Taufzeugin oder Taufzeuge???

Dieses Thema im Forum "Feste feiern" wurde erstellt von Bimby, 06.12.12.

  1. 06.12.12
    Bimby
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    Bimby Bimby

    Hallo ihr Lieben Nah und Fern,

    Ist Jemand von euch Taufzeuge oder Taufzeugin? Ich bin katholisch getauft und vor vielen Jahren aus der Kirche ausgetreten. Ich weiß, dass ich keine Taufpatin werden kann. Und jetzt habe ich erfahren, dass es auch eine Taufzeugin gibt. Ich hätte jetzt die Möglichkeit ein Patenkind zu hab en, was mich sehr glücklich macht. Eine andere Verwandte wird Patentante und ich, wenn möglich auch.

    Danke für euere Aufmerksamkeit.
     
    #1
  2. 06.12.12
    luckybeaker
    Offline

    luckybeaker

    Hallo,
    mein Sohn hat auch einen Taufzeugen. Der wird von uns als ganz normaler Patenonkel gehandhabt, steht aber beim Kind nicht in der Taufurkunde. Deshalb hat er 2 Paten!
     
    #2
  3. 06.12.12
    tiamisu
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    tiamisu perfekt in unperfektion

    Hallo,

    ich bin auch eine Taufzeugin, weil ich nicht katholisch bin.
    Stehe auch nicht auf dem Taufschein, aber ich denke das ist auch nicht wichtig.
    Man kann auch als Taufzeugin eine vollwertige Patentante sein,
    welches Patenkind liest schon den Taufschein?
    Einzig wichtig ist das Verhältnis zwischen Dir und deinem Patenkind, meiner Meinung nach.:p
     
    #3
  4. 06.12.12
    Doriline
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    Doriline Geprüfte Anstaltsleiterin Sponsor

    Hallo,

    ich bin Taufpatin eines Kindes...zum Zeitpunkt der Taufe war auch ich aus der katholischen Kirche ausgetreten - ich denke, es kommt auch immer auf den Pfarrer an.

    LG, Tina
     
    #4
  5. 07.12.12
    Luna65
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    Luna65

    guten Morgen,

    Bei uns hat man immer 2 Taufpaten.
    Zu meiner Zeit musste man gefirmt sein, um eine Patenschaft zu übernehmen
    Heute braucht man das auch nicht mehr.
    Vielleicht solltest du einfach bei euem Pfarramt nachfragen.
    Schönen Tag noch
    lg Luna65
     
    #5
  6. 07.12.12
    Marmeladenköchin
    Online

    Marmeladenköchin Marmeladen Hexe

    ..genau so isses bei uns.. meine Jüngste Tochter iss Patin von meinem Enkel..
    und auch nicht mehr in der Kirche..
    das spielt doch keine Rolle wenn man sich wirklich kümmert..

    Uschi




     
    #6
  7. 07.12.12
    Fräulein Ingrid
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    Fräulein Ingrid

    Hallo,
    warum will man an einer Taufe in irgendeiner Form aktiv beteiligt sein, wenn man aus der Kirche ausgetreten ist?
    Denn der Sinn von Paten (oder vermutlich alternativ Taufzeugen) ist ja, dass man die Eltern in der christlichen Erziehung des Kindes unterstützt und dem Kind in christlichen und Glaubensfragen zur Seite stehen.
    Wie geht das, wenn man mit "dem Verein" eigentlich so abgeschlossen hat und ausgetreten ist?
     
    #7
  8. 07.12.12
    Hexenküche
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    Hexenküche

    Hallo,
    hab jetzt extra noch unser Stammbaum geholt,
    wir sind katholisch und meine Tochter hat
    einen Taufpaten und eine Taufzeugin (weil evangelisch),
    aber beide (!!!) stehen in der Taufurkunde.
     
    #8
  9. 07.12.12
    tiamisu
    Offline

    tiamisu perfekt in unperfektion

    Hallo,

    ich denke das kommt auf den Pastor an. Es gibt welche die sehen das locker
    und einige nicht.

    Und das mit dem katholischen Glauben Vermitteln,
    kann man auch nicht wenn man evangelisch ist,
    habe ich jeden falls den Eindruck, wenn ich die Gebete
    in der katholischen Kirche höre, da andersgläubige nicht als Gläubige akzeptiert werden.
    Wobei meiner Meinung nach, die "10 Gebote" für alle Glaubensgemeinschaften
    gültig sind. So finde ich, kann jeder "gute" Mensch "christlich erziehen"

    Oft spielt ja auch der Gedanke eine Rolle, wenn den Eltern etwas passiert,
    dass das Kind in gute Ophut kommt. Da spielt für mich auch mehr das
    menschliche eine Rolle wie der Glaube. Auch wenn eine Patenschaft nicht
    bedeutet, das man in so einem Fall das Kind "bekommt".

    Davon abgesehen glaube ich auch nicht, das alle Katholiken nach
    katholischem Glauben erziehen oder das Religöse vermitteln,
    egal ob Familie, Paten oder Taufzeugen.

