Ridgeback sucht neues Zuhause... :-(

Dieses Thema im Forum "Fellkinder" wurde erstellt von Hevekra, 11.12.10.

  1. 11.12.10
    Hevekra
    Offline

    Hevekra

    Hallo!

    Leider müssen wir unsere Ridgeback-Hündin abgeben...zu den Gründen schreibe ich später noch was, bin grad in Eile.
    Wir möchten, dass sie in eine gute Familie kommt!!
    Vielleicht hat von Euch jemand Interesse oder kennt wen?

    Schaut mal hier: Ridgeback in Not - Luna, 1,5 Jahre

    Traurige Grüsse,
    Doro :sad1:
     
    #1
  2. 11.12.10
    Hevekra
    Offline

    Hevekra

    Hallo nochmal!

    Aaaalso, unsere Luna ist eine echt liebe Hündin, etwas wild, eigensinnig aber auch gelehrig - typischer Ridgeback eben. Sie ist bei uns voll in die Familie integriert, wir haben 3 Kinder im Alter von 2, 4 und 6 Jahren, alles soweit in Ordnung, sie hat den Kindern noch nie etwas getan.
    Tja, aber jetzt ist was echt blödes passiert: Luna hat im Wald ein Rehkitz erwischt!! Mein Mann war mit ihr und den beiden großen im Wald, plötzlich ist Luna ausgebüchst, hatte wohl eine Fährte aufgenommen, mein Mann ist auch gleich hinterher, hat gerufen und gepfiffen - ohne Erfolg! ...Pech war, das die Rehe bei Leuten in einen eingezäunten Garten gelaufen waren, somit keine Chance zu entkommen...und sie hat das Kitz erwischt :-(

    Mein Mann liebt den Hund echt abgöttisch (und umgekehrt auch). Aber er hat das Reh schreien hören und Luna da weggeholt..er ist so geschockt und enttäuscht. Er kann den Hund jetzt einfach nicht mehr haben, was ich auch irgendwo verstehen kann. Er ist total fertig...wo er den Hund doch echt liebt...aber er kann das nicht vergessen und hat Agst, es könnte nochmal so was passieren.
    Ausserdem ist Luna jetzt in der Pubertät (Ridgebacks sind erst mit 2 Jahren "erwachsen") und fängt an, rum zu zicken...grade wenn uns andere Hunde begegnen, obwohl das sonst ohne Probleme war und sie auch immer viel Hundekontakt hatte. Luna braucht jetzt viel Aufmerksamkeit und sollte im Wald und Wildgebieten erstmal an der Leine geführt werden, um den Jagderfolg erstmal zu "vergessen". Auch das mit den anderen Hunden kriegt man gut in den Griff. Habe gleich nach dem Vorfall mit unserer Hundetrainerin telefoniert ( wir waren den Tag, als das passiert ist, vormittags zum Training bei ihr...)
    Leider können wir mit ihr nicht so arbeiten, wie man er jetzt erstmal müsste...mein Mann ist den ganzen Tag unterwegs und ich habe die 3 Jungs. Mit Hund und Jungs zusammen losgehen, würde jetzt erstmal nicht klappen...keiner hätte dan genügend Aufmerksamkeit von mir. Aber wie schon gesagt, das ist auch wieder in den Griff zu bekommen und war sonst auch gut möglich! ...naja, und der Hauptgrund ist eben, dass mein Mann jetzt mit Luna nicht mehr klar kommt, er ist so sauer, traurig, enttäuscht,...hat kein Vertrauen mehr in sie!

    Vielleicht könnt Ihr helfen, für Luna ein gutes Zuhause zu finden!!

