Schicksalsjahre Fernsehfilm ZDF

Dieses Thema im Forum "Medien und Kultur" wurde erstellt von tihv, 14.02.11.

  1. 14.02.11
    tihv
    Offline

    tihv

    Hallo Ihr lieben,

    jetzt habe ich den zweiten Abend
    geheult....

    Schicksalsjahre - ZDF.de

    Dieser Fernsehzweiteiler mit Maria Furthwängler ging mir ganz schön nahe. Ich kann mir nicht vorstellen was die Frauen (und natürlich auch Männer) in den 40ern erlebt und durchgemacht haben - ich bin dem Herrgott nur unendlich dankbar, das ich seit 1974 noch NIE annähernd sowas erleben musste.
    Meine Güte wir hier in Deutschland jammern echt auf verdammt hohem Niveau. Ich wünsche uns allen Zufriedenheit und ein wenig mehr Demut.

    Danke für's zuhören....
     
    #1
  2. 14.02.11
    Susasan
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    Susasan *

    Hallo,
    ja, da kann man nur den Hut ziehen und wenn man bedenkt, mit welchen kleinen Renten die Frauen abgespeist worden sind. Ich fand die Szene vor dem Gremium, als es darum ging, dass sie ihre Ansprüche wegen politischer Verfolgung durchfechten musste, sehr gut. Das kann man heute noch genauso unterschreiben. Es war ein toller Zweiteiler - mit einer klasse Besetzung - Maria Furtwängler ist eine meiner Lieblingsschauspielerinnen.
     
    #2
  3. 14.02.11
    hejula
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    hejula

    Hallo,

    mir ist der Film auch sehr nahe gegangen und ich merke, dass mich diese "Geschichten" immer mehr berühren, je älter ich werde. Kennst du noch den Mehrteiler "In Stück Himmel" mit Dana Vavrova? Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie mich diese Lebensgeschichte damals beschäftigt hat.

    Ein Stck Himmel (TV-Serie) - wunschliste.de

    ---------- Beitrag hinzugefügt um 22:12 Uhr ---------- Vorheriger Beitrag wurde geschrieben um 22:08 ----------


    Ja, ich finde auch, dass sie eine klasse Schauspielerin ist!
     
    #3
  4. 14.02.11
    tihv
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    tihv

    Hi,
    mit zwanzig habe ich mich mit dem 2. Weltkrieg, dem Holocaust usw. gut auseinandersetzen können, habe gelesen, Filme und Dokumentationen gesehen - aus Geschichtsinteresse. Seit ich selbst Kinder habe zieht es mich wahnsinnig runter. Habt ihr auch solche Gefühle? In unserer Familie wurde nie viel darüber geredet, meine Mutter ist Jahrg. 1940 - sie wuchs im Ruhrpott auf - war wohl nicht gerade idyllisch. Trotzdem hörte ich immer nur die lustigen Geschichten. Das beschäftigt mich. Mein Schwiegervater ist mit 3 aus Königsberg geflohen - auch hier wissen wir nicht sehr viel...
    Sind das Lücken die uns das Thema nicht nüchtern betrachten lässt? Muss ich mich noch mehr mit unserer Vergangenheit auseinandersetzen oder kann ich getrost nen Deckel draufmachen und im Hier und Jetzt leben???? Fragen die mich heute umtreiben....
     
    #4
  5. 15.02.11
    Raz-faz-Topf
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    Raz-faz-Topf

    Grüß Dich tihv,

    ich hab´den zweiten Teil noch vor mir, ich kam erst vom Dienst heim und schau ihn mir gleich an.
    Im Film: Die Flucht hat Maria Furtwängler schon einmal eine starke Frau verkörpert, die in dieser,
    für und nachkriegsgeborenen, unvorstellbaren Zeit des 2. Weltkrieges ihren Weg sucht.

    Ich denke es ist nach wie vor wichtig sich der Geschichte zu stellen und auch mit der Kriegsgeneration
    darüber zu reden, nur so bleiben wir sensibel und schützen uns vor einer Wiederholung dieser Gräueltaten.
     
    #5
  6. 15.02.11
    Holla_die_Waldfee
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    Holla_die_Waldfee Nudeldicke Dirn


    Hallo thiv,
    vielleicht ist dieses Buch für dich oder auch für deine Mutter interessant: Werner Sinnwell - Schuttblumen.
    Es handelt von den (realen) Erlebnissen eines Jungen und seiner Familie während des Krieges in Dortmund, vermischt mit den Besuchen des inzwischen erwachsenen Mannes bei seiner dementen Mutter.
     
    #6
  7. 15.02.11
    Manrena
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    Manrena

    Hallo,
    meine Mutter Jahrgang 1918 ,ist 1944 mit 2Kindern (6Monate und 2,5Jahre)überwiegend zu Fuß nur mit dem Kinderwagen von Kolberg/Ostsee nach Oldenburg/Niedersachsen geflohen.
    Zwei Jahre später ist dann meine ältere Schwester an Leukämie erkrankt und auch das hat sie allein (mein Vater war in englischer Gefangenschaft)durchgestanden.
    Ich habe sie immer für diese Stärke bewundert,tragisch war für mich als später(1949)geborene,ihr nie diese Tochter ersetzen zu können!
    Ich habe stellenweise bei diesem Film "Rotz und Wasser" geheult.
    Rena
     
    #7
  8. 15.02.11
    Schnuckelperle
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    Schnuckelperle

    Hallo

    Ein wunderbarer Film mit einer wunderbaren Maria Furtwängler.

    Seit ich denken kann, hat mich die Zeit des 2. Weltkriegs und die Geschichte(n) drum herum interessiert.
    Ich habe meine Geschichtsprüfung über diese Zeit mit 1,0 bestanden, ich kannte mich richtig gut aus.
    Mag daran liegen, dass ich wohl noch immer nach meinen Wurzeln suche, denn meine Großeltern die ich leider nie kennenlernen durfte, fielen dem Schicksal des krieges zum Opfer.

    Ich bin immer wieder berührt, wie die Frauen es damals schafften, mit nicht viel mehr, als dem, was sie auf dem Leib trugen, daran zu arbeiten, dass es weiter geht, dass die Kinder eine Zukunft haben.
    Die Generation unserer Eltern, die meist in den Kriegswirren auwuchsen und oft nie gelernt haben, was eine heile, vollständige Familie ist, hat es dennoch geschafft, dass wir zu verantwortungsvollen und eigenständigen Menschen wurden.
    Wir können von Glück reden, dass wir so sind, wie wir sind.
    Solche Filme erinnern und mahnen, das ist unsere Geschichte. Wir haben daran weder Schuld noch Verantwortung, aber die Aufgabe zu erinnern und aufzuklären.
     
    #8

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