Unser Hund hatte einen epileptischen Anfall!

Dieses Thema im Forum "Fellkinder" wurde erstellt von uschimama, 03.11.09.

  1. 03.11.09
    uschimama
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    uschimama

    Hallo Ihr!
    Heute ist was schlimmes passiert! :mad:
    Ganz plötzlich hat unser Benni (Labrador, 7 Jahre) alle viere von sich gestreckt, total gekrampft, er war überhaupt nicht ansprechbar, hat durch uns durchgeschaut, schrecklich! :mad:
    Das war schlimm! Ich hab gedacht, so, das war's jetzt, jetzt stirbt er uns unter den Händen weg.
    Gott sei Dank war mein Mann daheim, er hat ihn gleich genommen, ins Auto getragen und ab damit zum Tierarzt.
    Nach 5 Minuten hat er sich aber wieder langsam beruhigt und als wir kurz darauf beim Tierarzt waren, war alles vorbei. Er war "fast" wieder der alte.
    Der Tierarzt meinte dann, es war ganz sicher ein epileptischer Anfall. Ich hab sowas noch nie gesehen, weder bei einem Menschen noch bei einem Tier.
    Der TA sagte, kann sein, daß es bei dem einen Anfall bleibt, kann aber auch sein, daß sie öfters kommen und in immer kürzeren Abständen, was bei Benni und seiner Krankheitsgeschichte (Schilddrüsenüberfunktion) gut möglich wäre.

    Habt jemand von Euch Erfahrung mit sowas?
     
    #1
  2. 03.11.09
    engels-augen
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    engels-augen

    Hallo,
    das ist ja schlimm eben mit den Vierbeinern....
    Hab mal schnell für dich gegoogelt und diese Seite gefunden ist ziemlich gut erklärt alles (find ich jedenfalls)
    Epilepsie beim Hund - Epilepsie-Fibel für Hundehalter | Startseite | Epilepsie-Fibel für Hundehalter
    Vielleicht hilfts dir ja - so wie ich das sehe kann man da durchaus auch behandeln.
    Also wenns dein Doc nicht macht, müßte da wohl mal ein anderer drauf gucken.
    Gruß Andrea
    :goodman::goodman::goodman:
    die sind für euch und vor allen Dingen für eure Fellnase
     
    #2
  3. 03.11.09
    Manrena
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    Manrena

    Hallo Uschi,
    unser Yorkshire fiel mit 2 Jahren einfach so vom Sofa und hat dann 12 Jahre mit dieser Krankheit gelebt.
    Am Anfang bekam er Medikamente,leider war er damit aber so ruhig gestellt,dass er auch die Zeiten zwischen den Anfällen unmotiviert in der Ecke lag.

    Eigentlich hat er ganz gut ohne Medikamente leben können. Wenn er einen Anfall bekam,haben wir ihn ein bisschen festgehalten(einmal hat er sich dabei den Hals verrenkt),nach einem Anfall fehlte ihm immer ein bisschen die Erinnerung,manchmal hatte er seine Blase danach nicht ganz unter Kontrolle. Anfänglich krampfte er so alle 4 Wochen,später reichte oft schon große Freude und er fiel um.
    Trotzdem hatten wir nie den Eindruck,seine Lebensqualität wäre unzumutbar eingeschränkt.
    Spruch der Kinder:Epileppi aber happy.
    Gerade weil er so war wie er war,wurde er von allen geliebt.

    Vielleicht hat sich die Medizin in den letzten Jahren ja auch auf diesem Gebiet weiter entwickelt und Dein Hund hat noch viele gute Jahre.
    LGRena
     
    #3
  4. 04.11.09
    kuechenluder72
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    kuechenluder72

