir zu fad. Mein Opa hat mir ein Lied vom Adpfent
    gelernt, das geht so:

    "Adpfent, Adpfent, da Obstler brennt.
    Erst saufst oan, daun zwoa, drei oder vier,
    daun hauts'de mit da Birn' auf de Tür!"

    Obwohl dieses Gedicht recht schön ist, hat Mama gesagt, dass ich es mir
    nicht merken darf (der Papa singts aber auch oiwei!). Bis man schaut ist
    der Apfent vorbei und Weihnachten auch und so geht das Jahr dahin. Aber
    eins ist gwiss: Der nächste Adpfent kommt bestimmt!
     
    #3
  4. 03.03.10
    zitrone
    Offline

    zitrone Inaktiv

    Klasse Clara12 ;)
    auf jedem Fall erklärt es warum er trotz der vielen Pläzchen noch durch den Schornstein passt. :rolleyes:
    LG Bärbel
     
    #4
: weihnachten

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