Projekt Generationenwohnen

Dieses Thema im Forum "Garten / rund ums Haus" wurde erstellt von Elfentanz, 01.03.09.

  1. 01.03.09
    Elfentanz
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    Elfentanz

    Hallo liebe Mithexen und -hexer!

    Wir planen zur Zeit einen aufregenden Schritt.
    Wir sind drauf und dran, ein altes großes Haus mit Nebengebäude und Grundstück zu kaufen um das
    "Projekt Generationenwohnen" durchzuziehen!

    Unsere "Große" wird demnächst 18 und wird, wenn sie etwas findet, ihre Berufsausbildung beginnen. Sie braucht ein bißchen mehr Freiraum, sprich, eine kleine eigene Wohnung.

    Meine Mutter möchte ebenfalls "mit uns kommen" und natürlich auch eine eigene Wohnung im Haus bekommen.

    Dann hätten wir - wie es früher absolut üblich war - drei Generationen unter einem Dach...


    Wie sind Eure Erfahrungen?

    Ps: Wir sind alle nicht distanzlos, sondern respektieren die persönlichen Grenzen!
     
    #1
  2. 01.03.09
    nepolein
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    nepolein

    Hallo Elfe,

    ein interessantes Unternehmen was ihr da plant.
    Ich habe 6 Jahre mit meinen Ex-Schwiegereltern zusammen gewohnt. Jeder eine eigene Wohnung aber gleichen Eingang. Nach 3 Jahren ist der Sohn (mein Ex) da ausgezogen, wegen einer anderen und ich habe noch 3 Jahre ein tolles Leben mit meine Schwiegers gehabt. Ich bin da eigentlich nur ausgezogen,weil ich dann einen neuen Mann hatte- der wurde prima von meinen Schwiegers aufgenommen- und wir noch einen Nachzuegler bekamen und dann der Platz nicht mehr reichte.
    Wir haben immer unsere Privatssphaere akzeptiert.Das viel sogar anderen auf, die das echt toll fanden und es hat echt Spass gemacht. Ich war naemlich immer so eingestellt : bloß nicht mit den Eltern oder Schwiegers in ein Haus, mit meinen Eltern wuerde ich das heute noch nicht machen.
    Wenn man sich gegenseitig respektiert ist das eine tolle Sache.
    lg nepolein
     
    #2
  3. 01.03.09
    tihv
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    tihv

    Hallo Elfe,

    ich finde das Großartig. Wir wohnen auch mit meiner Schwiegermutter in einem Haus - jeder hat seine eigene, abgeschlossene Wohnung und die Vorteile überwiegen.
    Klar, man ist nie wirklich alleine oder gar einsam aber im Umkehrschluss ist eben auch meistens jemand da. Als meine Schwiegervater schwer krank wurde, war es einfach gut vor Ort zu sein.
     
    #3
  4. 01.03.09
    Marion
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    Marion Moderator

    Hallo Elfe =D
    wir wohnen seit acht Jahren mit meinen Eltern in einem Haus zusammen, aber in getrennten Wohnungen und jeder hat seine eigenen Eingangsbereich. Darauf haben wir damals Wert gelegt. Das Zusammenleben klappt ganz gut, wenn man die Privatsphäre der anderen "Partei" beachtet und jeden sein Leben leben lässt. Da gehört auch Toleranz dazu und Dinge zu akzeptieren, die man nicht versteht.:rolleyes: Meine Mutter z.B. versteht nicht, bzw. kommt nicht so gut damit klar, daß meine Töchter (17 und 14 Jahre alt) nicht ständig zu ihr gehen und sie nicht so am Leben der Teenager-Enkel teilnehmen kann. Auf der einen Seite kann ich sie ein bisschen verstehen, auf der anderen Seite verstehe ich auch meine Töchter, denn in dem Alter wäre ich auch nicht ständig zur Oma gerannt.:rolleyes:
    Am im Großen und Gangen klappt es gut und wir haben uns alle so daran gewöhnt, daß es für uns was ganz normales ist.

