Öl im Rührkuchen

Dieses Thema im Forum "Backen: Fragen und Hilfe" wurde erstellt von Möhrchen, 29.09.02.

  1. 29.09.02
    Möhrchen
    Offline

    Möhrchen Moderator

    Hallöchen,

    ich habe jetzt schon zweimal einen Rührkuchen mit Öl aussprobiert. Jedes Mal schmeckte er etwas fischig. Ich habe Sonnenblumenöl ( Öko von dm)verwendet.
    Weiß von Euch jemand eine Alternative? Kann ich problemlos die gleiche Menge Buter, eventuell geschmolzen, benutzen?

    Blubb, blubb
    Ute
     
    #1
  2. 29.09.02
    spaghettine
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    spaghettine Moderator

    Hallo Möhrchen,

    natürlich kannst du diesselbe Menge geschmolzener Butter nehmen, oder auch die flüssige Pflanzencreme.

    Gruß spaghettine
     
    #2
  3. 29.09.02
    Anja
    Offline

    Anja

    Wenn Du neutrales Pflanzenöl nimmst ist Öl kein Problem. Ich nehme zum Backen wenn angegeben ein magenfreundliches cholersterinarmes Öl, das gibt es in jedem Rewe Markt. Es ist auch nicht so belastend für den Magen wie andere Öle. Ich backe Kuchen auf keinen Fall mit Sonnenblumenöl, da es hervorschmeckt.

    Anja
     
    #3
  4. 29.09.02
    Lillimonster
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    Lillimonster

    Hi Ute,
    Butter schmeckt sicher am besten. Aber Maiskeimöl (Mazola) ist ebenso o.k.
     
    #4
  5. 30.09.02
    Tigerente
    Offline

    Tigerente

    Ich backe gerne Rührkuchen mit Öl, da sie bei mir immer so schön locker werden. Ich nehme immer das Sonnenblumenöl vom Aldi. Ich finde nicht, dass es hervorschmeckt!

    Naja, Geschmäcker sind halt verschieden.
     
    #5
  6. 30.09.02
    Lillimonster
    Offline

    Lillimonster

    Hi Kerstin,
    vielleicht ist das Öko-Sonnenbl.öl kalt gepresst. Das hat dann meist einen etwas eigenen Geschmack. Das vom Aldi ist evtl. anders (warm) behandelt worden. Oder so???
     
    #6
  7. 30.09.02
    JO
    Offline

    JO


    Hallöchen lachmayr,

    kommt nun meine Antwort zweimal???
    Denn die gerade geschriebene erscheint NICHT, hmmm.


    Ich liebe lockeren Rührteig, hast Du da eventuell ein Rezept für mich????


    Liebe Grüße

    Jacqueline
     
    #7
  8. 30.09.02
    Tigerente
    Offline

    Tigerente

    Hallo Jacqueline,

    schau doch mal unter Rührkuchen, da habe ich ein leckeres Zitronenkuchenrezept gepostet.
     
    #8
  9. 30.09.02
    lisa
    Offline

    lisa *

    Hallo!

    Ich habe mir mal wieder einen Hermann gezogen und damit kann man tolle Rührkuchen machen (halt ohne TM).

    Gruß Lisa
     
    #9
  10. 30.09.02
    kruemmmel
    Offline

    kruemmmel

    Hallo Lisa

    Ich kenne den Hermann, von früher - nur vom weitergeben !
    Kann man sich den Hermann auch selber ziehen, wenn ja wie macht man das - und wie gehts dann weiter ?

    Liebe Grüße
    Elke
     
    #10
  11. 30.09.02
    lisa
    Offline

    lisa *

    Ich habe es befürchtet!

    Hier das Rezept, ich habe es bie Chefkoch gefunden.

    1/2 tasse Buttermilch
    Saft einer viertel Zitrone
    3 - 4 EL Milch
    mit einem Holzlöffel klumpenfrei rühren in ein hohes Glasgefäß füllen, Deckel leicht auflegen 3 Tage stehen lassen bis er Blasen bekommt.
    Dann je 1/2 Tasse Mehl, Zucker, Milch zufügen und wie gewohnt weiter verfahren.
    4 Tage rühren
    5. Tag umfüllen je 1 Tasse Milch, Mehl und Zucker zugeben
    4 Tage rühren
    10. Tag wie 5. Tag
    in 4 Teile teilen und verschenken, verbacken, weiterzüchten

    Kuchengrundrezept
    1 Teil Hermann, 3 Eier, 1/2 Tasse Öl, 2 Tassen Mehl, 1 Tasse zucker und Milch, 2 TL Backpulver, 1 Prise Salz.

    zusätzlich zutaten nach Geschmack

    Backen in der Kastenform Bei 190 Grd etwa 45- 70 Min.

    nur Holz oder Plastik verwenden, Hermann mag keinen Thermomix, wahrscheinlich weil er männlich ist (Konkurrent?).

