Sensation in der Tierwelt

Dieses Thema im Forum "Witze" wurde erstellt von Turbobinchen, 13.09.06.

  1. 13.09.06
    Turbobinchen
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    Turbobinchen

    Das Paarungsverhalten der Nordwestaserbaidschanischen Hüpfwanderbeutelkampfmeerschweinchen unter der ständigen Beeinflussung durch Kettenfahrzeugvibrationen

    Das Nordwestaserbaidschanische Hüpfwanderbeutelkampfmeerschweinchen kommt ausschließlich in den Regionen um Nednegel, Gufnu und den dazwischen liegenden Hochebenen im äußersten Nordwesten Aserbaidschans vor. Es handelt sich bei dieser Gattung um die einzigartige Spezies der Springbeutelnager, die zu Beginn des 14. Jahrhunderts durch Südostusbekistanesische Affenbrotbaumpflanzer als Haustiere gehalten und später auch in den Nordwesten Aserbaidschans eingeschleppt wurden. In Ihrer ursprünglichen Heimat sind die Tiere auf Grund tiefgreifender Umweltveränderungen letztlich komplett ausgestorben. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es noch Springbeutelnager.

    Die Nordwestaserbaidschanischen Hüpfwanderbeutelkampfmeerschweinchen, eigentlich in Südostusbekistan beheimatet, wurden bis vor wenigen Jahren selbst vom WWF (World Wildlife Found for Nature) kaum beachtet, da durch die verschwindend geringe Population das Aussterben der Springbeutelnager als unabwendbar hingenommen wurde. Hinzu kam noch, dass diese Tiere sich nur bei seltenen Anlässen und unter bestimmten Umweltbedingungen paarungswillig verhalten. Eine lateinische Bezeichnung der Tiere wurde noch nicht gefunden, da Springbeutelnager bis dato unbekannt sind und selbst hochspezialisierte Wissenschaftler darüber streiten, ob es sich nun um eine eigenständige Spezies, die Mutation einer bereits bekannten Art oder einfach eine durch Kreuzung verschiedener Tiergattungen entstandenen Laune der Natur handelt. Die lange Bezeichnung beruht auf den Vermutungen des aserbaidschanischen Verhaltensforschers und Universitätsdozenten, Prof. Dr. Gregorijan Illijtsch Vladjuczkjewicz. Bei der einheimischen Bevölkerung werden die Springbeutelnager kurz als „Nesewlebaf“ bezeichnet, was in freier Übersetzung soviel wie Hüpfratte heißen soll. Gesicherte geologische Funde, welche auf eine Artenverwandtschaft schließen lassen, gibt es nach bisherigen Erkenntnissen nicht.

    Die nächsten Artverwandten der Nordwestaserbaidschanischen Hüpfwanderbeutelkampfmeerschweinchen sind möglicherweise die so genannten Llano Estacado Wüstenspringmäuse, wie der mexikanische Artenforscher, Prof. Dr. Ramon Juan Bartholomeus Gonzales y Juarez vermutet. Ähnlichkeiten in der Kieferstruktur, bei Unterschenkelmuskulatur, sowie auch im Zwölffingerdarmbereich lassen darauf schließen. Auch die sogenannten Queenslandzwergwallobees, eine Känguruhart wiesen Ähnlichkeiten mit den Nordwestaserbaidschanischen Hüpfwanderbeutelkampfmeerschweinchen auf. Dass die Bezeichnung „Hüpf“- wanderbeutelkampfmeerschweinchen und nicht statt dessen – ähnlich wie beispielsweise bei Springmäusen – die Vorsilbe „Spring“- verwendet wird, liegt an der hüpfenden Fortbewegungsweise der Springbeutelnager. Die Meerschweinchen (Guinea – Pigs) haben – trotz ähnlichen Aussehens – kaum Gemeinsamkeiten mit den Nordwestaserbaidschanischen Hüpfwanderbeutelkampfmeerschweinchen.

    Im Paarungsverhalten der Springbeutelnager spielt neben milden Lufttemperaturen und Pheromonen (Duftstoffe, zur Signalisierung der Paarungswilligkeit) vor allem ein Organ die Hauptrolle, welches in der Tierwelt bisher noch nie entdeckt wurde. Der Verhaltensforscher, Prof. Dr. Gregorijan Illijtsch Vladjuczkjewicz, von der Lenin – Universität in Dnjeprpetrovsk, bisher der einzige Wissenschaftler weltweit, der sich mit dem Paarungsverhalten der Nordwestaserbaidschanischen Hüpfwanderbeutelkampfmeerschweinchen auseinandersetzt, diese erforscht und erzielte Resultate publiziert, entdeckte den Einfluss dieses Organs, sowie das Organ, welches in der Fachwelt „Vladjuczkjewiczwirbeldrüse“ genannt wird, selbst.

    Bei diesem Organ handelt es sich um einen äußerst sensiblen, wirbeldrüsenähnlichen Wurmfort-satz am Ambossbogen im Innenohr, welcher sich ausschließlich beim männlichen Exemplar der Springbeutelnager findet. Bei weiblichen Exemplaren hingegen ist am linken Hinterlauf, auf den oberen Krallengelenken eine Art Querknochen zu finden, mit dem auf hartem Untergrund hochfrequente Schallwellen erzeugt werden, die männlichen Artgenossen Paarungswilligkeit signalisieren sollen. Diesen Organen und einer Vielzahl von Zufällen haben die Springbeutelnager ihr Überleben zu verdanken.