    Ich möchte jetzt bitte keine Vorwürfe hören (die machen wir uns schon selbst)! Auch keine Kommentare, dass man das alles gut überlegen soll, bevor man sich einen Hund anschafft etc. Wir hatten schon immer Hunde. Und die Situation war auch eine ganz andere, als wir Luna angeschafft haben. Alles war wohl überlegt und geregelt. Meine Eltern wohnen mit im Haus, sodass Luna nie alleine sein musste. Ausserdem war auch gewährleistet, dass sie mir die Kinder betreuen und ich Zeit mit Luna alleine habe. Aber kurz nachdem wir Luna dann hatten, hat sich alles geändert: erst bekam mein Vater Krebs, hatte zwei ganz schwere Operationen und ist seitdem ganz schwach und verwirrt, nur noch ein Schatten. Er , der immer alles gemacht hat, immer so stark war, überall geholfen hat...kann jetzt manchmal noch nicht mal alleine aufstehen oder ein Glas hochheben. Zwei Monate später bekam dann meine Mutter Krebs...mit Chemo, Bestrahlung, etc. Mittlerweile geht es ihr wieder recht gut, hat aber auch lange gedauert, obwohl sie immer stark war!! Aber sie hat ja jetzt auch noch Papa zu versorgen... Bei uns hat sich alles geändert, von "jezt auf gleich"...

    Ich bin so traurig, nur noch am heulen...weiss auch gar nicht, was ich den Kindern erzählen soll, wenn Luna weg ist (die haben den Vorfall zum Glück nicht mitbekommen!!!!)...die sind doch mit ihr aufgewachsen, lieben den Hund, machen alles mit ihr, sie ist immer dabei gewesen, auch im Urlaub... Hat auf die Jungs aufgepasst (das war auch der Hauptgrund für die Anschaffung, das Leben unserer Kinder ist letztes Jahr nämlich anonym bedroht worden. Ich binn fast durgedreht, habe immernoch Agst, auch wenn die Kinder nur alleine im Garten sind...aber das ist eine andere, lange und schlimme Geschichte)...

    Ich weiss, hört sich wohl alles seltsam an, ist uns aber alles echt passiert...und nun kommt der Mist mit Luna auch noch dazu...wir haben wohl das Pech gepachtet...

    Gruß,
    Doro
     
    #2
  3. 11.12.10
    jukoeju
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    jukoeju

    Hallo Doro,

    ich wünsche Luna dass sie in eine Familie kommt wo es ihr gut geht und sie sich wohl fühlt!

    Helfen kann ich dir leider bei der Vermittlung nicht.
     
    #3
  4. 11.12.10
    Hessen-Hexe
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    Hessen-Hexe Chaosbäckerin

    Hallo Doro,

    leider fällt mir auf die Schnelle auch niemand ein, bei dem eure Hündin ein Zuhause bekommen könnte. Ich drücke euch aber ganz fest die Daumen, dass ihr sie in gute Hände vermitteln könnt.

    Dass Dein Mann den Vorfall nicht vergessen kann, verstehe ich. Und egal, wie gut man seinen Hund erzieht, es ist und bleibt letztendlich ein Tier und keine Maschine - sie haben ihren eigenen Kopf und manchmal passiert dann etwas Schlimmes.

    Anscheinend mußte Deine Familie in letzter Zeit eine Menge Krankheiten und Erlebnisse verkraften, die euer aller Leben immens verändert haben und dafür wünsche ich euch weiterhin Durchhaltevermögen und dass das Schicksal es demnächst vielleicht wieder besser mit euch meint.
     
    #4
  5. 11.12.10
    Kimm
    Offline

    Kimm

    Hallo Doro,
    ich hab nur einen Vorschlag, bevor ihr euch von dem geliebten Tier trennt.
    Versucht es mit Martin Rütter, dem Hundepsychologen.Mehr wegen deinem Mann,als wegen Luna , denn sie ist einem ganz normalen Trieb gefolgt.
    Ich weiß das er zwischen Tier und Mensch vermitteln kann.Gebt ihr eine Chance!!!
    Viele mitfühlende Grüße
    Sabine
     
    #5
  6. 11.12.10
    möppi-mama
    Offline

    möppi-mama

    Hallo,

    auch wenn ich jetzt gesteinigt werde - schuld ist immer der Mensch!
    Man lässt einen Hund nicht ohne Leine laufen, schon gar nicht im Wald.
    Da hört bei mir jedes Verständnis auf.
     