    Hallo,
    auch unser Yorkshire hatte in seinem langen Leben (ca. 15 Jahre) die letzten 2 Jahre epileptische Anfaelle. Diese begannen waehrend einer Operation (musste zweimal reanimiert werden) und wurden von Woche zu Woche haeufiger. Zum Schluss waren es am Tag mindestens 8 bis 10 Anfaelle. Am Anfang standen wir aauch sehr hilflos daneben und passten eigentlich nur auf das er nirgendwo vor lief oder unsere offene Treppe herunterpurzelte. Unser TA sagte uns wir sollten warten bis der Anfall vorbei sei und ihn waehrendessen in Ruhe lassen, da auch die Gefahr besteht das er eventuell unkontrolliert um sich beisst. Nach ca. 15 min. war dann auch alles vorbei und er war eigentlich wieder der Alte. Interessant fuer uns war allerdings unser 2 jaehriger Boxer. Dieser hat uns einige Minuten vor jedem Anfall auf unseren Yorkshire aufmerksam gemacht, wir vermuten es war tierischer Instinkt. So konnten wir immer gleich zu unserem Kleinen kommen. Uebrigens Medikamente bekam er auch, obs im Endeffekt etwas brachte kann ich nicht beurteilen. Jedenfalls an den Anfaellen ist er nicht verstorben. Trotzdem alles Gute fuer deinen Hund.

    LG Konny:dog:
     
    #4
  5. 04.11.09
    zauberquarz
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    zauberquarz

    Hallo,

    auch mein Hund Gipsy hatte solche Anfälle. Er bekam sie mit 3 Jahren und hat 11 weitere Jahre damit gelebt. Leider ist er letztes Jahr mit 14 Jahren eingeschlafen, aber das war das Alter und nicht die Anfälle.
    Das erste Mal war es natürlich ein Riesenschock. Ich war mit ihm beim TA und der hat mir dann Tropfen gegeben. Jedesmal wenn ich bemerkt hab dass er so einen Anfall bekommt, hab ich ihm die gegeben. Ich habe ihn dabei immer gestreichelt und beruhigend mit ihm gesprochen, auch wenn mir die Tränen wie Wasserfälle gelaufen sind. Er hat manchmal zwei Tage hintereinander einen Anfall gehabt und dann monatelang nichts. Ich habe Gipsy über alles geliebt und hab jedesmal mit ihm mitgelitten. Nach den Anfällen ging es ihm dann nach kurzer Zeit wieder gut. Ich vermisse meinen Freund wirklich sehr. Wünsche Dir und Deinem Hund alles Gute.
     
    #5
  6. 04.11.09
    latina
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    latina

    Hallo Uschi,

    auch unser Boxerrüde bekam mit 7 Jahren das erste Mal einen epileptischen Anfall - genau wie Du es beschrieben hast. Der Tierarzt meinte, dass es Medikamente gibt, die, wenn die Anfälle häufiger kämen, eventuell helfen können. Bei unserem Boxer war es allerdings so, dass er zeitweise bis zu 2 Anfällen pro Woche hatte und dann wieder 1/4 bis zu 1/2 Jahr gar keine.
    Manchmal hatte er dabei auch seine Blase nicht unter Kontrolle. Besonders schlimm war für mich, dass er oft im vollen Lauf umkippte und das ohne irgendwelche Vorzeichen, um ihn vielleicht noch abzufangen, und er dabei immer so furchtbar auf den Boden fiel, dass ich meinte, er bricht sich alle Knochen dabei. Zum Glück passierte das aber nie.

    Er lebte mit diesen Anfällen noch 6 Jahre ohne sichtlichen Verlust an Lebensqualität und wir mussten ihn letztes Jahr (es jährt sich gerade) wegen inoperabler Krebsgeschwüre einschläfern lassen.

    Ich drücke Euch nun ganz fest die Daumen, dass sich die Anfälle nicht häufen und Ihr noch viele frohe Jahre mit Eurem Vierbeiner erleben könnt.
     
    #6
  7. 18.01.10
    Benbeagle
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    Benbeagle

    Hallo,
    unser Hund bekommt auch solche Anfälle, ist immer für uns ganz schlimm, kann euch gut verstehen.