    Liebe Grüße
    Marion =D
     
    #4
  5. 01.03.09
    Wolfsengel
    Offline

    Wolfsengel ausm Badnerland

    Hallo,

    wir sind gerade dabei, dieses wunderbare Generationenwohnen frühzeitig zu beenden, ansonsten lande ich in der Klapse oder im Knast ;):rolleyes:! Wir haben allerdings nur einen Eingang für uns und meine Mutter. Aber mittlerweile würde ich sie nicht mal mehr in einer separaten Einliegerwohnung im Haus haben wollen, anderer Ort wär auch nicht schlecht (anderes Bundesland, Land überhaupt... *örks)
     
    #5
  6. 01.03.09
    WK-Rezeptetopf
    Offline

    WK-Rezeptetopf Beiträge ehemaliger Benutzer/innen

    Moin

    Also irgendwo war schon mal ein ähnlicher Thread, meine ich mich zu erinnern. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass es uns Frauen leichter fällt mit den Schwiegereltern als mit den eigenen Eltern zusammen zu wohnen, oder täuscht mich das grade?
    Wir wohnen seit 20 Jahren zusammen mit meinen Schwiegereltern, jetzt leider seit 10 Jahren nur noch Schwiegermutter.
    Und es stimmt, man muss lernen, sich zu respektieren, dann klappt es auch. Wir hatten eine sehr schwierige Anfangszeit, in der vor allem meine Schwiemu lernen mußte, dass wir hier unser eigenes Leben führen. Aber rückblickend kann ich nur sagen, dass ich den Schritt dazu nicht bereue, die Vorteile überwiegen auf jeden Fall. Und mit meinen eigenen Eltern hätte ich es nie gewagt!
    Meine Tochter ist jetzt auch 18, also haben auch wir hier 3 Generationen unter einem Dach. Und grade früher war es ein Vorteil, Großeltern direkt im Haus zu haben.
    Auch heute kann ich beruhigter mal ein paar Tage weg sein, weil ich weiß, Oma guckt schon nach dem Rechten, damit sich meine 2 "Kleinen" nicht zu selbstständig fühlen.
    Wir hatten auch einmal den Fall, dass Oma sich den Arm gebrochen hatte und wir nicht da waren - da haben dann die Kids spontan Omas Haushalt geschmissen ;), und alle haben dabei viel voneinander gelernt, auch die Oma, die seitdem viel mehr Respekt vor der Selbstständigkeit meiner Kinder hat.
    Also - Versuch macht klug!
     
    #6
  7. 01.03.09
    Elfentanz
    Offline

    Elfentanz

    Oh, schon so viele Antworten! DANKE!

    Natürlich stehen wir dem ganzen positiv gegenüber und können uns alle gut vorstellen, wie ein Zusammenleben laufen soll. Wie die Umsetzung vonstatten geht, wird sich ja erst herausstellen, wenn es soweit ist!
    Wir sind uns der "Nachteile" bewußt, aber wünschen uns eben auch die "Vorteile"... *hihi* na, das hört sich ja komisch an!!!!

    Meine Ma und ich kennen uns sehr gut und können uns auch jetzt gut Freiräume lassen. Wenn man mal meint, man braucht ein bissi Abstand, dann war das noch nie ein Problem. Sie ist auch noch ein paar Jahre berufstätig, deshalb hat auch jeder durchaus noch genug Abwechslung und muß sich nicht haltlos auf die anderen stürzen, wenn diese z.B. nachhause kommen!
    Und abgeschlossene Wohnungen sind absolut obligat!

    @Wolfsengel: Das ist nicht schön, aber so kann's auch ausgehen. Ich bin im Generationenhaushalt groß geworden (väterlicherseits) und bei denen gab es sehr viel Knatsch! Allerdings erst verschärft, als es meiner Oma gesundheitlich immer schlechter ging und sie ('tschudige Omi - Du warst trotzdem immer die Größte für mich) alle tyrannisiert hat!
     
    #7
  8. 01.03.09
    Steffi1st
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    Steffi1st Backluder ;-)

    Hallo Elfe,

    wir wohnen mit 4 Generationen unter einem Dach.

    Wobei jeder seine abgeschlossene Wohnung hat, auch mit eingenem Eingang.
    Für meine 2 Jungs ist es natürlich ganz toll und auch die Urgroßeltern haben halt noch viel von den Urenkeln.