    #6
  7. 12.12.10
    zauber-hexe
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    zauber-hexe *

    hallo Sylvia,

    normalerweise "überlese" ich ja solche Aussagen wie deine einfach, aber das kann ich so nicht stehen lassen!!!

    Du hast sicher selbst keinen Hund, sonst wüsstest du, dass ein Hund mindestens ein bis zwei Stunden am Tag Freilauf - d.h. ohne Leine braucht!!! Nur an der Leine nebenher laufen ist keine artgerechte Tierhaltung! Aber mit deinem Posting meinst du auch sicher, dass zwei Hunde schön brav an der Leine miteinander spielen sollen und die Besitzer im Sekundentakt die Leinen auseinander wickeln? Denkst du wirklich, dass Hunde, die nur an der Leine gehen dürfen, ein gutes Sozialleben entwickeln??

    Ich denke, die Doro ist nach allem was sie durchmachen musste, schon gestraft genug, da kann man ihr solche Postings wie deins ersparen!
     
    #7
  8. 12.12.10
    Hamsternixe
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    Hamsternixe Fellnasen-Knutscherin

    damit hast du absolut recht!

    damit leider nicht. Das ist absolut daneben! Das würde ich nur tun, wenn mein Hund jagd - meiner läuft im Wald frei ;)
    Er bleibt aber auch immer auf dem Weg - in meiner Nähe..........
     
    #8
  9. 12.12.10
    Doriline
    Offline

    Doriline Geprüfte Anstaltsleiterin Sponsor

    Hallo,

    auch ich muss mehr als heftigst schlucken, um hier nicht zu sagen, was ich wirklich denke (nicht mal nur zur Threaderstellerin) - das bringt aber auch dem Hund nix, von dem her lasse ich es mal!

    Schick deinen Tierheim in deiner Nähe eine aussagekräftige Beschreibung und ein nettes Foto - die werden das ganz sicherlich gerne veröffentlichen.
    Und dann noch hier:
    Ridgeback in Not - "RR in Not"-Hunde
    Die Rhodesian Ridgeback Plattform mit Informationen zu Welpen, Züchtern und Deckrüden - HOME
    Rhodesian Ridgeback Care e. V. - Content
    RR in Not

    Durch solche Plattformen, die meist sehr stark frequentiert sind, findet meistens sehr schnell und vor allen Dingen das absolut richtige Zuhause für den Hund!

    LG, Tina

    PS: Andererseits muss ich aber auch sagen, dass es besser ist, man erkennt die Problematik und ist bereit, dem Hund ein neues Zuhause zu suchen anstatt ihn zu behalten und ihm dann nicht die nötige Liebe entgegen bringen kann!

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 18:10 Uhr ---------- Vorheriger Beitrag wurde geschrieben um 18:06 ----------

    Ich sehe gerade, dass ihr sie schon auf der ersten Inetseite veröffentlicht habt, mach es aber noch auf den anderen - das bringt echt enorm viel, ich spreche aus Erfahrung.


     
    #9
  10. 12.12.10
    möppi-mama
    Offline

    möppi-mama

    Liebe Hundehalterinnen,

    richtig erkannt - ich habe keinen Hund und mag sie auch nicht besonders.
    Mich stresst ein freilaufender Hund, egal wo, ob im Wald oder in der Stadt.
    Ich wurde schon oft genug angeknurrt, angesprungen, sogar gebissen, auch schon von völlig
    fremden Hunden.
    Und das Argument, der Hund hätte auf meine Abneigung reagiert, kenne ich zur Genüge.
    Oder Ähnliche. Aber ihr habt ja sicher alle nur gaaanz liebe Hunde, die so etwas nieeee machen würden!
    Ich finde, es gibt viel zu viele Hunde und wenn man ständig aufpassen muss, dass man
    a) nicht in einen dicken Haufen (die von 90% der Hundehalter eben nicht eingesammelt werden
    - nicht rot werden...) tritt, oder
    b) in Feld und Flur ständig ach so lieben, freilaufenden Hunden begegnet,
    fühle ich mich in meiner Freiheit eingeschränkt.
    Aber Hauptsache, die lieben Hundchen leben artgerecht und haben genug Auslauf!
    Mich regt DAS auf - ihr regt euch über Leute wie mich auf und deshalb ---

    und tschüss...
     