    Gruß Lisa
     
    #11
  12. 01.10.02
    Tigerente
    Offline

    Tigerente

    Hallo Lisa,

    danke für dein Hermann Rezept!

    Ich hatte vor 2 Jahren mal einen. Nach ein paar Monaten konnten wir keinen Hermannkuchen mehr sehen und die Ideen gingen auch langsam aus.

    Aber jetzt wird es Zeit einen neuen zu züchten!!! :lol:

    Ich freue mich schon richtig darauf!!!


    Also danke für das Rezept!!!
     
    #12
  13. 01.10.02
    sacha
    Offline

    sacha Foren-Admin

    Hi,

    ich glaube, ich habe etwas verpasst. Koennt ihr einer Schnarchnase wie mir bitte erklaeren was oder wer dieser Hermann ist?

    Danke und Ciao

    Sacha
     
    #13
  14. 01.10.02
    Biwi
    Offline

    Biwi

    :-O Ich schließe mich Sacha an...
    Hermann? Noch nie was davon gehört. Scheint irgendein Hefepilz zu sein, Oder?? :roll: Eine Art Kefir??
    :-?
     
    #14
  15. 01.10.02
    Barbara70
    Offline

    Barbara70 Foren-Admin

    Hermann ist so eine Art Teiggrundstock.
    Es gibt eine genaue Anleitung dazu. Hermann braucht viel Pflege und muß jeden Tag gefüttert werden (steht auch genau in der Anleitung) und am Ende einer Woche kann man dann einen Teil abtrennen für die nächste Woche und vom Rest was leckeres Backen.
    So war es auf jeden Fall vor einigen Jahren. Die genaue Anleitung müßt ich vielleicht mal suchen.
     
    #15
  16. 01.10.02
    Barbara70
    Offline

    Barbara70 Foren-Admin

    Das hab ich gerade noch über google.de gefunden:

    (Quelle: http://www.kombu.de/knieriem.htm )

    Kuchenrezept "Hermann"


    --------------------------------------------------------------------------------


    Dieses Rezept wird mit einem Teil des Hermann-Ansatzes von Familie zu Familie weitergegeben - so wie man es seit Generationen als Zeichen des gegenseitigen Dienens und der Hilfsbereitschaft auch mit dem Kombuchapilz macht. „Gegenseitige Hilfe macht selbst arme Leute reich", sagt ein chinesisches Sprichwort.

    Hermann wird meistens mit einem Blatt Papier, dem “Hermann-Brief” weitergegeben, auf dem folgendes Originalrezept zu lesen ist:



    Hermann-Brief.
    Hier ist Hermann. An dem Tag, an dem Du Hermann bekommst, also am 1. Tag, mußt Du Hermann füttern mit 1 Tasse Mehl, ½ Tasse Zucker, 1 Tasse Milch (oder Kombucha). Bewahre Hermann in einem hohen, nicht ganz dicht verschlossenen Gefäß im Kühlschrank auf. Hermann muß jeden Tag umgerührt werden, denn Hermann will hoch hinaus. Füttere Deinen Hermann dann am 5. Tag mit der gleichen Menge wie am ersten Tag. Am 10. Tag wird Hermann gebacken. Am Backtag: Nimm 1 Tasse von Hermann für Dich ab und 1 Tasse für eine Freundin, reiche dazu diesen Hermann-Brief weiter. Gib dann die etwa 2 Tassen verbleibenden Hermann in eine große Schüssel und mische folgende Zutaten darunter: 2 Eier, 2 Teelöffel Backpulver, ½ Tasse Zucker, 2 Tassen Mehl, 1 Teelöffel Zimt, 1 Tasse gemahlene Nüsse, 1 Tasse Rosinen und ½ Tasse Öl. Rühre alles nacheinander unter, bis es gut vermischt ist. Fülle danach den Teig in eine gefettete Form, gib diese in den Backofen und backe Hermann bei 180 Grad etwa 45 Minuten.