    Es ist nicht immer einfach, sicher gibt es hin und wieder auch mal Streitpunkte, alles hat seine Vor-und Nachteile. Aber ich denke bei uns überwiegen die Vorteile....;)
     
    #8
  9. 01.03.09
    Lorbas
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    Lorbas

    Hallo Elfe,

    bin auch in so einem Generationenhaus aufgewachsen. Habe immer gedacht:das ist aber gut bei uns gegangen.So stell ich mir das für meine Familie auch mal vor.Vor allem,weil es nur 1 Haushalt mit 1 Eingang war.Bis meine Mutter nach Omis Tod erwähnte,daß sie ganz schön ihren Mund halten mußte,damit es so gut ging.
    Nach Mamas Tod wollte ich eigentlich Papa ein bißchen unter meine Fittiche nehmen,aber er wollte nicht.Meinte:das ist euer Leben und das hier ist meines.
    1 Jahr nach Papas Tod bin ich dann in mein Elternhaus gezogen.Ich wollte weg von meinem Schwiegertiger und damals auch von meinem Mann.Wir wohnten damals 17 Jahre in einem Reihenhaus zusammen und ich hatte von beiden so was von die Sch....... voll!
    Der Start hier war dann auch nicht so einfach,da mein Bruder(Single) hier immer noch wohnte.Und ich kam dann mit 3 Kindern an.
    Aber,es geht jetzt gut. Ich versuche ein Mittelding zwischen meinem Elternhaus und meinem Leben neben meinem Schwiegertiger herzustellen und damit kann ich leben.
    Nicht dauernd die Klappe halten aber auch nicht gleich lospoltern. Und :Lächeln ist noch immer die beste Art,dem anderen die Zähne zu zeigen
    So wie's ausschaut stolpert ihr ja nicht in so ein Projekt,sondern wägt alles ab.Das ist gut und wird dann auch Erfolg haben.

    Wünsche euch dafür alles Gute und ein bißchen Neid ist bei mir dabei,wenn ich lese,daß es klappt.

    Liebe Grüße,bis 14.o3.dann können wir weiter quatschen;):thumbup:
    Birgid
     
    #9
  10. 02.03.09
    Elfentanz
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    Elfentanz

    Naja... bislang ist ja noch keine Entscheidung gefallen... Aber plötzlich ist da eben ein Riesenhaus da, was ideal für unser Vorhaben wäre und dann wird der Gedanke natürlich wesentlich konkreter!

    Die endgültige Entscheidung wird noch ein paar Wochen auf sich warten lassen, denn das will schon gut überlegt sein, besonders weil das Haus saniert werden muss...
    (was aber mein Schatzi sowieso von berufswegen macht) und mein Papa und meine Brüder sind auch noch da. Natürlich können wir "Frauen" auch anpacken, aber ich kann nicht alles!... *grins*

    Dafür kann ich kochen! ;)
     
    #10
  11. 09.03.09
    Mona
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    Mona

    Hallo Elfe,

    wir wohnen seit 10 Jahren bei den Schwiegereltern. Wir haben leider nur einen Eingang und noch dazu müssen wir durch den Gang der Schwieeltern um zu unser Wohnung zu kommen. Bis wir die Kinder hatten ging alles super jedoch seit die Kids da sind (6 und 4) gibt es ab und zu Reibereien. Ich würde wenn dann nur mit den Eltern oder Schwieeltern zusammenziehen wenn jeder seinen eigenen Eingangsbereich hat.
     
    #11
  12. 01.04.09
    Annette F.
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    Annette F.