    #10
  11. 12.12.10
    Tullys
    Offline

    Tullys

    Hallo Doro,

    ich frage mal rum. Denke aber, dass gerade erwachsene RR, gerade auch mit Jagderfolg und "schwierig in Hundebegegnungen" schwer zu vermitteln sind.
    Mit tut euer Hund unendlich leid. Ein Mensch, der einen RR - ein Jagdhund gezüchtet für die Löwenjagd! - im Wald frei laufen lässt und dann menschlich enttäuscht ist, dass dieser Hund jagen geht... der sollte diesen Hund wirklich lieber weggeben.
    Ich drücke eurem Hund die Daumen, dass er ein gutes Plätzchen findet.

    Viele Grüße,
    Anna
     
    #11
  12. 13.12.10
    Sissa
    Offline

    Sissa

    Hallo,

    @Sylvia

    jeder darf seine Meinung äußern und haben, aber ich hoffe nur daß die Katze auf dem Bild (sofern es Deine ist) keine "Freigängerin" ist und somit die Möglichkeit hat auf anderen Grundstücken ihr Geschäft zu erledigen;) Das würde ja dann andere aufregen.
     
    #12
  13. 13.12.10
    catpat
    Offline

    catpat

    Liebe Doro,

    das ist eine ganz schreckliche Geschichte. Ich hör mich auch mal um, aber es wird sicher nicht einfach, schnell einen guten Platz für Luna zu finden. Ich kann Deinen Mann gut verstehen. Natürlich weiss man, daß man dem Hund keine böse Absicht unterstellen darf, denn es ist sein Instinkt gewesen, dem er gefolgt ist - es sind halt Tiere, aber ICH hätte da auch meine Probleme, dem Tier wieder zu vertrauen, wenn man so etwas erlebt hat. Mir tut auch das Reh ganz arg leid.

    Und ich finde es sehr mutig von Dir, das hier alles so ehrlich zu schreiben. War aber klar, daß man auch trotz Deiner Bitte, Dir keine Vorwürfe zu machen, hier wieder eine Grundsatzdiskussion ins Rollen bringt.

    NATÜRLICH ist immer der Mensch schuld und NATÜRLICH hätte man vielleicht vorsichtiger sein müssen und NATÜRLICH haben auch Leute wie Sylvia Recht, daß es nicht richtig ist, daß Menschen ihre Tiere frei laufen lassen, wenn sie z.B. auf andere Spaziergänger los gehen. Ich selbst habe auch einen Hund, allerdings einen kleineren - einen Havaneser (heisst übrigens auch Luna) - und ich habe immer Angst, daß mal ein großer, frei laufender Hund kommt und sie beisst. Es ist immer ein Problem, wenn man sein eigenes Ding durchzieht und dabei keine Rücksicht auf andere nimmt. Aber man sollte sich auch mal überlegen, daß gerade wir Menschen die Natur zerstören und damit auch den Lebensraum vieler Tiere. Wir sind in meinen Augen nicht besser als Tiere - im Gegenteil. Es ist nicht nur UNSERE Welt, auch die Tiere haben eine Berechtigung, hier zu leben. Und wenn z.B. ein Hund aggressiv ist, dann ist da auch meistens die Ursache dafür beim Züchter oder beim Halter zu suchen und nicht bei dem Tier - Tiere sind nicht von Grund auf böse, sie folgen ihrem natürlichen Instinkt und WIR Menschen greifen da ziemlich rücksichtslos ein; wir züchten sie, verändern ihr Wesen und ihr Aussehen, halten sie oft nur bedingt oder überhaupt nicht artgerecht. Tierhaltung hat in meinen Augen auch immer etwas mit Egoismus zu tun, weil WIR etwas zum kuscheln wollen, einen Kameraden auf vier Pfoten, der uns bedingungslos liebt, uns Freude macht, uns tröstet, mit dem wir spielen und laufen gehen können, der uns begleitet und beschützt. Wir halten Tiere auf zu engem Raum, in Käfigen, es werden Exoten importiert und fristen ihr Dasein in unseren Wohnzimmern anstatt ein Leben in Freiheit geniessen zu dürfen. Das alles haben wir Menschen zu verantworten. Und dann regen wir uns auf, wenn ein Tier sich wie ein Tier verhält.