    Wenn er einen Anfall bekommt und nicht schon auf der Seite liegt, dann auf die Seite drehen, dann kann er besser atmen und die Zunge fällt nicht zurück. Evtl. Notfalltropfen von Bach geben, auch hinterher. Der Hund merkt von dem Anfall nichts. Wenn er zu sich kommt, ruhig auf ihn einsprechen. Er merkt, dass was nicht stimmt und reagiert evtl. ängstlich, seine Sinne waren ja komplett weg (nicht erschrecken wenn er auch mal knurrt). Für "uns" scheint die Zeit sehr lang bis wieder alles "normal" ist, aber es sind nur Minuten.

    Alles Gute für Euch.
    LG Ben
     
    #7
  8. 18.01.10
    Boona
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    Boona

    Hallo zusammen,

    das ist ja furchtbar. Wir haben selber 2 Hunde und fühle mit Euch.

    Ich wünche Euch allen gute Besserung für Eure Dogis.:goodman:

    LG
    Petra
     
    #8
  9. 19.01.10
    Kimm
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    Kimm

    Hallo Uschi,

    das tut mir sehr leid mit deinem Benni.

    Ich wäre genauso geschockt, wenn es einen meiner Hunde beträfe.

    Was die anderen lieben Mithexen geschrieben haben, macht aber Mut.

    Ich wünsche Benni, dir und deiner Familie alles Gute und noch ein langes Leben!!!

    Liebe Grüße

    Sabine
     
    #9
  10. 19.01.10
    uschimama
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    uschimama

    Hallo an alle!
    Vielen vielen Dank für Eure lieben Zuschriften! =D Ihr macht wirklich Mut!
    Und ich muß sagen: Gott sei Dank hatte Benni seit dem keinen Anfall mehr! =D
    Vielleicht haben wir ja das Glück, daß die Abstände sehr groß sind und vielleicht bleibt's ja sogar bei diesem einen Anfall!
    Werde auf jeden Fall weiter berichten, falls es Neues gibt!
     
    #10
  11. 19.01.10
    Lauffee
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    Lauffee

    Wir haben auch 2 Hunde. Mein alter hatte dies das letzte Mal beim Tierarzt.
    Wir haben nur in der Praxis das Licht ausgemacht bzw. ihm vorher die Augen bedeckt.

    Grüße

    Melanie
     
    #11
  12. 19.01.10
    WK-Rezeptetopf
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    WK-Rezeptetopf Beiträge ehemaliger Benutzer/innen

    Hallo Uschi!
    Auch unsere 5 Jahre alte Hündin (Bayerischer Gebirgsschweißhund)hat schon mehrere solcher Anfälle hinter sich.

    Die Muskeln sind allerdings manchmal nach Stunden noch verkrampft und sie kann sich dann kaum bewegen. :-(

    Der Tierarzt hat mir empfohlen täglich "Neurobion N forte" Tabletten zu verabreichen. Das sind bestimmte B-Vitamie. Die bekommst du ganz einfach in der Apotheke. (50 Stck für knapp 14 Euro)

    Die Apothekerin hat mich ganz ungläubig angeschaut, als ich ihr erklärte wozu ich die Tablette brauche und meinte, dass sie sich schwer vorstellen könne, dass die Tabletten in diesem Fall helfen sollen...

    Aber der bisherige Erfolg spricht für die Behandlung. :p Und das ganz ohne Nebenwirkungen... und dazu noch preiswert.

    Es wäre bei eurem Hund einen Versuch wert. Wenn es nix hilft, dann kann man immer noch schwerere Geschütze auffahren.

    Ich wünsche euch alles Gute!
     
    #12
  13. 19.01.10
    Amyli
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    Amyli

    Hallöchen

    ich habe auch 4 Hunde, und es eins der schlimmsten Geschichten, außer Krebs und ein paar andere Erkrankungen , die es meiner Meinung nach gibt, .. meine alte Hundedame hatte ähnliche Krampfanfälle im Welpenalter ... schrecklich einfach ... das legte sich aber dann wieder

    es gibt SchlangengiftEnzyme die sehr gut helfen , Benni beschwerdefrei zu halten .. ... Epilepsie kann vielerlei Ursachen haben

    aber erstmal drück ich euch die Daumen , das es ein einmaliger Anfall war
     
    #13

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