    Hallo Elfe,
    also wir wohnen seit 10 Jahren in so einem Haus. Wir haben damals das Elternhaus meines Mannes umgebaut, Altbau saniert, aufgestockt.... Jeder hat seine eigen Wohnung, 3 Familien in einem Haus (wir, Schwager und Schwägerin, Schwiemu) Dieses 1 Jahr Bauarbeiten hat die Männer unendlich viel Kraft gekostet, obwohl die "großen" Sachen von einer Firma gemacht wurden. Wir haben nur ein "wenig" Eigenleistung erbracht. Würde ich so heute nicht mehr machen. Und das Zusammenleben hat Vorteile, ganz sicher. So hast Du immer jemanden, der nach Dir guckt, wenn Du krank bist, es hilft Dir jemand bei der Gartenarbeit, und wenn ich mal länger arbeiten muß, kann einer mal unseren Hund in den Garten lassen. Auch wenn wir im Urlaub sind: die Post wird rausgeholt, nach den Blumen in der Wohnung und im Garten wird geguckt, die Wohnung ist nicht ohne Aufsicht.
    Aber auch wir haben das Problem, daß meine SchwieMu es nicht verstehen kann, daß unsere 20jährige Tochter ihr nicht ständig Rechenschaft über ihr Leben ablegt. Im ersten Stock wohnt die Schwester meines GöGa mit ihrem Mann. Das sind die Paten unserer Tochter und mit denen gibt es die gleichen Probleme. Mittlerweile lebt unsere Tochter auf Jersey und jetzt werden wir schief angeguckt, wenn der Informationsfluß über "das Kind" nicht so ist wie gewünscht.
    Wenn ich mal 'nen freien Tag habe und mich im Garten auf der Liege lümmele, kommt von irgendwoher sicher der Spruch: "naaaaaaa, hast du heute nix zu tun?" Da bleib ich lieber auf dem Balkon. Wenn wir im Sommer grillen wollen, haben wir entweder das ganze Haus dabei oder wir müssen vorher abklären: "Am Samstag möchten wir bitte mal alleine grillen" Und wenn Du Besuch kriegst und mit dem im Garten sein willst, mußt du die anderen quasi in die Wohnung verbannen oder es ertragen, daß alle deinen Besuch "genießen". Wenn die anderen Besuch haben, bleiben wir halt oben auf dem Balkon. Man muß halt viiiiiiel miteinander reden und alles vorher besprechen, sonst gibt es böses Blut.
    Und wenn Reparaturen anstehen oder der Garten umgestaltet werden soll, können wir das nie selbst entscheiden, sondern die anderen haben immer Mitsprache-Recht. Ist auch finanziell ein bissi heikel. Wer kann und will sich was für den Garten leisten, wer nicht. Und was "darf" dann einer alleine machen, was ist für die Allgemeinheit, wer bezahlt welchen Teil wovon?
    Langer Rede, kurzer Sinn: Trotz der unbestrittenen Vorteile würde ich es mit der Erfahrung die ich heute habe, nicht noch einmal wagen. Und wenn wir in Rente gehen, ziehen wir hier weg, das steht jetzt schon fest.
     
    #12
  13. 01.04.09
    Marmeladenköchin
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    Marmeladenköchin Marmeladen Hexe

    Hallole,

    also mit meiner Schwiemu unter einem Dach.. neeeeeeeiiiiiiiin niemals.. es reicht mir so
    schon von der Ferne mit ihrer Art.. obwohl sie eigentlich ne liebe ist.. aber sie mischt sich
    halt gerne ein und weiß natürlich mit 88 alles besser.
    mit meiner Mutter hätte auch nicht so funktioniert..
    Meine Kinder wollten mich auch nicht haben...
    Besser alleine bzw. mit fremden.. wohnen..

    gruss uschu
     
    #13
  14. 01.04.09
    Wolfsengel
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    Wolfsengel ausm Badnerland

    Hallo Elfe,

    und wie läuft es mit eurem Riesenhaus und dem Plan?

    Ich hab morgen früh das meiste hinter mir :rolleyes:!
     
    #14
  15. 01.04.09
    Elfentanz
    Offline

    Elfentanz

    Hallo Ihr Lieben!

    Danke für die vielen Erfahrungsberichte und dass Ihr bereit wart, soviel preiszugeben - ist ja doch auch schon recht privat! :rolleyes:

    Als kurzen Zwischenbericht kann ich leider bislang nur sagen, dass meiner "Hausbank" der Sanierungsaufwand zu groß ist! *schnief* :sad5:

    Jetzt haben wir also entweder die Möglichkeit, einen anderen "Sponsor" (Bank) zu suchen oder auf ein anderes Angebot zu warten...
    Letzlich drängt uns auch die die Zeit nicht, denn ich bin auch durchaus zufrieden mit dem jetzigen Status Quo. Ein großes Haus wär natürlich schon schööööööööön...

    Meine Mutter ist nicht so übertrieben "fürsorglich", so dass ich denke, dass sich das eine oder andere Problem gar nicht erst ergibt.

    Mal sehen, wie es hier so weitergeht mit unserem "Projekt"!

    *winkewinke* :wave:
     
    #15
  16. 13.04.09
    Pan
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    Pan Inaktiv

    Hallo Elfe,

    wir wohnen jetzt seit 3 Jahren mit meinen Eltern im selben Haus. Jeder hat seinen eigenen Eingang. Am Anfang war ich etwas skeptisch, aber es klappt bestens.
    Wir wechseln uns beim Kochen ab, so dass man sich auch mal an den gedeckten Tisch setzen kann. Den Kindern und auch meinem Mann gefällt das gemeinsame Essen, und überhaupt das Zusammenleben. Wir würden uns jeder Zeit wieder so entscheiden.

    Ich hoffe es wird bei euch auch noch klappen und drücke euch ganz fest die Daumen.

    LG
    Pan
     
    #16

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