    Aber darum geht es doch hier eigentlich gar nicht. Jemand hat um Hilfe gebeten. Fehler passieren und ich glaube nicht, daß Doro und vor allem ihr Mann, der das ganze Drama hautnah und hilflos mit ansehen mußte, das jemals vergessen werden. Und falls sie sich mal wieder ein Tier anschaffen, dann werden sie sicher besser darüber nachdenken, ob sie alles richtig machen. Aber keiner von uns macht immer alles "richtig". Und ich bin mir ganz, ganz sicher, daß auch eine Sylvia Dinge tut - vielleicht auch unbewusst oder unüberlegt - die andere Leute stören. Also Vorsicht, andere Menschen gleich zu verurteilen und über einen Kamm zu scheren.
     
    #13
  14. 13.12.10
    tigger84
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    tigger84

    Guten Morgen,

    ich bemühe mich, mich zurückzuhalten, möchte aber doch meine Meinung äußern:

    Ein Ridgeback ist ein Jagdhund, der zur Löwenjagd eingesetzt wurde.
    Einen Jagdhund im Wald laufen zu lassen, ist keine gute Idee, gerade wenn man weiß, daß der Hund eine schwierige Phase durchmacht und die Rangordung in Frage stellt. Ganz abgesehen davon, daß es in den meisten Gebieten schlichtweg VERBOTEN ist, einen Hund im Wald ohne Leine laufen zu lassen.
    Das mit dem Rehkitz ist natürlich ganz ganz schlimm, aber das ändert doch nichts daran, daß Luna ein Familienmitglied ist?
    Die Schuld für den Vorfall liegt EINDEUTIG BEI EUCH, warum straft ihr den Hund dafür?

    Ich glaube, ihr seid einfach krampfhaft auf der Suche nach einem Grund, Luna loszuwerden, weil sie anstrengend geworden ist. Wenn man einen Grund sucht, findet man einen, ob es nun geänderte Lebensumstände sind oder ein unerwünschter Jagdausflug.

    Ein kleiner Gedanke zum Schluß:
    Ihr habt 3 Kinder. Ihr wisst schon, daß die auch in die Pubertät kommen und dann rumzicken werden und es den Eltern in dieser Zeit schwer machen, sie zu lieben, oder?! Da wünsch ich euch viel Spaß!

    Ich hoffe für Euch, daß ihr für Luna ein gutes Zuhause findet. Bitte schafft euch danach NIE WIEDER ein Tier an.

    LG, Tigger mit Boxer und 3 eigenen und einer Pflegekatze aus dem Tierheim
     
    #14
  15. 13.12.10
    Bubenmama
    Offline

    Bubenmama

    Hallo!
    Ich verstehe nicht warum der Hund ausziehen muß.
    Dann hängt ihr nicht so sehr dran.

    ich selber habe ich großen Hund, den würde ich nie hergeben.

    Was macht ihr denn mit den Kindern, wenn ihr mit denen nicht mehr fertig werdet?
    Sorry, aber als Hundebesitzer, sehe ich es ganz anders.
    Ihr seit für den Hund alles und nur weil er seinem Instinkt gefolgt ist, muß er weg. Dann hättet ihr euch eine andere Rasse aussuchen müssen. Eine die nicht jagt.

    Unser Carlo, läuft im Wald auch immer frei, aber er jagt nicht.
     