    Anschliessend gebe ich Ihnen ein noch ein anderes Rezept für „Hermann":


    Der Vorteig für einen Hermann-Kuchen ist eine Tasse Sauerteig. Sie können ihn selbst ansetzen, wenn Sie Hermann nicht von einem anderen Menschen bekommen. Das geht so: Mehl und Wasser (oder Kombucha) zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten, zum Gären 3 bis 4 Tage an einen warmen Ort stellen.


    Dann einen halben Würfel Hefe hinzufügen. Dazu kommt je: 1 Tasse Mehl und Milch und eine halbe Tasse Zucker. Zu einem großen Gefäß gut verrühren. 5 Tage in den Kühlschrank stellen, bei täglichem Umrühren. Wiederum die gleiche Menge Mehl, Milch und Zucker zugeben. Das Gefäß bedecken und im Kühlschrank nochmals 5 Tage reifen lassen. Folgende Zutaten beigeben: 2 Eier, je 1 Tasse Zucker, Rosinen, gehackte Nüsse, 2 Tassen Mehl, ½ Teelöffel Zimt, ½ Tasse Öl und 1 Päckchen Backpulver. Alles gut verrühren. Den Teig in eine gefettete, bemehlte Kastenform füllen und bei 180 Grad 45-60 Minuten backen. Nach dem Backen kann noch folgender Guß auf den Kuchen gegeben werden: ½ Tasse Butter, 1/3 Tasse Milch, ¼ Tasse brauner Zucker. 2 Minuten aufkochen und über den Kuchen geben.




    --------------------------------------------------------------------------------


    Wie schafft es Hermann, wieder und wieder
    einen schmackhaften Kuchen zu produzieren?

    Bei „Hermann" sind, wie auch bei Kombucha, Lebensgemeinschaften (Symbiosen) von Hefen und Bakterien im Spiel. Lebensgemeinschaften von Hefen und Bakterien und Hefen werden von Menschen in aller Welt seit Urzeiten für die Herstellung von gesundheitsfördernden Gärgetränken und Lebensmitteln verwendet und zu ihrem Wohlbefinden eingesetzt.


    Der Ansatz für Hermann ist eine Art Sauerteig und enthält Milchsäurebakterien und Hefen. Im Sauerteig werden Hefen (Saccharomyces cerevisae, Saccharomyces minor u.a.), die in erster Linie für die Teiglockerung verantwortlich sind, und eine kompliziert zusammengesetzte Bakterienflora, in der die Milchsäurebildner Lactobacillus plantarum und Lactobacillus brevis dominieren, vermehrt. Die Hefen ernähren sich von den im Mehl enthaltenen Kohlehydraten. Sie vermehren sich dabei und produzieren nebenbei Stoffwechselprodukte, die in den Teig übergehen. Die Mikroorganismen bauen einen Teil der im Mehl enthaltenen Stärke zu Zucker und Dextrinen ab. Der Zucker wiederum wird durch Gärung in Alkohol und Kohlensäure zerlegt.


    Indem man dem Hermann-Teig immer wieder neu Mehl und Wasser zufügt, hält man ihn in ständiger Gärung. Durch den mehrmaligen erneuten Zusatz von Mehl und Wasser und den entsprechenden Lagerungszeiten entwickelt sich ein mikrobiologisch stabiler Sauerteig mit einem pH-Wert von etwa 4,0. Die durch den Zusatz des Hermann-Ansatzes eingeleitete Gärung des Mehlteiges hat zahlreiche positive Auswirkungen:


    Säurebildung durch die Lactobacillus-Arten.

    Die pH-Erniedrigung schafft die Backfähigkeit des Mehles durch Erhöhung der Quellfähigkeit und durch Hemmung des Stärkeabbaus,
    schützt vor Fremdgärung durch andere Mikroorganismen,
    hemmt und verzögert im „Hermann" das Wachstum von Verderbniserregern wie den Schimmelpilzen,
    fördert das Wachstum der säuretoleranten Hefen.
    Teiglockerung durch die Kohlensäureproduktion der Hefen
    Die Kohlensäurebildung und damit die Lockerung des Teiges wird hauptsächlich durch die im Mehl vorhandenen Hefen bewirkt. Die gasförmige Kohlensäure versucht, in Form kleiner Bläschen zu entweichen. Durch den gequollenen Kleber des Teiges wird sie aber daran gehindert. Dadurch geht der Teig auf und erhält das gewünschte poröse Gefüge. Die Wirkung wird durch die in der Hitze erfolgende Ausdehnung der Kohlensäurebläschen noch verstärkt.