    Bedingt durch Erdverschiebungen und Evolution findet sich unter der Erde im Nordwesten Aserbaidschans eine einzigartige geologische Formation. Über Kalksteinschichten aus der Juraperiode haben sich vor Millionen von Jahren riesige Kautschukwälder gebildet, die durch vulkanische Aktivitäten verschmorten und teilweise auch schmolzen, dies wiederum führte zu einer gummiartigen Beschichtung der Kalksteinformationen. Weitere Erdverschiebungen, Vulkanausbrüche und lange Regenperioden führten dazu, dass sich über dieser Schicht eine relativ dünne Schieferformation ablagern konnte. Nach dem Zerfall der UdSSR gründete Aserbaidschan eine eigene Armee, deshalb wurden seither mehrmals größere Manöver in den nordwestlichen Hochebenen Aserbaidschans durchgeführt.

    Den Theorien des Professors Dr. Gregorijan Illijtsch Vladjuczkjewicz zufolge, haben vor allem die gepanzerten Kettenfahrzeuge der aserbaidschanischen Armee einen nicht unerheblichen Anteil an den gesteigerten Fortpflanzungsaktivitäten der Nordwestaserbaidschanischen Hüpfwanderbeutelkampfmeerschweinchen. Die Panzer alter sowjetischer Bauart sind schwer genug, auf den dünnen Schieferformationen mit dem gummiartigen Untergrund, Vibrationen hervorzurufen, die exakt jene hochfrequente Taktgeschwindigkeit bei Motordrehzahlen zwischen 1.800 und 2.200 U/min verursachen, welche den männlichen Nordwestaserbaidschanischen Hüpfwanderbeutelkampfmeerschweinchen die Paarungswilligkeit der Weibchen signalisieren soll. Der Theorie des Professors Dr. Gregorijan Illijtsch Vladjuczkjewicz folgend, suggerieren sich auch Weibchen Paarungswilligkeit in der Annahme, Konkurrentinnen würden die ungewöhnlichen Bodenvibrationen hervorrufen. Dies wiederum führt zu einer ständigen Paarungsbereitschaft bei beiden Geschlechtern dieser Spezies, die nahezu ganzjährig anhält. Die anfänglichen Vermutungen, Nordwestaserbaidschanische Hüpfwanderbeutelkampfmeerschweinchen würden durch ihre ungezügelte Vermehrung landwirtschaftlichen Schaden anrichten, fand bisher keine Bestätigung. Die Tiere ernähren sich zu 93 bis 95 % vegetarisch von rasch nachwachsenden Pflanzen, hier vornehmlich Gräsern und Kräutern, sowie auch Pilzen und Früchten. Die hohe toxische Resistenz erlaubt auch die Aufnahme eigentlich giftiger Stoffe. Den kleineren Bestandteil ihrer Nahrung stellt eine Fliegenart, welche sich dadurch erheblich vermehren konnte, dass in den Ausscheidungen der Nordwestaserbaidschanischen Hüpfwanderbeutelkampfmeerschweinchen ideale Ernährungs- und Lebensbedingungen für ihre Maden herrschen.

    Seit Gründung der aserbaidschanischen Streitkräfte im Jahr 1993 hat sich die Population der Nordwestaserbaidschanischen Hüpfwanderbeutelkampfmeerschweinchen auf mehrere Millionen Exemplare erhöht, so dass von einem Aussterben der Springbeutelnager keine Rede mehr sein kann. Inzwischen wird sogar darüber diskutiert, die Tiere als Fleisch- und Pelzlieferanten auf Farmen zu züchten um die Wirtschaft Aserbaidschans zu unterstützen. Durch die hohe Toleranz gegenüber toxischen Pflanzen und Pflanzenbestandteilen interessiert sich auch die Pharmazeutische Forschung für diese Tiere. An einem entsprechenden Bodenvibrator wird fieberhaft gearbeitet. Ein Artenschutzprogramm für die „neue“ Spezies ist bisher nicht geplant, da die explosionsartige Vermehrung derartiges überflüssig macht. Die einzigen natürlichen Feinde, welche auch Nordwestaserbaidschanische Hüpfwanderbeutelkampfmeerschweinchen angreifen und verzehren können, sind Greifvögel, nämlich Saker- oder Würgfalken, Steppenadler und sehr selten vorkommende Bartgeier, welche durch starke Verdauungssäuren die, in den Springbeutelnagern enthaltenen Giftstoffe zersetzen können. Säugetiere, wie Bären, Wölfe oder Füchse würden daran unweigerlich verenden.

    Trotz des unnatürlichen Paarungsverhaltens werden die veralteten Kettenfahrzeuge der aserbaidschanischen Streitkräfte nicht etwa aus dem Verkehr gezogen, sie werden vielmehr gerade wegen der spürbaren Vermehrung dieser Rasse besonders gepflegt, sogar über die Herstellung einer exakten Replika der Panzer wird im aserbaidschanischen Parlament bereits nachgedacht.


    © peter b.
     
    #1
  2. 14.09.06
    üdi
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    üdi Üdi

    AW: Sensation in der Tierwelt

    Hallo Turbobinchen!

    Da hast Du ja echt was interessantes gefunden!
    Hat bei mir ganz schön lange gedauert, bis ich den "aufgebundenen Bären" bemerkt habe, hihi! ;)

    Echt ein klasse Text!!

    Danke dafür!

    GlG, :salute:
    Üdi
     
    #2
  3. 14.09.06
    Hägar
    Offline

    Hägar

    AW: Sensation in der Tierwelt

    =D Wunderbar und allerhöchste Achtung für die fehlerfreie mühselige Schreiberei. Und wieder mal ein klassisches Beispiel für wissenschaftlich aufgemotzten Unsinn. Einfach köstlich und kaum auf seinen Wahrheitsgehalt zu verifizieren.
    Vielen Dank und noch einen schönen Nachmittag.
    Hägar
     
    #3

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