    #15
  16. 13.12.10
    jennymauscz123
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    jennymauscz123

    Hallo Doro,

    also ich sag es mal ganz vorsichtig. Ich hab auch einen Hund und mein Hund ist ein Border-Collie-Mädchen (fast 5). Sie jagt auch oft Katzen hinterher aber bei Abruf kommt sie zurück. Ich denke Ihr solltet den Hund nicht einfach so abgeben. Ihr tut euch nichts gutes und dem Hund sicherlich auch nicht! Denkt auch an eure Kinder, die wissen doch gar nicht was los ist, wenn Ihr geliebter Freund auf einmal weg ist.
    Das mit deinen Eltern kann ich gut verstehen, mein Opa hatte auch Krebs der Herd war in der Lunge. Aber all das hoffen und bangen war alles um sonst er hat es nicht überlebt. Er starb genau da, wo wir ihn im KKH besucht haben. Also wie gesagt, ich weis was Du durchmachst.

    -Ich würde mir auch professionelle Hilfe holen- und das dann versuchen, wenn dies nicht klappt könnt Ihr immer noch überlegen.


    LG Andrea
     
    #16
  17. 13.12.10
    Spatzismami
    Offline

    Spatzismami

    Hallo!

    Ich finde es gemein, dass ihr Doro hier so fertig macht. Vielleicht hat sie sich die falsche Rasse ausgesucht - aber sind ir doch mal ganz ehrlich, wer von uns kommt nicht in Versuchung, einen Hund rein aus optischen Gründen aus zu suchen? Doro war ja in der Hundeschule, es klappt auch daheim gut mit dem Hund. Sicherlich braucht der Hund noch mehr Erziehung, dann wäre sicher vieles leichter. Aber bei so einen jungen Hund sollte sowas doch auch noch machbar sein? Natuerlich ist das mit dem Kitz böse - aber Vorwürfe bringen es nicht mehr in Ordnung und Doro ist auch nicht darüber weg gegangen und sie haben sich eine Lösung überlegt. Auch deshalb glaube ich, dass man da nicht so böse sein darf. Ich glaube dass Doro mit dem Schicksal ihrer Eltern schon genug kämpft. Sie weiss nicht was noch alles auf sie zukommt, die Situation hat ihr sicher Angst gemacht. Ich glaube dass es für sie auch nicht leicht war mit den Krebserkrankungen der Eltern, die Kinder sind in einen anstrengenden Alter...

    Sie macht es sich auch nicht leicht! Es ist ihr nicht egal, was mit ihren Hund passiert. Und sie hat ich früher schon um ihren Hund gekümmert, ihm eine Erziehung zuteil werden lassen - was ja auch nicht immer der Fall ist. Etwas Mitgefühl ist wohl mehr angebracht als böse Kritik.

    Doro ih wünsch Dir viel Glück dass Du Deine Luna bald gut vermittelt kriegst...

    LG
    Micha
     
    #17
  18. 13.12.10
    Javica
    Offline

    Javica

    Hallo,
    ich möchte Doro auch den Rücken stärken.
    Du schreibst, dass der Hund jetzt in der Pubertät ist, sowieso recht eigensinnig und durch diesen Jagderfolg jetzt in nächster Zeit viel Erziehung und Betreuung bräuchte. Außerdem wäre Euer Vertrauen in den Hund zerstört. Mit drei so kleinen Kindern fehlt Dir ganz sicher die Zeit, Dich jetzt so intensiv um den Hund zu kümmern, wie Du es eigentlich jetzt müßtest. Und bevor dieser Hund ausser Rand und Band gerät und ihr lange Zeit an ihm rumdoktort weil Ihr einfach nicht die Zeit habt Euch konsequent zu kümmern, gebt sie jetzt lieber in gute Hände, zu Leuten, die die Zeit haben sich um sie jetzt richtig zu kümmern und bei denen sie sich bestimmt auch bald wohlfühlen wird. Man darf auch nicht vergessen, ein eigensinniger Hund bleibt dies ein Leben lang und braucht immer wieder eine starke Hand und dies fällt einem in Deiner Situation bestimmt schwer.
    Ich denke, lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende - für beide Seiten.
    Viel Glück, dass Ihr bald neue, gute Besitzer findet.
     