    Bildung von Aroma- und Geschmackskomponenten durch die Milchsäurebakterien und Hefen.




    --------------------------------------------------------------------------------


    Sind Hermann und Kombucha verwandt?

    Bei der Kombucha-Zubereitung finden durch die Mikroorganismen verwandte Vorgänge statt. In der Symbiose der Kombucha-Kultur finden wir ebenfalls Hefearten und säurebildende Bakterien, allerdings anderer Art als im Hermann-Teig. Während der Gärvorgänge laufen sowohl bei Hermann als auch bei Kombucha nebeneinander und nacheinander komplizierte Stoffwechselvorgänge ab. So spielen sich beim Wachstum der Hefezellen und der Bakterien Assimilationsvorgänge ab, d.h. der Zucker in der Kombucha-Nährflüssigkeit und die Stärke im Hermann-Teig dienen den Mikroorganismen als Nahrung. Daneben finden Dissimilationsprozesse statt. Dissimilation ist der Stoff- und Energiewechselvorgang, bei dem organische Stoffe unter Freisetzung von Energie mehr oder weniger zu anderen Endprodukten abgebaut werden. Das Gleichgewicht zwischen Assimilation und Dissimilation sorgt dafür, dass in der Natur ein ständiger Kreislauf herrscht („Erhaltungssatz der Energie"). Näheres über diese komplizierten,faszinierenden Vorgängen siehe in dem Buch „Kombucha-Das Teepilzgetränk" von Günther W. Frank, Seite 41ff. und 63 ff.


    Da im „Hermann" andere Mikroorganismen am Werk sind, bilden sich natürlich andere Stoffwechselprodukte als in dem Kombucha-Getränk, so dass man den gesundheitlichen Wert von Hermann nicht mit dem des Kombuchagetränks gleichsetzen kann. Faszinierende Objekte sind beide allemal. Kombucha bietet zusätzlich einen unschätzbaren Nutzen für unsere Gesundheit. Das wußten schon die Völker des fernen Ostens und Rußlands, die Kombucha als Volksheilmittel gegen Gebrechen aller Art hochschätzten. Die Palette reicht von der harmlosesten Unpäßlichkeit bis zu der schwersten Erkrankung.
     
    #16
  17. 01.10.02
    lisa
    Offline

    lisa *

    Hallo!

    Ist so ne art Sauerteig in süß. Und er braucht immerzu Pflege, aber die Mühe lohnt sich, der Kuchen draus schmeckt echt lecker.
    Bis man ihn nicht mehr sehen kann (ist das mit allen Männern so?). :wink:

    Gruß Lisa
     
    #17
  18. 02.10.02
    Biwi
    Offline

    Biwi

    :-O Wow, Waaahnsinn..
    Da hast Du wohl ewig getippt... Auf jedem Fall bin ich jetzt schlauer..
     
    #18
  19. 02.10.02
    Barbara70
    Offline

    Barbara70 Foren-Admin

    @Biwi
    Also falls Du mich meinst. Das hat ungefähr 10 SEKUNDEN mit dem Text gedauert. Ich bin auf die Homepage, die ich dabeigeschrieben habe gegangen, hab den kompletten Text markiert, dann STRG C gedrückt (zum kopieren), bin dann in meinen Nachrichtentext von Wunderkessel gegangen und hab STRG V gedrückt (zum einfügen) und schwupps, war der Text in meiner Nachricht drin. :wink:
    Also, kein übermäßiges Lob, war keine Arbeit für mich! =D

    Gruß, Barbara
     
    #19
  20. 03.10.02
    kruemmmel
    Offline

    kruemmmel

    Hallo

    Finde es toll, was ihr alles über den Hermann wißt und gefunden habt. :-O Vielen Dank !!! =D
    Es ist schon bestimmt Jahre her, da war bei uns es Gang und gebe, daß der Hemann verteilt wurde. Nur hatte dann irgendwann anscheinend jeder die Schnauze voll, so daß er in der Versenkung verschwunden ist.
    Ich war daher so begeistert als Lisa davon geschrieben hat.

    Ich wünsche Euch noch einen schönen Feiertag

    Liebe Grüße
    Elke
     
    #20

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