    @Karin
    Freue dich das die Eltern deines zukünftigen Patenkindes dich ausgewählt haben,
    für mich zeugt das vom tiefen Vertrauen, egal ob Gläubig oder nicht.:p
     
    #9
  10. 07.12.12
    wrigda
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    wrigda das Engelkind

    Hallo Ingrid,

    christlich kann man auch ohne Kirche erziehen. Ich setze die Kirche schon lange nicht mehr mit christlich gleich. Ich bin auch aus dem wie Du so schön sagst "Verein" ausgetreten, da ich schon lange der Meinung bin, dass dieser Verein wirklich nur ein Verein ist, nicht mehr und nicht weniger. Ziel des Vereins ist reine Gewinnmaximierung - aber wie gesagt, dass ist meine rein persönliche Meinung.

    Sinn eines Taufpaten ist auch für ein Kind immer da zu sein und das kann man auch ohne Taufe. Wobei ich dieser ganzen Taufe extrem skeptisch gegenüber stehe. Ich finde, dass ist die Entscheidung eines jeden einzelnen und ich kann nicht für meine Kinder entscheiden. Das durften die beiden dann selber. Wir haben damals bei jeder eine wunderschöne Willkommensfeier gemacht, die bei allen gut ankam. Sie war ganz speziell für meine Mädels gemacht. Als ich vor zwei Jahren bei der Taufe des Enkels meines Mannes dabei sein "durfte" war ich von dieser Massenveranstaltung extrem enttäuscht. Da wurden gleich 20 Täuflinge gemeinsam getauft. Das brauche ich dann wirklich nicht.
     
    #10
  11. 07.12.12
    Doriline
    Offline

    Doriline Geprüfte Anstaltsleiterin Sponsor

    Hallo Fräulein Ingrid,

    das sehe ich anders - ich kann doch mein Patenkind christlich mit"erziehen", auch wenn ich aus der katholischen Kirche ausgetreten bin...wer sagt denn dann, dass ich meinem christlichen Glauben deshalb auch komplett den Rücken zugekehrt habe?!

    Ich kann ja beispielsweise aus einem Sportverein austreten, aber trotzdem noch Sport machen;)

    Und dann kommt es auch noch immer auf einen persönlichen an, was für ihn christliche Werte sind oder nicht....für mich persönlich ist es z.B. viel christlicher für seine Mitmenschen da zu sein, sensibel zu sein etc....als jeden Sonntag in die Kirche zu rennen, im wahren Leben aber alles andere als mitmenschentauglich zu sein.

    LG, Tina
     
    #11
  12. 07.12.12
    Fräulein Ingrid
    Offline

    Fräulein Ingrid

    Nun gut, wenn man den Sportverein mit der Kirche vergleicht, dann ist da wohl nicht mehr viel zu zu sagen.

    Nein.
    Sinn eines Taufpaten ist es, die christliche Erziehung zu unterstützen.
    Alles andere kam dann dazu, als das mit der christlichen Erziehung nicht mehr so dolle war.
     
    #12
  13. 07.12.12
    Doriline
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    Doriline Geprüfte Anstaltsleiterin Sponsor

     
    #13
  14. 07.12.12
    marenchen
    Offline

    marenchen

    Hallo,

    also ich bin auch der Meinung, das der Sinn eines Taufpaten ursprünglich dazu dient, die Eltern bei der christlichen Erziehung des Kindes zu unterstützen. Wie und nach welchen Kriterien die Eltern des Taufkindes letzendlich dann die Paten aussuchen bleibt doch ihnen überlassen. Oft wird ja auch getauft, obwohl die Eltern es eigentlich nicht sooo ernst nehmen mit dem Glauben.

    @ Fräulein Ingrid: Ich finde, das der wirkliche Glaube überhaupt nichts mit der reinen Institution Kirche zu tun hat! Ein Christ zu sein bedeutet doch, wie ein Christ zu leben und die Gebote zu achten Dazu gehört nun nicht unbedingt Kirchensteuer zu zahlen ;)
     
    #14
  15. 07.12.12
    sannetaucht
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    sannetaucht

    Hallo!

    Zu Taufpaten kann ich nur sagen, dass man in unserer Gemeinde definitiv nachweisen muss, dass man "in einer christlichen" Kirche ist. Da ich evangelisch bin, war es bei uns auch egal, dass beide Taufpaten katholisch sind.
    Was bei der Taufe unserer Kinder für uns viel wichtiger war, und immer noch ist:
    Es hat so zwar keine rechtliche Bindung, aber die Taufpaten sind die, in deren Hände ich meine Kinder geben möchte, wenn uns mal was passiert. Und das könnte für mich ein Taufzeuge oder ein Taufpate sein. Aber: Wir haben das in unser Testament eingebaut.
     
    #15
  16. 08.12.12
    Chefine
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    Chefine

    Hallo,

    ein Taufpate oder Taufzeuge sucht man sich als Eltern, doch nicht nach dem Glauben, Scheckbuch oder nach der Krankenkasse aus.