    #18
  19. 13.12.10
    Manrena
    Offline

    Manrena

    Hallo,eigentlich wollte ich mich nicht einmischen.....aber ich erzähle jetzt mal meine und Bado`s Geschichte.

    2003 habe ich über den Tierschutz einen Welpen von der Tötungsstation auf Lanzarote übernommen,Liebe auf den ersten Blick!
    Vorher hatte ich 14 Jahren einen Hund,der im Alter von 2 Jahren an Epelepsie erkrankte,aber trotzdem ein glückliches Leben führte.Zwei Katzen zogen nach seinem Tod ein,aber insgesamt hatte mich doch der "Hunde Virus" erfasst.

    Monatelang habe ich im Internet gesucht und dann sah ich ihn;4 Monate jung,von einer Deutschen von der Tötungsstation frei gekauft,ein Bardino.Natürlich wusste ich das Bardinos kanarische Urhunde sind und nicht gerade klein bleiben,aber Liebe macht ja bekanntlich blind.
    Nachdem er Flugpaten gefunden hat konnte ich ihn in Düsseldorf in Empfang nehmen;ein Häufchen Elend,Rippen die weit raus standen,9Kg leicht,mit massiven Verdauungsstörungen.
    Die nächsten Wochen und Monate hat er sich körperlich (Endgewicht,47 kg) und geistig entwickelt, Hunde die auf der Straße aufwachsen sind sehr selbstständig und selbst die Hundetrainerin stieß oft an ihre Grenzen....ich sowieso,weil Bado mit mir hoffnungslos unterfordert war.Problematisch war auch vom ersten Tag an das Verhältnis einer Katze zu ihm,ich war ständig Vermittler zwischen den Welten.

    Nach 6 Monaten musste ich mir eingestehen,dass WIR ein Problem haben!

    Schon bei unserem allerersten Spaziergang habe ich ein Paar mit großen Hund getroffen,die Bado toll fanden und die Hunde mochten sich auf Anhieb. Irgendwann hat Mark dann Bado ab und zu auf große Tour mitgenommen und man hat ihm angemerkt,dass er lieber mit seinem Kumpel Gassi ging,als mit mir.
    Nach einer durchheulten Nacht,habe ich beschlossen ihn an Mark und Nicole abzugeben.Das ist jetzt 6 Jahre her,Bado hat es toll getroffen,er freut sich immer noch ein "Loch in die Socken" wenn wir uns treffen,weiß aber auch sehr genau wo er hin gehört.

    Heute sehe ich das so,dass ich als Zwischenglied nötig war,um ihm dieses tolle Leben zu ermöglichen....und eine leichte Entscheidung war es nicht,aber eine Richtige.

    LGRena
     
    #19
  20. 13.12.10
    Hevekra
    Offline

    Hevekra

    Hallo!

    Ersteinmal DANKE an alle, die versucht haben zu helfen, die sich Gedanken gemacht haben oder einfach nur ein bissl getröstet haben, denn das ist genau das, was ich im Moment brauche und mir hier auch erhofft habe.

    Für alle anderen mit ihren teilweise echt gemeinen Kommentaren hoffe ich, dass sie sich jetzt mal wieder richtig gut fühlen, sich bestärkt fühlen und sich gaaanz stolz mal selbst auf die Schulter klopfen, wie toll und doch so ganz ohne Fehler sie sind! Gratuliere! Dann habt ihr wohl immer alles richtig gemacht!