    Ich habe 3 Kinder - ich habe mir mit meinem Mann lange gendanken gemacht, wen wir fragen würden und ob er diese Verantwortung auch übernehmen würde. Denn es ist so dass beim Todesfall der Eltern immer die Taufpaten bzw Taufzeugen als erstes gefragt werden, ob sie das Kind aufnehmen würden. Außer es ist in einem Testament anders geregelt.

    Und eine christliche Erziehung hat nichts damit zu tun ob jemand katholisch, evangelisch, muslimisch oder sonst einer religion angehört oder nicht. Ich finde es ist wichtig dem Kind Werte zu vermitteln. Ich bin selbst mit 19 Patin geworden und ich habe es nie bereut und ich bin nicht der überchrist - aber ich denke die Eltern meines Patenkindes waren froh mich als Patin gewählt zu haben. Habe ich auch schon ganz oft gesagt bekommen, dass ich die einzig richtige Patin bin die sich kümmert. Die Geschwister haben es da nicht so gut erwischt. Wichtig ist das man sich Kümmert und das man sich auch für das Kind interessiert. Ich bin heute auch noch ganz Stolz auf mein Patenkind. Es interessiert mich auch, was bei ihr im moment läuft und ob alles in ordnung ist.

    LG Andrea
     
    #16
  17. 08.12.12
    Fräulein Ingrid
    Offline

    Fräulein Ingrid

    Hallo Andrea,
    wo ist das so?
    Die Taufpaten und Taufzeugen sind ungefähr die letzten, die überhaupt gefragt werden, bzw. überhaupt eine Chance haben, es sei denn, sie sind Verwandte 1. Grades.
    Das ist ein leider weit verbreiteter Irrtum.
     
    #17
  18. 08.12.12
    delphinfreak
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    delphinfreak delphinfreak

    Hallo Andrea,

    da muss ich Fräulein Ingrid recht geben. Für den Fall das den Eltern was passiert, sind nicht wirklich die Paten in der Pflicht. So etwas muss per Testament geregelt werden oder es wird gesetzlich geklärt (Vormundschaft etc.) Zumal heute auch oft nicht mehr die Geschwister der Eltern (so war es bei uns noch) Paten werden, sondern Freunde/Freundinnen oder andere gute Bekannte und die haben dann im schlimmsten Fall wirklich garnichts zu melden.

    Was die christliche Erziehung angeht, so denke ich, das man da auch "mit erziehen" kann, wenn man selbst ausgetreten ist. Den Glauben hat man ja deshalb nicht verloren. Da ist allerdings die Institution Kirche mit ihrem "Bodenpersonal" Priester, Pfarrer o.ä. oft sehr stur.
     
    #18
  19. 08.12.12
    Schokoschatz
    Offline

    Schokoschatz Zauberlehrling

    Hallo,

    ich denke, dass die Kirche, an die die Eltern eines Kindes die Bitte herantragen, es zu taufen, schon mitbestimmen darf und muss, welche Grundvoraussetzungen ein Pate mitbringen muss. Wenn ich mein Kind katholisch oder evangelisch taufen lasse, dann muss ich mich auch an die Spielregeln der Kirchen halten und der Wunschtaufpate muss Mitglied einer christlichen Kirche sein!
    Da mag es noch so dem Zeitgeist entsprechen zu sagen dass das "altmodisch" sei und die ach so "unflexible" Kirche mal wieder völlig unmenschlich reagiert.

    Eine andere Sache ist es, wenn die Eltern Familienmitglieder oder Freunde bitten, als Pate eine besondere Sorge für das Kind zu übernehmen, auch wenn sie nicht in den Taufdokumenten auftauchen, oder wenn das Kind gar nicht getauft wird.
    Wenn man der Kirche abgeneigt ist, finde ich das einen sehr schönen Gedanken! Es spricht ja auch nichts dagegen, einem getauften Kind ganz privat einen Paten zuzusprechen, der dann nicht in den amtlichen Unterlagen auftaucht.

    Ich finde es nicht gut, wenn diese beiden grundverschiedenen Dinge in der Diskussion immer wieder vermischt werden und es deshalb zu Misstönen kommt!

    Bezüglich der Sorge für das Kind, wenn den leiblichen Eltern etwas passiert, ist sich wohl in der heutigen Zeit jeder klar, dass das ganz besonders definiert werden muss, wie dann verfahren werden soll. Das ist dann schon der dritte Punkt, der in diesem Thread diskutiert wird, der aber wiederum gesondert behandelt werden müsste....

    Bimbys Anliegen in diesem Thread war jedoch speziell das der christlichen Taufe.
    Bimby, ich wünsche Dir - egal ob als Zeugin oder Patin - eine schöne Zeit der Patenschaft!

    Viele Grüße!

    Schokoschatz
     
    #19
  20. 11.12.12
    Bimby
    Offline

    Bimby Bimby

    Hallo ihr Lieben Nah und Fern,

    wau so viele Antworten. Die Taufe ist im Januar und ich finde es sehr gut, dass ich das mit dem Testament gelesen habe, daran hätte ich wohl jetzt nicht gedacht. Danke. Danke euch Alle für euere zahlreichen Tipps. Ich denke sehr Christlich.

    Ich wünsche euch eine besinnliche Adventszeit.
     
    #20

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