    Wir haben uns sehr wohl und lange überlegt, was für einen Hund wir uns anschaffen! Habt Ihr schon mal Briefe erhalten, in denen steht"...wenn Ihnen das Wohl Ihrer Kinder wichtig ist..." oder "...keine Polizei, sonst wird das für Eure Familie böse enden..." Wisst Ihr, wie das ist, über 5 Monate lang Angst zu haben, man sich nicht mehr traut, seine Kinder aus den Augen zu lassen, noch nicht einmal im Garten? Daher war es für uns wichtig, einen großen Hund zu haben, der uns beschützt, der uns Sicherheit gibt. Wir haben uns sehr genau informiert. Ein Ridgeback ist ein Familienhund, er bewacht seine Familie. Und richtig, er wurde zur Löwenjagd gezüchtet, aber nicht, um den Löwen zu fangen oder zu erlegen, sondern um im Rudel Löwen aufzuspüren und zu stellen, sie zu umzingeln. Wir haben auch jahrelange Hundeerfahrung, ich habe schon als Jugendliche Schäferhunde ausgebildet und hatte auch schon immer Hunde, die auch immer frei laufen durften...und noch nie ist etwas passiert! Luna ist auch immer bei uns geblieben bzw. zumindest in Sichtweite. Wenn wit tiefer im Wald waren, wo wir auch selbst schon Wild gesehen haben, war sie logischerweise an der Leine. Aber da, wo das jetzt passiert ist, das war am Waldrand, da wo immer ganz viele Spaziergänger und Jogger unterwegs sind, wo sich zu solchen Zeiten eigentlich das Wild gar nicht aufhält. Die Rehe waren bei Leuten im Garten, weil sie von diesen wohl immer gefüttert wurden (super! echt! was für die Schulterklopfer!! Toll, ein Reh in meinem Garten!! - alles richtig gemacht!) Luna ist dort immer vielen Leuten begegnet, Joggern und Kindern und hat nie etwas gemacht!
    Uns ist klar, das der Fehler bei uns liegt! Luna ist einfach ihrem Instinkt gefolgt! Wir wollen sie ja auch gar nicht strafen. Es geht ja nur darum, wie wir jetzt mit der Situation klar kommen. Für meinen Mann muss das ganz, ganz furchtbar gewesen sein, er hat das Kitz schreien gehört. Erkonnte Luna die ersten zwei Tage nicht anschauen...und klar, er macht sich Vorwürfe. Keinesfalls ist uns Luna zu anstrengend geworden, und wir suchen auch nicht nach einem Grund, sie los zu werden! Das ist echt absolut lächerlich!!! Dann hätten wir sie einfach in ein Tierheim bringen können, wenn wir das gewollt hätten. Gerade weil Luna zu uns gehört ist das alles ja so schwer!
    Wir haben auch schon alle Hebel in Bewegung gesetzt und das Gespräch mit Tiertrainern gesucht. Wir machen uns jetzt noch mal Gedanken und gehen zu einer Trainerin und sprechen alles mit ihr durch, denn eigentlich können wir uns gar nicht wirklich trennen. Mein Mann liebt den Hund total, der ist total fertig bei der Voratellung, dass der Hund weg ist. Er muss jetzt ein bissl Abstand zu dem Vorfall haben und überlegen, welche Situation für uns alle die Beste wäre. Die Kinder würden auch total leiden, wenn der Hund nicht mehr da ist...sie sind mit ihm aufgewachsen....und nie hat Luna ihnen irgendwas getan!!!!

    ...und Sylvia: Du hast eine Katze, ja? Hat die noch nie eine Maus gefangen, oder einen hübschen Vogel oder vielleicht einen Fisch aus Nachbars Gartenteich? Toll! ...und bei den Nachbarn hat sie sicher auch noch nie in den Garten gesch....? Und wenn, dann hast Du sicher die Haufen immer ordentlich weggemacht, ja? Hundebesitzer tun das nämlich! Leider nicht alle, aber doch ein großer Teil (wir haben immer Beutel dabei!) - ich habe aber noch nie Katzenbesitzer gesehen, die die Haufen einsammeln! ...oder hast Du etwa eine Katze, die nur im Haus ist, also eine völlig artgerechte Haltung?

    Sorry, aber das musste bei mir jetzt auch einfach mal raus! Ich hatte auf Hilfe gehofft...obwohl mir ja schon klar war, das auch dämliche Kommentare kommen.

    ...allen anderen aber wirklich nochmal DANKE!

    Gruß,
    Doro
     
    #20

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